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aus aller Welt

Al-Qaidas Propagandaabteilung hat eine Rede von Osama Bin Laden zum Karikaturenstreit veröffentlicht. Propagandaabteilung? Dann ist Al-Qaida in Abteilungen gegliedert, wie ein, sagen wir mal, Geheimdienst?

Dieser Tage gehen zwei neue Betriebssysteme an den Start - Merkel 2.0 und Microsofts Windows 7. Der Vergleich zeigt: Wer Weinköniginnen am Geschmack erkennen kann, ist prädestiniert für das Weiter-so-Gewurschtel, Systemabstürze inklusive. Gute Beschreibung der Angela M. Wenn es doch nur endlich zum Systemabsturz käme, ich kann es gar nicht mehr erwarten. Oh, dann werde ich Peter Lichts "Lied vom Ende des Kapitalismus" in Endlosschleife spielen und auf der Straße tanzen!

Die EU schlägt Alarm: Die Brüsseler Kommission fürchtet die Folgen der Schweinegrippe. Das Virus sei unberechenbar - im schlimmsten Fall könnten sich bis zu 30 Prozent der Europäer anstecken. Der Wirtschaft drohten bei einer Massenerkrankung schwere Einbußen. Ja, so ein Virus ist unberechenbar, siehe die uns versprochenen Leichenberge: fallen aus wegen ist nicht. Worum es bei der Schweinegrippe geht, ist aber sehr wohl berechenbar und leicht auszurechnen. Und hier das Spiel zur Grippe.

habe der Vorstand der Post entwickelt, las ich heute und ich war gespannt. Neben den üblichen Umstrukturierungen - diesmal Konsolidierung genannt, das hat durchaus Poesie - zum Zwecke der Kostenersparnis zum Zwecke der Renditesteigerung aufgrund einer Expertise über Schwächen und Potentiale des Konzerns usw. usf. will man endlich den Übergang ins Internetzeitalter schaffen. Dazu wird ein Artikel namens elektronischer Brief entwickelt.

Donnerwetter! Die Post macht es uns vor! Da geht die Post ab! - Ich hab denen sofort eine Glückwunsch-E-mail geschickt.

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Schuhe für George ist gut, Schuhe für alle ist besser.

Ausgerechnet SpOn hat mir zwei lustige Momente beschert, und zwar. Nummer 1 am 11. September; neben der Vorschau eines Artikels mit der Überschrift "Weltgrößter Teilchenbeschleuniger nimmt Arbeit auf" war ein Forscher abgebildet, der konzentriert an einer Apparatur außerhalb des Bildausschnittes werkelte. Die Körpergröße des Forschers wurde aber nicht genannt. - Nummer 2 heute; "Anti-Terror-Kampf: Pakistans Soldaten feuern auf US-Helikopter." Kann ich gut verstehen.

Auch zum Zähneputzen kann man sie benutzen. So möchte ich die Studie zweier Studenten der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät an der TU Chemnitz zusammenfassen, in der die Autoren nachweisen wollen, daß zwischen 132 und 278 Euro (statt 347) ausreichend sind, um die Grundbedürfnisse der Menschen Leistungsempfänger abzudecken und ein Leben in Würde zu gewährleisten, ja, sich sogar ausgewogen zu ernähren.

Vor mehr als 20 Jahren versuchte ich, mit 250 DM im Monat auszukommen, führte über alle Ausgaben Buch, aß Tütensuppen und Konserven, nahm Brot vom Supermarkt zu mir, kaufte nur das Nötigste, verzichtete auf den Erwerb von Kleidung, hatte kein Auto, aber Gebührenbefreiung, und dennoch kam ich kaum mit dem Geld aus. Obwohl ich keine Alkoholika trank und auch nur wenig rauchte (was damals, man erinnert sich, ohnehin erheblich billiger war als heute). Nach 6 oder 7 Wochen gab ich es auf, mir stand mehr Geld zur Verfügung, weshalb also diese Quälerei. Wenn man die Teuerung außer acht läßt (also rein theoretisch gesehen), entsprechen 250 DM in etwa 132 Euro.

Mehr gibt es zu dieser Studie nicht zu sagen. Allerdings wundere ich mich, was da heute so gelehrt wird an den Universitäten und welcher Dozent seine Studenten mit antisozialem Gift indoktriniert haben mag - sie haben aus der Literatur die Ziele der sozialen Mindestsicherung ermittelt, daraus den Inhalt eines Warenkorbs abgeleiett, die aktuellen Verkaufspreise ermittelt (immerhin) und zusätzlich Kommilitonen befragt, was sie an dem System der Sozialleistungen als gerecht oder ungerecht empfinden. - Sie hätten mal die Bedürftigen fragen sollen, denn: grau ist alle Theorie. Ich hätte aber nichts dagegen, wenn die Herren Theoretiker für ein Jahr von nichts weiter als 132 Euro im Monat leben wollten, da dies doch mit ein paar Einschränkungen ohne weiteres möglich sein soll.

Manche Leute haben einen Verstand, der die Mühe nicht wert ist, an ihm zu zweifeln.

"Piraten kapern weitere Schiffe" titelt eine zurecht weitgehend unbekannte Tageszeitung heute. Was ist da los, wo bleibt die Bundesmarine? Wo steckt die überhaupt!? - Ach so, am Golf von Aden auf Terroristenjagd und im schwarzen Meer, um Georgien, ja, was, wie nennt man diese Schmierenkomödie am besten? Hier geistern jedenfalls Piraten herum wie seit Störtebekers Zeiten nicht mehr, wenn man den Schlagzeilen Glauben schenken darf. Müssen wir Bürgerwehren bilden und mit den Schiffen der DGzRS den Freibeutern entgegenfahren? Hallo, kann das Verteidigungsministerium sich mal dazu äußern?

Schlagzeile der hiesigen Zeitung:
Piraten entführen Schiff aus Bremen

just for one day

Kleine Überschrift auf der Titelseite des Bremer Provinzblattes: "Mehdorn will nur über Geld reden".

 

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