Bekanntlich sind wir Deutschland, aber irgendwie ist Deutschland nicht allzu deutsch. Zu Beginn meiner Qualifizierungsmaßnahme wurde ein Auszug aus "Das neue IT-Weiterbildungssystem (APO-IT)" verteilt. APO steht darin für arbeitsprozeßorientiert und führt zum ersten Stirnrunzeln. Im Folgenden spielt Kompetenz eine große Rolle und ein schubladengenaues Einteilen von praktischer Tätigkeit in 29 Berufsbezeichnungen "auf"der Spezialistenebene". In Zukunft - zunächst bundesweit, angestrebt ist europaweite Anerkennung - ist nur diejenige Person für einen dieser Berufe qualifiziert, die ein entsprechendes Zertifikat vorweisen kann, was man hierzulande bestens kennt: nicht das Können ist wichtig, sondern ein Stück Papier
In einer Liste sind dann die Berufe aufgeführt, z.B. "Software Developer", "Database Developer", "User Interface Developer", "Technical Writer" oder auch "Industrial Systems Technician", kurzum, alles sehr bedeutungsvoll und hip. Da wir aber irgendwo doch noch Deutschland sind, steht in Klammern eine quasi-deutsche Bezeichnung dahinter, also "Softwareentwickler/in", "Datenbankentwickler/in", "Nutzerschnittstellenentwickler/in", "Dokumentationsentwicklerin/in" oder auch "Industriesystemtechniker/in". Man sieht, es wird viel entwickelt und alles ist in. Besonders gut gefällt mir dabei "Knowledge Management System Developer" (i.e. "Wissensmanagementsystementwickler/in"). In meinen eigenen Worten: doofe Berufsbezeichnungen von den heutigen Doofen für die morgigen Doofen. Deutschland hat demzufolge das geistige Niveau von Werbeeinblendungen (Advertisement Fade-Ins). Oder Weihnachtsblinklichterketten (X-Mas Blinking Strings). Oder WC-Geruchsverbesserern (Toilet Smell Optimizers).
In einer Liste sind dann die Berufe aufgeführt, z.B. "Software Developer", "Database Developer", "User Interface Developer", "Technical Writer" oder auch "Industrial Systems Technician", kurzum, alles sehr bedeutungsvoll und hip. Da wir aber irgendwo doch noch Deutschland sind, steht in Klammern eine quasi-deutsche Bezeichnung dahinter, also "Softwareentwickler/in", "Datenbankentwickler/in", "Nutzerschnittstellenentwickler/in", "Dokumentationsentwicklerin/in" oder auch "Industriesystemtechniker/in". Man sieht, es wird viel entwickelt und alles ist in. Besonders gut gefällt mir dabei "Knowledge Management System Developer" (i.e. "Wissensmanagementsystementwickler/in"). In meinen eigenen Worten: doofe Berufsbezeichnungen von den heutigen Doofen für die morgigen Doofen. Deutschland hat demzufolge das geistige Niveau von Werbeeinblendungen (Advertisement Fade-Ins). Oder Weihnachtsblinklichterketten (X-Mas Blinking Strings). Oder WC-Geruchsverbesserern (Toilet Smell Optimizers).
Dicki - am Mo, 28. November 2005, 18:21 - Rubrik: in eigener Sache