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und selbst das Lesen einer großen Illustrierten trägt dazu bei. Worum geht es? Um nichts Geringerres als die Inflation und die Inflationsrate. Letztere liegt aktuell bei 3,1% und jeder normale, seinen täglichen Bedarf selbst einkaufende Mensch wundert sich: sooo niedrig? Ja, besagte Illustrierte, in der außer Hofberichterstattung und Propaganda (zweimal seit Oktober Müntes Schicksal! Oh, dieser wackere Mann! Und Angela Merkels bemerkelnswerte Jackettfarben!) auch immer wieder Interesanntes steht. Z.B. über die Preiserhöhungen in jüngster Zeit; Milchprodukte generell, Lebensmittel, Öl, Gas, Strom und mancherlei mehr.

Ein schweizer Statistiker bestätigt: das Volk hat recht, denn der Inflationsrate liegt ein Querschnitt durch sämtliche Produkte zugrunde, also auch verbilligte Computer etc., während die Mehrheit der Bevölkerung doch einen Großteil des Haushaltsgeldes auf Artikel des täglichen Bedarfs verwende, und da ergebe sich eine - ja, nun hätte der Begriff Teuerung fallen müssen - ergebe sich also eine gefühlte Inflation von über acht Prozent. Einerseits wird also eingestanden, daß für die Armen und Ärmsten das Leben erheblich (und wer weiß, manchmal schon unerträglich) teurer geworden ist, auf der anderen Seite sei dies aber eine gefühlte Inflation.

Es mag eine gefühlte oder auch nicht gefühlte Inflation sein, auf jeden Fall erhöhen sich die Lebenskosten drastisch, was eine Tatsache ist, und nicht vom Gefühl des Einzelnen abhängt. Aber es ist bezeichnend für unsere Zeit, daß Not auf persönliche Gefühle reduziert und diese Gefühle mit Begriffen wie gefühlte Inflation bespöttelt werden. Ja, wer selbst nichts fühlt ...

 

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