Da steht sie, eine Wand, aus weißen (oder weißbemalten) Ziegelsteinen gemauert, das Geschenk des Künstlers Sol LeWitt an die Stadt Bremen. Ist das ein Kunstwerk, ist das Kunst? Ich kann es nicht beurteilen. Doch manche Zeitgenossen wisen es genau: banal, scheußlich, eine Baustelle, gehört abgerissen, endlich weg damit.
Wann immer ich über die Stephani-Brücke radle, sehe ich zur "Weserburg" auf dem Teerhof hinüber. Ob Kunst oder nicht, dieses Werk ist so freundlich, so naiv-schön, daß ich mich jedesmal aufs Neue daran erfreue. Schade, daß es im Internet kein besseres Bild davon gibt: es müßte von weiter links aufgenommen werden, so daß die "Three Triangles" nach rechts verrutschen, sonst werden sie vom Museumsgebäude erschlagen. (das - offizielle - Foto wurde von mir nachbearbeitet)
Wann immer ich über die Stephani-Brücke radle, sehe ich zur "Weserburg" auf dem Teerhof hinüber. Ob Kunst oder nicht, dieses Werk ist so freundlich, so naiv-schön, daß ich mich jedesmal aufs Neue daran erfreue. Schade, daß es im Internet kein besseres Bild davon gibt: es müßte von weiter links aufgenommen werden, so daß die "Three Triangles" nach rechts verrutschen, sonst werden sie vom Museumsgebäude erschlagen. (das - offizielle - Foto wurde von mir nachbearbeitet)
Dicki - am Mi, 27. Oktober 2004, 23:04 - Rubrik: Musik und so weiter
In einer Kultur, in der die Sieben eine besondere Rolle spielt, weiß jedes Kind, bevor es die Zahlen kennt, daß die Sieben eine Sonderstellung einnimmt. Die sieben Todsünden, die sieben Kardinaltugenden, meine Siebensachen, Sieben auf einen Streich, das siebte Siegel, die siebte Symphonie, die glorreichen Sieben, sieben Gräber bis Kairo, die sieben Geschworenen, die Sieben von der Tankstelle, sieben Freunde müßt ihr sein - überall dräut dem Menschen von kleinauf die Sieben entgegegen.
Es gibt nur zwei bemerkenswerte Ausnahmen: "der sechste Sinn" vor der Sportschau und "das Pentagon". Es müßte aber sieben Ausnahmen geben, nämlich zusätzlich: das vierblättrige Kleeblatt, das Dualsystem, das Einzelkind, die Dreistigkeit meiner Zeitgenossen und "Hey, wir leben in den Nullern!"
Keine Zahl beschreibt die Moderne besser als die Null. Die Nullen rotten sich zusammen, und jede will die Eins vornean sein, die der Masse erst Wert verspricht. Die Nullen sind eindeutig Siegertypen; alle Anderen sind verloren. Seltsamerweise soll es immer die "schwarze Null" sein. Versteh' einer die Weißen.
Es gibt nur zwei bemerkenswerte Ausnahmen: "der sechste Sinn" vor der Sportschau und "das Pentagon". Es müßte aber sieben Ausnahmen geben, nämlich zusätzlich: das vierblättrige Kleeblatt, das Dualsystem, das Einzelkind, die Dreistigkeit meiner Zeitgenossen und "Hey, wir leben in den Nullern!"
Keine Zahl beschreibt die Moderne besser als die Null. Die Nullen rotten sich zusammen, und jede will die Eins vornean sein, die der Masse erst Wert verspricht. Die Nullen sind eindeutig Siegertypen; alle Anderen sind verloren. Seltsamerweise soll es immer die "schwarze Null" sein. Versteh' einer die Weißen.
Dicki - am Mi, 27. Oktober 2004, 0:26 - Rubrik: zickezacke