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Sergio Leone, das muß mal deutlich gesagt werden, hatte keine Ahnung. Es muß natürlich "il netto, il brutto, il tara" heißen. Aber sei's drum. "Il buono", in der deutschen Fassung immer "der große Blonde mit dem schwarzen Schuh" genannt - dabei war Clint Eastwood gar nicht blond - bewahrt "il brutto" davor, gehängt zu werden. Fortan läßt sich Eli Wallach (der heißt wirklich so, jedenfalls pseudonym) immer beinahe hängen, Clint kassiert das Kopfgeld für ihn und zerschießt im letzten Augenblick den Henkersstrick. In der Zwischenzeit hat Lee van "Tara" Cleef Wind von einem Goldschatz bekommen, für dessen Inbesitznahme er bedenkenlos mordet. Er verkörpert also die heutigen Eliten, und zwar ziemlich ugly.

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Durch einen dummen Zufall erfahren Clint und Eli das Versteck des Goldes, und eine wilde Jagd beginnt. Wie immer in Western der 60er Jahre - das war schon eine wilde Zeit! - wird eine Brücke gesprengt, und letzten Endes versammelt man sich effektiv auf einem Friedhof; der eine oder andere soll hier seßhaft werden. Das Augenspiel beginnt: wer hat den ätzendsten Blick, wer meuchelt seinen Gegner mit den Augen? Natürlich niemand, die Colts haben das letzte Wort, und der von Clint spricht zuerst. Abgang "il cattivo".

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Eli darf nun buddeln. Dann bekommt er einen Strick um den Hals gelegt und muß auf einem Grabkreuz herumbalancieren, bis Clint ihn aus sicherer Entfernung freischießt. Dieses Freischütz-Motiv griff übrigens Melville in "Vier im roten Kreis" auf, wo der versoffene Yves Montand freihändig schießend eine Alarmanlage - na, das führt hier zu weit.

Jedenfalls, der einsame Held reitet in den Horizont. Thema verfehlt, aber in Farbe, großes Kino.

 

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