Etwa zur selben Zeit, als Horst Köhler gestern dem Volk die Moneten Leviten las und erklärte, wir müßten uns alle anstrengen, um die Krise zu überwinden, ein "immer mehr" könne es nicht geben, protestierten die Vorstandschefs von 15 deutschen DAX-Konzernen bei der Bundesregierung gegen die geplanten Einschränkungen gegenüber Manager, also gegen die Grenzsetzung für Vorstandsgehälter und dagegen, nicht mehr unverzüglich vom Vorstand in den Aufsichtsrat wechseln zu dürfen, sondern frühestens zwei Jahre nach dem Ausscheiden aus einem Vorstand. Es freut uns, daß dieser FrechDAX nicht nur so weiterscheffeln will wie bisher, sondern selbst noch die blasse Tünche, die ein Teil der Politiker über Gier, Spielsucht, Betrug und Günstlingswirtschaft zu ziehen versucht, ablehnt. Das ist konsequent, und Konsequenz verdient Anerkennung. Zur Rolle des Volkes in einer modernen Demokratie westlicher Prägung siehe hier.
Dicki - am Sa, 23. Mai 2009, 21:17 - Rubrik: zickezacke