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sinnlos

Gegen Ende des Jahres, kurz vor Weinachten, kommt meist Langeweile in "Der wahre Dicki"-Redaktion auf - der Adventskranz brennt, Grüße sind versandt, der Flieger nach Malle ist bestellt - und wir stöbern in Schubladen und Schränken auf der Suche nach einem Sinn. Diesmal fielen uns einige Preise entgegen, die wir wohl auszuschreiben vergessen hatten. Was tun? (Lenin): unter's Volk bringen!

Den ersten Preis gewinnt Lokalmatador Günther Birnaut, der sein Heim heuer mit 45.000 Glühbirnen festlich äußerlich erleuchtet hat, für den Ausspruch: "Wer das als Energieverschwendung bezeichnet, ist doch nur neidisch." - Einen guten zweiten Preis heimst Jens-Graham Knäckebrot ein, und zwar für den Klassiker: "Wie die Tempora, so der Mors." Den Trostpreis haben wir einstimmig der Vertriebsassistentin Bella Tristik für ihren Stoßseufzer zuerkannt: "Wer nie den Stuß mit Tränen las."

Da nun die Preise verteilt, die Schreibtische aufgeräumt und die Regale geleert sind, können wir uns in den wohlverdienten Winterschlaf begeben. Als dann, auf ein fröhliches Erwachen!

Im Interesse des Schutzes Ihrer Rechte müssen Sie mit Einschränkungen derselben rechnen. - Jawoll Herr CEO!

wenn man trotzdem lacht.

Ich mag die Schweiz, denn dort ist weltweit gesehen das Nationalgefühl am langsamsten, besonders im Raum Bern. Vor einiger Zeit beschimpfte ich einen Berner mit den Worten: "Die Schweiz ist doch bloß ein Haufen Multikultimüsli zwischen Scheißbergen." Im Jahr darauf rief er mich an und tobte: "Sie haben mich, meine Landsleute und die gesamte Schweiz beleidigt. Sie sind ein Dreckskerl, oder!" - Andernorts wird man sofort erschlagen, wenn man nur antinational guckt.

Was itzt so pocht vndt trotzt ist morgen asch vnd bein
Nichts ist das ewig sey/ kein ertz kein marmorstein
Alles/ alles geht vorbey
doch wir sind vns treu

an und für sich eine gute Sache, wenn er nur nicht immer klingeln wollte, während man noch schläft; da besteht Verbesserungsbedarf.

- Rrrroot!
- *Ad*min*!

Bernd K. schreibt Dicki, du bist der Doofste überhaupt: schön wär's; Yannick N. meint du bist eine perverse Mißbildung: das stimmt so nicht; Mario P. jubelt der wahre Dicki, forever schlank: voll daneben; Karin B. will wissen Dicki, weshalb?. Gegenfrage: welches alkoholische Getränk ist seit der Währungsumstellung nicht teurer geworden?

Da rufen alle im Chor: Freibier! und schon stürzen sie an die Fässer, um das flüssige Gold sprudeln zu lassen, daß mir die Spucke wegbleibt. Auf Ex! und Hopp! sitzen wir auf dem Trockenen. Die Brut beginnt zu murren und ich kehre sie mit eisernem Besen vor die Tür. Gerade rechtzeitig, denn nun pinkeln sie in Vorgärten, verüben Klingelstreiche und drängeln vorne in die Straßenbahn hinein, daß hinten alte Mütterchen herauspurzeln. Entschlossen sage ich: das war die allerletzte Feier! - Wie jedesmal.

Ein Armbruch ist doch kein Beinbruch.

(Ich danke meiner Frau für ihre Unterstützung, meinen Kindern für die Ablenkung, meinen Lehrern für ihre Geduld, meinem Friseur für manche Anregung, den Mitgliedern der Gastwirte-Innung für bereitwillig erwiesene Wohltaten, sowie meinem Lektor, der gar nicht so schlecht ist.)

Die Menschen hören nicht gut, sie sehen nicht gut, und sie riechen auch nicht besonders gut.

 

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