Sie haben ihre eigenen Inseln, die Schwerreichen und die internationalen Konzerne. Zum Essen jettet man auf die Kulinaren, zur Entspannung düst man auf die Solaren und zum Schlafen landet der Privatflieger auf den Dormianen. Wohn- und Firmensitze natürlich in Nassau, Bahamas.
Dicki - am Sa, 11. September 2004, 23:15 - Rubrik: zickezacke
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Von unberührter Natur kann in Deutschland kaum noch die Rede sein, nur wenige kleine Gebiete bleiben sich selbst überlassen, und ist irgendwo ein Wald, fehlt nicht das Asphaltband einer Straße, ihn zu durchschneiden. Trotzdem gibt es eine Menge Getier (und Pflanzen) zu sehen, wenn man will. Weil das Artensterben wahrscheinlich sehr viel rascher voranschreiten wird als bisher angenommen, habe ich meine Begegnungen mit Tieren in diesem Jahr rekapituliert.
Die Schar Spatzen, die sich immer an den Samen der verblühten Kornblumen gütlich tat, vermisse ich. Sie wird dem Kahlschlag im benachbarten Hinterhof geflohen sein. Krähen gab es reichlich: sie nisteten unter allerlei Gekrächz in den Platanen am nahen Deich. Tauben ruckediguhen, Amseln flöten, Elstern keckern. Enten, Blesshühner, Schwäne, Haubentaucher, Kormorane und ein Reiher haben auf der "kleinen Weser" ihr Zuhause. Möwen halten Visiten.
In den Kleingärten nisten Blaumeise, Gartenrotschwanz, Zaunkönig und viele andere; vermißt werden Mauersegler, Star und Buchfink. Bienenvölker summen dräuend durch den Blütenreichtum der Parzellen. Über den Wiesen beim Weserwehr hört man die Lerche. Libellen verschiedenster Größen und Farben huschen in Gewässernähe umher, Schmetterlinge schweben taumelnd von hier nach dort. An einem Feldstreifen stöbert eine Fasanenhenne mit zwei Küken.
Vom Wümmedeich sieht man Ziegen, Esel, Pferde, Gänse, Hühner und natürlich Kühe. Wo sind die Störche geblieben? Eine Rotte Möwen gleitet durch die Luft wie ein Schwarm Fische durchs Wasser. Ein Paar Hunde, das in der Ferne auf einem Feld umeinanderspringt, entpuppt sich als zwei Rehe. Galloways wiederkäuen zottelig, Hühner scharren, Pferde schnauben, Katzen schleichen durch das Gras und Hunde dösen auf Höfen oder japsen hinter Zäunen.
Mäuse kreuzen trippelnd den Weg, eine Wasserratte schwimmt ans Ufer, kaum mehr als die Nasenspitze über Wasser, ein Frosch springt mir vors Rad und zwingt mich zur Vollbremsung. Nur mal eben erwähnt seien die zahllosen Fliegen, Schnaken, Käfer und Spinnen, die mich unaufgefordert und unangemeldet in meiner Wohnung besuchen; auch Wespen schauen mal herein.
Ich erfreue mich an ihrer aller Vielgestalt; man sollte die Wirkung "der Natur" auf die Ausgeglichenheit unserer Psyche nicht unterschätzen. Bestimmten Irren freilich bedeutet die Natur nichts, rührt sie nicht an, ruft kein Echo in ihnen hervor. Denen ist auch das Artensterben bloße Statistik.
Die Schar Spatzen, die sich immer an den Samen der verblühten Kornblumen gütlich tat, vermisse ich. Sie wird dem Kahlschlag im benachbarten Hinterhof geflohen sein. Krähen gab es reichlich: sie nisteten unter allerlei Gekrächz in den Platanen am nahen Deich. Tauben ruckediguhen, Amseln flöten, Elstern keckern. Enten, Blesshühner, Schwäne, Haubentaucher, Kormorane und ein Reiher haben auf der "kleinen Weser" ihr Zuhause. Möwen halten Visiten.
In den Kleingärten nisten Blaumeise, Gartenrotschwanz, Zaunkönig und viele andere; vermißt werden Mauersegler, Star und Buchfink. Bienenvölker summen dräuend durch den Blütenreichtum der Parzellen. Über den Wiesen beim Weserwehr hört man die Lerche. Libellen verschiedenster Größen und Farben huschen in Gewässernähe umher, Schmetterlinge schweben taumelnd von hier nach dort. An einem Feldstreifen stöbert eine Fasanenhenne mit zwei Küken.
Vom Wümmedeich sieht man Ziegen, Esel, Pferde, Gänse, Hühner und natürlich Kühe. Wo sind die Störche geblieben? Eine Rotte Möwen gleitet durch die Luft wie ein Schwarm Fische durchs Wasser. Ein Paar Hunde, das in der Ferne auf einem Feld umeinanderspringt, entpuppt sich als zwei Rehe. Galloways wiederkäuen zottelig, Hühner scharren, Pferde schnauben, Katzen schleichen durch das Gras und Hunde dösen auf Höfen oder japsen hinter Zäunen.
Mäuse kreuzen trippelnd den Weg, eine Wasserratte schwimmt ans Ufer, kaum mehr als die Nasenspitze über Wasser, ein Frosch springt mir vors Rad und zwingt mich zur Vollbremsung. Nur mal eben erwähnt seien die zahllosen Fliegen, Schnaken, Käfer und Spinnen, die mich unaufgefordert und unangemeldet in meiner Wohnung besuchen; auch Wespen schauen mal herein.
Ich erfreue mich an ihrer aller Vielgestalt; man sollte die Wirkung "der Natur" auf die Ausgeglichenheit unserer Psyche nicht unterschätzen. Bestimmten Irren freilich bedeutet die Natur nichts, rührt sie nicht an, ruft kein Echo in ihnen hervor. Denen ist auch das Artensterben bloße Statistik.
Dicki - am Sa, 11. September 2004, 13:36 - Rubrik: Nachtgesaenge