wähnt man sich schon manches Mal, wenn man dies Gebrabbel und Gestammel in Pseudo-Englisch hört und liest. In den 70ern wurde es sehr modern "Center" und "2000" in Geschäftsnamen zu verwenden und unlängst entdeckte ich eine "Euro-Bäckerei 2000", die ich unbedingt noch fotografieren muß, bevor sie "Food-Depot" oder "Bake&Bite" heißt. Aktuelle Beispiele hören und sehen wir täglich, so daß uns beinahe Hören und Sehen vergehen will.
Aber das ist nur eine Seite der Verblödung. Gestern suchte ich mehrere Buchabteilungen und -handlungen auf, um einen Klassiker der Weltliteratur - aus der zweiten oder vielleicht auch dritten Reihe - zu kaufen. Sofern Regale mit der Aufschrift "Klassik" vorhanden waren, tummelten sich da die Schriftsteller um so seltener, je länger ihr Wirken zurückliegt. Tieck und Fouqé sind ja ohnehin vergessen, nach Hoffmann beispielsweise habe ich gar nicht erst geguckt, Lessing wird man wohl noch führen, Schiller und Goethe gewiß, ebenso gewiß Herder und Wieland nicht - kurz, das gesuchte Buch stand nirgends bereit, kein einziges des bewußten Autoren. Vermutlich wird man es bestellen können, immerhin.
Ich wagte einen Blick in die Abteilung Jugendbücher, denn dort sollten doch Abenteuerbücher oder solche, die man unter diesem Begriff vermarkten kann, stehen. Die Wirklichkeit schockierte mich und ich sagte laut: "Das ist doch für Dreijährige!" Ein ganzes Regal voller Bücher, auf deren Covers kreischbunte Comic-Zeichnungen und reißerisches Design vom zu erwartenden Lesespaß künden, die Buchdeckel schamlos den Kunden zugewandt. Sind die Jugendlichen tatsächlich dem Geistigen so abgewandt, wie die Verlage mit ihrer Aufmachung in Konkurrenz zu PC-Spielen, Comic-Heften und Hollywoodfilmen anzunehmen scheinen? Arme Jugend! Armes Deutschland!
Aber das ist nur eine Seite der Verblödung. Gestern suchte ich mehrere Buchabteilungen und -handlungen auf, um einen Klassiker der Weltliteratur - aus der zweiten oder vielleicht auch dritten Reihe - zu kaufen. Sofern Regale mit der Aufschrift "Klassik" vorhanden waren, tummelten sich da die Schriftsteller um so seltener, je länger ihr Wirken zurückliegt. Tieck und Fouqé sind ja ohnehin vergessen, nach Hoffmann beispielsweise habe ich gar nicht erst geguckt, Lessing wird man wohl noch führen, Schiller und Goethe gewiß, ebenso gewiß Herder und Wieland nicht - kurz, das gesuchte Buch stand nirgends bereit, kein einziges des bewußten Autoren. Vermutlich wird man es bestellen können, immerhin.
Ich wagte einen Blick in die Abteilung Jugendbücher, denn dort sollten doch Abenteuerbücher oder solche, die man unter diesem Begriff vermarkten kann, stehen. Die Wirklichkeit schockierte mich und ich sagte laut: "Das ist doch für Dreijährige!" Ein ganzes Regal voller Bücher, auf deren Covers kreischbunte Comic-Zeichnungen und reißerisches Design vom zu erwartenden Lesespaß künden, die Buchdeckel schamlos den Kunden zugewandt. Sind die Jugendlichen tatsächlich dem Geistigen so abgewandt, wie die Verlage mit ihrer Aufmachung in Konkurrenz zu PC-Spielen, Comic-Heften und Hollywoodfilmen anzunehmen scheinen? Arme Jugend! Armes Deutschland!
Dicki - am Sa, 12. März 2005, 18:01 - Rubrik: Beobachtungen in der Natur