kann man es doch nun wahrhaftig nicht nennen, wenn die Wahlen im Iran die Ergebnisse einer Umfrage bestätigen, die drei Wochen vor den Wahlen im Auftrag der Washington Post durchgeführt wurden. Das kann jeder interessierte Medienvertreter leicht recherchieren, aber die wenigsten tun es, zumindest wird uns diese Information in der "Qualitäts"-Berichterstatung vorenthalten. Lieber werden Iran als Staat und Ahmadinedschad als Person zu Sündenböcken gemacht, auf die wir unsere Frustration entladen sollen bzw. stellvertretend für uns die Bombenflugzeuge. Wir haben es hier mit dem Straftatbestand der Volksverhetzung zu tun. Aber das scheint mittlerweile Normalität zu sein, in der freiheitlich-demokratischen Bundesrepublik Deutschland anno domini 2009.
Zitat aus der Neue Rheinische Zeitung:
Der Westen sollte sich also mit Wertungen generell zurückhalten – Demokratie ist nun einmal die Herrschaft des Volkes, ob einem dies passt oder nicht. Die Präsidentschaftswahlen im Iran stehen diesbezüglich in einer gewissen Tradition. Auch die Wahlergebnisse im Libanon und in den Palästinensergebieten fielen ganz und gar nicht nach den Vorstellungen des Westens aus. „Dummerweise“ waren dies aber die einzigen Wahlen in islamischen Nahen und Mittleren Osten, die wirklich halbwegs frei waren. Wenn der Muslim nicht so wählt, wie es der Christ gerne hätte, dann sollte es zur demokratischen Etikette gehören, dies als Willensbekundung zu akzeptieren. Die Alternative wären prowestliche Diktaturen, wie sie im Nahen Osten zahlreich vorhanden sind und die zu den besten Freunden des Westens zählen.
Zitat aus der Neue Rheinische Zeitung:
Der Westen sollte sich also mit Wertungen generell zurückhalten – Demokratie ist nun einmal die Herrschaft des Volkes, ob einem dies passt oder nicht. Die Präsidentschaftswahlen im Iran stehen diesbezüglich in einer gewissen Tradition. Auch die Wahlergebnisse im Libanon und in den Palästinensergebieten fielen ganz und gar nicht nach den Vorstellungen des Westens aus. „Dummerweise“ waren dies aber die einzigen Wahlen in islamischen Nahen und Mittleren Osten, die wirklich halbwegs frei waren. Wenn der Muslim nicht so wählt, wie es der Christ gerne hätte, dann sollte es zur demokratischen Etikette gehören, dies als Willensbekundung zu akzeptieren. Die Alternative wären prowestliche Diktaturen, wie sie im Nahen Osten zahlreich vorhanden sind und die zu den besten Freunden des Westens zählen.
Dicki - am Mo, 22. Juni 2009, 12:06 - Rubrik: deutsche kenneweiss