die Augsburger Puppenbühne dieser Tage? Aha, so so, schau an schau an. Und hier ein Verwandter von 2004.
Dicki - am Fr, 26. Februar 2010, 12:28 - Rubrik: zickezacke
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"Die chinesische Zahlensprechweise ist logisch konsistent", sagt Mathematikprofessor Lothar Gerritzen im Gespräch mit SPIEGEL ONLINE. "Für kleine Kinder liegt darin ein erheblicher Vorteil." - Oder auch nicht, denn dem leichteren Lernen als vermeintlichem Vorteil steht eine weitere Anpassung junger Menschen an die Maschinenlogik als klarer Nachteil gegenüber. Der Herr Professor scheint aber einen Verstand zu haben, den ich als Lochkarte beschreiben würde.
Der Wissenschaftler von der Universität Bochum trommelt schon seit Jahren für eine radikale Reform der deutschen Zahlen. Zwanzigeins statt einundzwanzig lautet sein Credo. Zwanzigeins heißt auch der Verein, mit dem sich Gerritzen für eine unverdrehte Zahlensprechweise im Deutschen einsetzt - bislang vergeblich. - "unverdreht"! Hoffentlich weiterhin vergebens: von Leuten, die weder sprachlich noch musikalisch begabt sind, möchte ich mir wahrhaftig keine Sprachveränderungen vorschreiben lassen; die Rechtschreibreform hat uns eindrucksvoll gezeigt, was solche anders Begabten anzurichten imstande sind.
Übrigens können chinesische Kinder nicht nur weiter zählen als amerikanische, auch das Rechnen fällt ihnen wegen der einfachen Syntax leichter. Denn kurze Zahlwörter beschäftigen unser Gehirn weniger und lassen sich leichter merken, etwa wenn man das kleine Einmaleins lernt. Letztlich haben Millers Arbeit und spätere Studien gezeigt, wie eng Sprache und Mathematik verwoben sind - und dass viele Probleme in der Arithmetik letztlich auch Sprachprobleme sind. - Das mögen im Kindesalter sprachliche Probleme sein, doch wüßte ich gerne, welcher begabte Mathematiker außer vielleicht zu Beginn und am Ende einer Betrachtung überhaupt mit Zahlworten operiert: es rechnet sich viel schneller, auch in der höherern Mathematik, wenn man Zahlen und Formeln vor sich sieht und quasi optisch-logische Operationen vornimmt. Daß der Herr Professor dies nicht zu wissen scheint, sagt auch etwas über die Qualität seiner Beweisführung
Müssen Amerikaner und Europäer nun ihre althergebrachten Zahlen ersetzen, um überhaupt noch mit dem aufstrebenden Reich der Mitte mithalten zu können? Zumindest für Lothar Gerritzen ist das unumgänglich: "Diese diversen Klötzchen an den Beinen können wir uns auch wirtschaftlich nicht mehr leisten", sagt er. - Wir können uns das wirtschaftlich nicht mehr leisten? Aber Herr Professor, haben Sie nicht gehört, daß es bei uns keine Kinderarbeit gibt?
Der Wissenschaftler von der Universität Bochum trommelt schon seit Jahren für eine radikale Reform der deutschen Zahlen. Zwanzigeins statt einundzwanzig lautet sein Credo. Zwanzigeins heißt auch der Verein, mit dem sich Gerritzen für eine unverdrehte Zahlensprechweise im Deutschen einsetzt - bislang vergeblich. - "unverdreht"! Hoffentlich weiterhin vergebens: von Leuten, die weder sprachlich noch musikalisch begabt sind, möchte ich mir wahrhaftig keine Sprachveränderungen vorschreiben lassen; die Rechtschreibreform hat uns eindrucksvoll gezeigt, was solche anders Begabten anzurichten imstande sind.
Übrigens können chinesische Kinder nicht nur weiter zählen als amerikanische, auch das Rechnen fällt ihnen wegen der einfachen Syntax leichter. Denn kurze Zahlwörter beschäftigen unser Gehirn weniger und lassen sich leichter merken, etwa wenn man das kleine Einmaleins lernt. Letztlich haben Millers Arbeit und spätere Studien gezeigt, wie eng Sprache und Mathematik verwoben sind - und dass viele Probleme in der Arithmetik letztlich auch Sprachprobleme sind. - Das mögen im Kindesalter sprachliche Probleme sein, doch wüßte ich gerne, welcher begabte Mathematiker außer vielleicht zu Beginn und am Ende einer Betrachtung überhaupt mit Zahlworten operiert: es rechnet sich viel schneller, auch in der höherern Mathematik, wenn man Zahlen und Formeln vor sich sieht und quasi optisch-logische Operationen vornimmt. Daß der Herr Professor dies nicht zu wissen scheint, sagt auch etwas über die Qualität seiner Beweisführung
Müssen Amerikaner und Europäer nun ihre althergebrachten Zahlen ersetzen, um überhaupt noch mit dem aufstrebenden Reich der Mitte mithalten zu können? Zumindest für Lothar Gerritzen ist das unumgänglich: "Diese diversen Klötzchen an den Beinen können wir uns auch wirtschaftlich nicht mehr leisten", sagt er. - Wir können uns das wirtschaftlich nicht mehr leisten? Aber Herr Professor, haben Sie nicht gehört, daß es bei uns keine Kinderarbeit gibt?
Dicki - am Mi, 24. Februar 2010, 13:45 - Rubrik: zickezacke
Margot Käßmann, die mit ihrer Kritik an Afghanistan-Politik und -Krieg manchem zu kess war, ist mit 1,54 Promille Auto gefahren, hat eine rote Ampel ignoriert und wurde von der Polizei angehalten. Und so weiter. Anlaß genug für die Arschgeigen, ein multimediales Konzert zu geben.
Auf die erfreuliche Nachricht, daß es Gays against Guido gibt, folgte sogleich die schlechte, daß die Jungliberalen nicht von "ihrem" Guido lassen wollen und - ich sage das mit allem Vorbehalt, den man Gerüchten gegenüber haben soll - mit dem Schlachtruf "Guido geht uns nicht am Arsch vorbei" sich ins Getümmel stürzen. Hier gerät die chose in pornografische Gefilde, die wir ausnahmsweise nicht sofort verlassen wollen, denn als mir neulich einige zweideutige Formulierungen, äh einfielen ist zu schwach, also, sich mir aufdrängten, da entstand die Vision von "der wahre Porno", ein sinnenfrohes Werk, daß ohne einschlägige Begriffe, ergo zensurneutral, daherkäme und seinen (zweifellos immensen) Erfolg beim Publikum dem Charme der verhüllten Enthüllung verdanken würde, wenn nur eine Geschichte daraus gworden wäre, allein, sie kam und kam nicht, ein Fall von künstlerischem Versagen. Wer weiß aber, wozu diese meine partielle Impotenz gut gewesen ist, vielleicht erspart sie mir eine Menge Scherereien und einen schlechten Ruf, soweit das möglich ist. Das zu entscheiden überlasse ich den Lesern, die ich nun lange genug auf die Folter gespannt habe. Alsdann: Weltpremiere für das Torso Fragment des wahren Porno: < Er näherte sich durch das Gebüsch der Rückseite der Villa. Auf der Terrasse elitäres Treiben: bares Geld hatte bares Fleisch bestellt, Pülverchen und Pillen halfen, nachhaltig Brücken bauen von West nach Ost. Abseits, im Halbschatten eines Baumes, ein Spanner, Hand an der Biowurzel, heiß! juchheirassa! rasensprengernd. Granini im Gras. >
Dicki - am Di, 23. Februar 2010, 10:45 - Rubrik: zickezacke
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Den heutigen Schlagzeilen entnahm ich, daß Hartz-IV-Forscher Guido W. bei seiner Welle unterstützen. Hartz-IV-Forscher ist natürlich frei erfunden und ließ mich lachen (in Wahrheit sind das diese Knilche). Das ist aber nicht etwa Propaganda (die in den USA von vorneherein Marketing und Public Relations genannt wurde), oder stammt aus der im III. Reich zum Durchbruch gelangten Zeitungswissenschaft (Fachleute sprechen in diesem Zusammenhang von Publizistik), sondern freie Berichterstattung, informativ und neutral. Oder doch nicht? Wie dem auch sei, mir drängt sich immerzu das Bild von den kommunizierenden Röhren auf.
Dicki - am Do, 18. Februar 2010, 10:44 - Rubrik: zickezacke
Wie liebevoll die Bundesrepublik mit ihren Reichen umgeht! Verstärkt werden Anstrengungen unternommen, ihnen die Schmach des Steuerzahlens zu ersparen, die (die Schmach) in der erzwungenen Solidarität besteht, ergo die Unterstellung beinhaltet, sie (die Reichen) wollten keine Solidarität üben (an dieser Stelle gebe ich Herrn Sloterdijk recht: wir haben es mit einem psychischen Problem zu tun); verstärkt werden Restriktionen abgebaut, die sie (die Reichen) daran hindern, das optimale aus ihrem Vermögen herauszuholen durch hohe Renditen, Glücksspiel und ganz allgemein Vermehrung (des Vermögens (der Reichen)); verstärkt wirft sich der Staat in die Bresche und bewahrt sie (die Reichen) davor, Geld zu verlieren, wenn sie in der Hitze des Monopoly-Spiels im Überschwang des Leistungstragens zu viel riskiert haben sollten, indem er das Steuersäckel öffnet und milde Gaben an die völlig zu unrecht und ungerecht vom Verlust Bedrohten verteilt. Das darf man durchaus Vollversorgung nennen, aber der Begriff 'Sozialismus' bzw. 'geistiger Sozialismus' ist doch eine Winzigkeit verfehlt, es sei denn wir präzisieren die Aussage und formulieren 'Sozialismus für Reiche'.
Dicki - am Mi, 17. Februar 2010, 17:12 - Rubrik: zickezacke
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