Nach den Anschlägen in London wurden Schaubilder veröffentlicht, die Ort und Zeit der einzelnen Explosionen nannten. Die erste Bombe ging demnach um 8:51 Uhr hoch, die letzte um 9:47 Uhr morgens am 7. Juli 2005. Zwei Tage später berichteten die Medien, die Detonationen seien simultan erfolgt, innerhalb etwa 50 Sekunden. Nanu, fragt denn da niemand nach? Es gab doch jede Menge Augenzeugen, dazu Protokolle von Polizei und Rettungsdiensten, und vielleicht waren einige der Mobiltelefone, mit denen Überlebende und Schaulustige fotografierten, in der Lage, die aktuelle Uhrzeit ins Bild zu kopieren. Es ist also nachprüfbar, welche Version stimmt. Die Medien aber stimmen in den Tenor der einen wie der anderen Version ein, und sie werden auch eine dritte unisono und sotto voce herausposaunen.
Noch bevor die Sprengstoffexperten den verwendeten Sprengstoff ermittelt hatten, wußten die Medien bereits, daß die Bomben nur 10 pound brisante Stoffe enthielten (vermutlich englische pound, also nicht entsprechend 5 Kilogramm). Die Explosivkraft von beispielsweise 10 Pfund Dynamit ist aber eine ganz andere als von 10 Pfund C4, d.h. man muß zunächst die Art des Sprengstoffes kennen. Weshalb fragt niemand nach, was es mit dieser 10-Pfund-Meldung auf sich hat?
Dann wußten sofort alle, daß vermutlich Al Quaida für die Anschläge verantwortlich ist. Klar, diese Vermutung ist - nicht zuletzt aufgrund früherer Berichterstattung - naheliegend, wurde aber mit solcher Vehemenz vorgetragen und verbreitet, daß sie einer Gewißheit gleichkommt und Vermutungen in andere denkbare Richtungen von vornherein ausschließt. Jemand lanciert "Al Quaida", und die Presstituierten blöken es in die Welt; sie brauchen ihre Sensation, wie sie ihr Feindbild brauchen. Und so schreiben sie bereitwillig voneienander ab.
Es gibt hilfreiche Programme, mit denen sich Internetverbindungen verfolgen lassen. Vom eigenen PC über die Knotenpunkte hin zum Server, der die aufgerufene Website "hostet". Auch läßt sich feststellen, wer die Seite betreibt (mit Name, ggf. Firma, und voller Adresse). Man kann auch herausbekommen, was sonst noch auf dem Server läuft und was der Betreiber außerdem am Laufen hat - wenn man will. Den Medien war zu entnehmen, daß eine bisher unbekannte Gruppe der Al Quaida auf einer von Islamisten frequentierten Website sich zu den Anschlägen bekannt hat. Und, liebe Journalisten, habt ihr daraufhin euern Arsch in Bewegung gesetzt und diese Meldung verifiziert, hm? Nein, abgeschrieben habt ihr. Es bedarf keiner Zensur, es gibt nur eine Meinung. Denn eine Recherche findet nicht statt.
Noch bevor die Sprengstoffexperten den verwendeten Sprengstoff ermittelt hatten, wußten die Medien bereits, daß die Bomben nur 10 pound brisante Stoffe enthielten (vermutlich englische pound, also nicht entsprechend 5 Kilogramm). Die Explosivkraft von beispielsweise 10 Pfund Dynamit ist aber eine ganz andere als von 10 Pfund C4, d.h. man muß zunächst die Art des Sprengstoffes kennen. Weshalb fragt niemand nach, was es mit dieser 10-Pfund-Meldung auf sich hat?
Dann wußten sofort alle, daß vermutlich Al Quaida für die Anschläge verantwortlich ist. Klar, diese Vermutung ist - nicht zuletzt aufgrund früherer Berichterstattung - naheliegend, wurde aber mit solcher Vehemenz vorgetragen und verbreitet, daß sie einer Gewißheit gleichkommt und Vermutungen in andere denkbare Richtungen von vornherein ausschließt. Jemand lanciert "Al Quaida", und die Presstituierten blöken es in die Welt; sie brauchen ihre Sensation, wie sie ihr Feindbild brauchen. Und so schreiben sie bereitwillig voneienander ab.
Es gibt hilfreiche Programme, mit denen sich Internetverbindungen verfolgen lassen. Vom eigenen PC über die Knotenpunkte hin zum Server, der die aufgerufene Website "hostet". Auch läßt sich feststellen, wer die Seite betreibt (mit Name, ggf. Firma, und voller Adresse). Man kann auch herausbekommen, was sonst noch auf dem Server läuft und was der Betreiber außerdem am Laufen hat - wenn man will. Den Medien war zu entnehmen, daß eine bisher unbekannte Gruppe der Al Quaida auf einer von Islamisten frequentierten Website sich zu den Anschlägen bekannt hat. Und, liebe Journalisten, habt ihr daraufhin euern Arsch in Bewegung gesetzt und diese Meldung verifiziert, hm? Nein, abgeschrieben habt ihr. Es bedarf keiner Zensur, es gibt nur eine Meinung. Denn eine Recherche findet nicht statt.
Dicki - am Di, 12. Juli 2005, 0:46 - Rubrik: deutsche kenneweiss