Gestern habe ich die Schrör in Vegesack besucht, die mich zum Essen ausführte. Nach genossenem Mahl spazierten wir durch die 'City' und hinunter zur Weserpromenade. Entlang des Blauen Bandes zählten wir 21 leerstehende Geschäfte, und die Schrör sagte, daß es fast nur noch Schuhgeschäfte, Banken und Boutiquen gebe. Das Blaue Band - eine Reihe in das Trottoir eingelassener blauer Lichter - soll Besucher vom Bahnhofsplatz in die Ladenstraßen führen ...
... aber zwischen Lesummündung und Bahnhof steht das neue Einkaufzentrum "Hafen Höövt", das den angestammten Geschäften die Kunden unter den Füßen wegzieht. Gleichwohl soll am Sedanplatz, dem Ex-Zentrum des Vegesacker Geschäftslebens, eine Markthalle entstehen. Für wen? Für das Bauunternehmen, das den Auftrag bekommt. Das ist Bremer Wirtschaftsförderung.
Müde und durchgefroren machten wir uns über angehme Alkoholika her, nicht zuletzt, um die Tristesse eines Blauen Bandes, das niemanden nirgendwohin führt, vor der Tür zu lassen. Eine erfolgreiche Strategie. Andererseits: die "Norder" sollten das Blaue Band lieber herausreißen und es dem Bausenator in den Vorgarten kippen.
... aber zwischen Lesummündung und Bahnhof steht das neue Einkaufzentrum "Hafen Höövt", das den angestammten Geschäften die Kunden unter den Füßen wegzieht. Gleichwohl soll am Sedanplatz, dem Ex-Zentrum des Vegesacker Geschäftslebens, eine Markthalle entstehen. Für wen? Für das Bauunternehmen, das den Auftrag bekommt. Das ist Bremer Wirtschaftsförderung.
Müde und durchgefroren machten wir uns über angehme Alkoholika her, nicht zuletzt, um die Tristesse eines Blauen Bandes, das niemanden nirgendwohin führt, vor der Tür zu lassen. Eine erfolgreiche Strategie. Andererseits: die "Norder" sollten das Blaue Band lieber herausreißen und es dem Bausenator in den Vorgarten kippen.
Dicki - am So, 11. April 2004, 20:24 - Rubrik: zickezacke
Sonne, Wolken mit Regen, Sonne, Wolken mit Hagel, Wolken mit ohne, Sonne mit - typisch April. Was um Himmel Willen mögen sich (englischsprachige) Eltern dabei denken, wenn sie ihr Kind 'April' nennen (z.B. April Stevens)? Oder May? June? Oder - in Deutschland völlig aus der Mode - August? Oder statt nach Monatsnamen nach Wochentagen: den Sohn 'Sunday', die Tochter 'Tuesday', das Bedienstetenkind 'Friday'?
Interessant (oder auch nicht): mir fällt kein Song ein, der 'Tuesday' im Titel führt. Auf jeden anderen Tag weiß ich ein Lied, aber nicht auf 'Tuesday'. 'Monday Monday'; 'I don't like mondays'; 'Wednesday Week'; 'Friday on my mind'; '10:15 Saturday night'; 'Sunday, bloody sunday'.
Aha, da fehlt ja auch 'Thursday'! Das nimmt mich überhaupt nicht wunder, denn Thursday ist nicht sonderlich klangvoll, im Gegensatz zu Tuesday. Hier das nölige 'ö', dort das rufende 'u'. Aber wo sind sie, die Tuesday-Songs? Sind Dienstag und Donnerstag denn solch langweilige Tage, daß sich Texter und Komponisten überhaupt nicht damit abgeben möchten?
Als Trost bleibt einstweilen nur Daliah Lavis "Oh wann kommst du". Ja, wann kommst du, milder Frühling, und hebst dieses aprollige Mistwetter hinweg?
Interessant (oder auch nicht): mir fällt kein Song ein, der 'Tuesday' im Titel führt. Auf jeden anderen Tag weiß ich ein Lied, aber nicht auf 'Tuesday'. 'Monday Monday'; 'I don't like mondays'; 'Wednesday Week'; 'Friday on my mind'; '10:15 Saturday night'; 'Sunday, bloody sunday'.
Aha, da fehlt ja auch 'Thursday'! Das nimmt mich überhaupt nicht wunder, denn Thursday ist nicht sonderlich klangvoll, im Gegensatz zu Tuesday. Hier das nölige 'ö', dort das rufende 'u'. Aber wo sind sie, die Tuesday-Songs? Sind Dienstag und Donnerstag denn solch langweilige Tage, daß sich Texter und Komponisten überhaupt nicht damit abgeben möchten?
Als Trost bleibt einstweilen nur Daliah Lavis "Oh wann kommst du". Ja, wann kommst du, milder Frühling, und hebst dieses aprollige Mistwetter hinweg?
Dicki - am Do, 08. April 2004, 23:17 - Rubrik: Musik und so weiter
Unser Interviewer (I) führte ein Gespräch mit einem ziemlich hohen Tier (z.h.T.) einer westlichen Regierung; hier das Interview im Wortlaut.
I: Immer noch behaupten kritische Stimmen, der Krieg gegen Irak sei ein falscher Schritt gewesen.
z.h.T.: Selbstverständlich mußte im Krieg gegen den Terrorismus der Irak befreit werden. Wie notwendig dieser Schritt war sieht man ja an dem Terror, der dort heute herrscht. Durch den Sieg in einem uns aufgezwungenen Krieg ist die Welt sicherer geworden. Da ist sicher.
I: Ja sicher, die Welt ist sicherer geworden, vielleicht mit Ausnahme von Spanien.
z.h.T.: Oh, Sie spielen auf die Anschläge von 3/11 an. Eine schlimme Sache. Die Islamisten haben Spanien den Krieg erklärt.
I: Aber Spanien hat erklärt, daß es seine Truppen aus Irak zurückziehen will.
z.h.T.: Jajajajaja, die Spanier können doch nicht einfach machen, was sie ihnen gefällt. Die neue spanische Regierung behauptet, der Krieg gegen Irak sei ein Fehler und deshalb wollten sie den Truppenabzug einleiten. Das ist ein großer Irrtum, wie man sieht. Die Terroristen bestehen darauf, daß Spanien ihr Ultimatum befolgt.
I: Das Ultimatum verlangt den sofortigen Abzug der spanischen Truppen ...
z.h.T.: ... und die neue spanische Regierung glaubt, sie könnte dem mit einem eigenmächtig erklärten Truppenabzug zuvorkommen. Nein, sehen Sie, so geht das nicht. Das ist ein großer Irrtum.
I: Aber Spanien erfüllt die Forderung der Terroristen ...
z.h.T.: Das ist doch Wortklauberei. Die Terroristen fordern den Abzug der spanischen Truppen. Deshalb haben sie Spanien den Krieg erklärt.
I: Ja wie um Himmels Willen soll sich Spanien denn nun verhalten?
z.h.T.: Spanien muß natürlich die Kriegserklärung der Terroristen mit einer eigenen Kriegserklärung kontern, und es muß seine Truppen im Irak ausbauen, um das Übel an der Wurzel zu packen.
I: Damit wäre ja - rein formell - die Kriegserklärung der Terroristen gerechtfertigt.
z.h.T.: Solange Spanien sich dem Kampf gegen den Terrorismus versagt, muß man mit weiteren Terroranschlägen rechnen.
I: Entschuldigen Sie, wenn ich hier einen sehr gewagten Einwand äußere, aber das klingt für mich so, als wäre der beste Weg, den Terror einzudämmen, daß man sich auf ihn einläßt und sich von der Kriegserklärung einer kleinen Gruppe von Fanatikern zu einer Politik verleiten läßt, die man für falsch erachtet. Was wollen denn diese Terroristen erreichen; ich meine, sie stellen ein Ultimatum zum Abzug der spanischen Truppen aus dem Irak, nachdem Spanien den Rückzug seiner Truppen aus dem Irak erklärt hat.
z.h.T.: Daran sieht man doch, welch einen Fehler die spanische Regierung macht. Wir sind uns doch hoffentlich einig, daß man den Forderungen von Terroristen nicht nachgeben darf.
I: Aber das Ultimatum wurde nach der Verkündung seiner Erfüllug ausgesprochen!
z.h.T.: Ich kann nur sagen, daß Spanien sein Schicksal geradezu herausfordert, wenn es glaubt, dem Ultimatum der Al Quaida begegnen zu können, indem es zuvor einseitig seinen Truppenabzug plant und ankündigt. Sie haben ja keine Ahnung, nach welch kranker Logik diese Terroristen handeln. Ich kann die spanische Regierung nur auffordern, ihre Truppen im Irak zu belassen, sonst muß das spanische Volk mit dem Schlimmsten rechnen. In dieser schweren Zeit ist kein Platz für Kriegsverweigerer!
I: Immer noch behaupten kritische Stimmen, der Krieg gegen Irak sei ein falscher Schritt gewesen.
z.h.T.: Selbstverständlich mußte im Krieg gegen den Terrorismus der Irak befreit werden. Wie notwendig dieser Schritt war sieht man ja an dem Terror, der dort heute herrscht. Durch den Sieg in einem uns aufgezwungenen Krieg ist die Welt sicherer geworden. Da ist sicher.
I: Ja sicher, die Welt ist sicherer geworden, vielleicht mit Ausnahme von Spanien.
z.h.T.: Oh, Sie spielen auf die Anschläge von 3/11 an. Eine schlimme Sache. Die Islamisten haben Spanien den Krieg erklärt.
I: Aber Spanien hat erklärt, daß es seine Truppen aus Irak zurückziehen will.
z.h.T.: Jajajajaja, die Spanier können doch nicht einfach machen, was sie ihnen gefällt. Die neue spanische Regierung behauptet, der Krieg gegen Irak sei ein Fehler und deshalb wollten sie den Truppenabzug einleiten. Das ist ein großer Irrtum, wie man sieht. Die Terroristen bestehen darauf, daß Spanien ihr Ultimatum befolgt.
I: Das Ultimatum verlangt den sofortigen Abzug der spanischen Truppen ...
z.h.T.: ... und die neue spanische Regierung glaubt, sie könnte dem mit einem eigenmächtig erklärten Truppenabzug zuvorkommen. Nein, sehen Sie, so geht das nicht. Das ist ein großer Irrtum.
I: Aber Spanien erfüllt die Forderung der Terroristen ...
z.h.T.: Das ist doch Wortklauberei. Die Terroristen fordern den Abzug der spanischen Truppen. Deshalb haben sie Spanien den Krieg erklärt.
I: Ja wie um Himmels Willen soll sich Spanien denn nun verhalten?
z.h.T.: Spanien muß natürlich die Kriegserklärung der Terroristen mit einer eigenen Kriegserklärung kontern, und es muß seine Truppen im Irak ausbauen, um das Übel an der Wurzel zu packen.
I: Damit wäre ja - rein formell - die Kriegserklärung der Terroristen gerechtfertigt.
z.h.T.: Solange Spanien sich dem Kampf gegen den Terrorismus versagt, muß man mit weiteren Terroranschlägen rechnen.
I: Entschuldigen Sie, wenn ich hier einen sehr gewagten Einwand äußere, aber das klingt für mich so, als wäre der beste Weg, den Terror einzudämmen, daß man sich auf ihn einläßt und sich von der Kriegserklärung einer kleinen Gruppe von Fanatikern zu einer Politik verleiten läßt, die man für falsch erachtet. Was wollen denn diese Terroristen erreichen; ich meine, sie stellen ein Ultimatum zum Abzug der spanischen Truppen aus dem Irak, nachdem Spanien den Rückzug seiner Truppen aus dem Irak erklärt hat.
z.h.T.: Daran sieht man doch, welch einen Fehler die spanische Regierung macht. Wir sind uns doch hoffentlich einig, daß man den Forderungen von Terroristen nicht nachgeben darf.
I: Aber das Ultimatum wurde nach der Verkündung seiner Erfüllug ausgesprochen!
z.h.T.: Ich kann nur sagen, daß Spanien sein Schicksal geradezu herausfordert, wenn es glaubt, dem Ultimatum der Al Quaida begegnen zu können, indem es zuvor einseitig seinen Truppenabzug plant und ankündigt. Sie haben ja keine Ahnung, nach welch kranker Logik diese Terroristen handeln. Ich kann die spanische Regierung nur auffordern, ihre Truppen im Irak zu belassen, sonst muß das spanische Volk mit dem Schlimmsten rechnen. In dieser schweren Zeit ist kein Platz für Kriegsverweigerer!
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... was Wachstum und Arbeitsplätze schafft, sagt Hanns-Eberhard Schleyer. Und da es an Beidem gegenwärtig mangelt, schaut Herr Schleyer immer ernst, um nicht zu sagen: unzufrieden, drein.
H.-E. Schleyer:
Volker-Rühe-Lookalike am Sozialort Deutschland
Er und all die anderen Unzufriedendreinschauer sorgen sich um das Soziale. Damit rücken sie in gefährliche Nähe zum Sozialismus. Zum Globalsozialismus, um präzise zu sein. Und dies ist die Vision der Global-Sozialistischen Bewegung:
* Arbeitskräfte stehen ohne Einschränkung von Zeit, Ort und Bezahlung zur Verfügung
* Wer keine Arbeit hat, ist ein asoziales, volksfeindliches Element
* Kritiker sind Parteigänger des Terrorismus
* Die Sozialversicherungen müssen aufgelöst werden, um sie vor sich selbst zu schützen
* Die Gewerkschaften erfüllen ihren eigentlichen Zweck, indem sie Transporte Arbeitsfähiger in die - äh - Unternehmen organisieren
Eine gesunde Wirtschaft in einem gesunden Volkskörper. Wirtschaft gut, alles gut. Und wenn sie nicht gestorben sind, schauen sie immer noch unzufrieden drein.
H.-E. Schleyer:
Volker-Rühe-Lookalike am Sozialort Deutschland
Er und all die anderen Unzufriedendreinschauer sorgen sich um das Soziale. Damit rücken sie in gefährliche Nähe zum Sozialismus. Zum Globalsozialismus, um präzise zu sein. Und dies ist die Vision der Global-Sozialistischen Bewegung:
* Arbeitskräfte stehen ohne Einschränkung von Zeit, Ort und Bezahlung zur Verfügung
* Wer keine Arbeit hat, ist ein asoziales, volksfeindliches Element
* Kritiker sind Parteigänger des Terrorismus
* Die Sozialversicherungen müssen aufgelöst werden, um sie vor sich selbst zu schützen
* Die Gewerkschaften erfüllen ihren eigentlichen Zweck, indem sie Transporte Arbeitsfähiger in die - äh - Unternehmen organisieren
Eine gesunde Wirtschaft in einem gesunden Volkskörper. Wirtschaft gut, alles gut. Und wenn sie nicht gestorben sind, schauen sie immer noch unzufrieden drein.
Dicki - am Di, 06. April 2004, 0:55 - Rubrik: deutsche kenneweiss
Dicki - am So, 04. April 2004, 0:36 - Rubrik: Musik und so weiter
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