Das iranische Volk hat gewählt und sich für - einen Ultrakonservativen entschieden? Der sich unter anderem Wohlstand für die vielen Armen zum Ziel gesetzt hat? Der in einer Mietwohnung lebt und ein uraltes Auto fährt? Also bitteschön, diese Wahl muß doch getürkt worden sein. Getürkt - gepersert, weiß ich jetzt auch nicht. Jedenfalls muß etwas geschehen, so geht das nicht. Ich greife zum roten Telefon. Es dauert, dauert - naja, lange Leitung - dauert, und dann:
"Hello, Mister Pressident, zis isse truh Dicki. Se nuh Hitler hess äppiehrd in Iran. Wudd ju pliehs schock end oah Teheran ä liddl end frieh se iräniän eu - ammm - piehpel, asap?"
[Hallo, Herr Präsident, hier ist der wahre Dicki. Der neue Hitler ist im Iran hochgepoppt. Würdest du Teheran ein bißchen shocken und awen und das iranische Ö - äh - Volk befreien, und zwar dalli?]
Nachher macht der Mahmud Ahmadinedschad (äh, wie das schon klingt, so ausländisch) noch ernst und die Leute sind mit ihm zufrieden. Wo leben wir denn!
"Hello, Mister Pressident, zis isse truh Dicki. Se nuh Hitler hess äppiehrd in Iran. Wudd ju pliehs schock end oah Teheran ä liddl end frieh se iräniän eu - ammm - piehpel, asap?"
[Hallo, Herr Präsident, hier ist der wahre Dicki. Der neue Hitler ist im Iran hochgepoppt. Würdest du Teheran ein bißchen shocken und awen und das iranische Ö - äh - Volk befreien, und zwar dalli?]
Nachher macht der Mahmud Ahmadinedschad (äh, wie das schon klingt, so ausländisch) noch ernst und die Leute sind mit ihm zufrieden. Wo leben wir denn!
Dicki - am So, 26. Juni 2005, 20:40 - Rubrik: zickezacke
Ich sehe sie - mindestens ab und zu - gerne an: die Mädchen und Frauen in ihrer körperbetonten Sommerkleidung. Schlimm sind allerdings die Drallen, wenn sie sich in Hosen und Shirts von zwei und mehr Nummern Untergröße zwängen, aber auch die Dreisten, die stoffarm alles hervorkehren, was Männer anmachen könnte. Unzweifelhaft sprechen aber auch die Dezenteren die neue Mitte an, und jene sich für vernünftig Haltenden irren, die da sagen, mann müsse eben trotzdem den Menschen in der Frau sehen - ja, ihr Lieben, wie, wenn die Frauen in ihrem Äußeren das Sexuelle so eindeutig betonen.
Diese Frauen ahmen nur schäfig das Frauenbild der Werbung nach und ziehen sich für Männeraugen an - und die Männeraugen sehen, was sie sehen wollen und sollen. Meine Augen aber zwinkern, wenn ich sie (die Frauen, nicht die Männeraugen) so einladend herumschlenkern sehe (allerdings sehe ich auch manche unsicher, einige völlig mißmutig ihren Körper feilbieten); zwinkern über sie wie über meine eigene Empfänglichkeit für den ewigen Lockruf der Natur.
Und gerade mußte ich lachen: von meinem Balkon beobachtete ich zwei junge Deerns in blue-en Jeans und weißen Tops - die eine blond, die andere schwarz - über die kleine Kreuzung zweier Nebenstraßen eiern, im Disput über die richtige Straßenseite miteinander kakelnd, mehrfach aneinanderprallend und offenbar strunzhacke. Aber hübsch.
Und der Schweiß perlt heute nacht stärker als das Bier, au-haue-ha. Ob das wohl noch vor dem Morgengrauen abkühlt hier? Am Nachmittag hatte ein Freund mir den Tip gegeben, die Badewanne mit einer Lage kalten Wassers zu füllen, das soll die Temperatur in der Wohnung merklich senken. Scheint mir logisch zu sein, aber ich spare diese Maßnahme für noch höhere Temperaturen auf. Wer weiß, was dieser Sommer, der so erfreulich sommerlich beginnt, noch alles bringt. Kaltes Wasser ist für vieles gut.
Diese Frauen ahmen nur schäfig das Frauenbild der Werbung nach und ziehen sich für Männeraugen an - und die Männeraugen sehen, was sie sehen wollen und sollen. Meine Augen aber zwinkern, wenn ich sie (die Frauen, nicht die Männeraugen) so einladend herumschlenkern sehe (allerdings sehe ich auch manche unsicher, einige völlig mißmutig ihren Körper feilbieten); zwinkern über sie wie über meine eigene Empfänglichkeit für den ewigen Lockruf der Natur.
Und gerade mußte ich lachen: von meinem Balkon beobachtete ich zwei junge Deerns in blue-en Jeans und weißen Tops - die eine blond, die andere schwarz - über die kleine Kreuzung zweier Nebenstraßen eiern, im Disput über die richtige Straßenseite miteinander kakelnd, mehrfach aneinanderprallend und offenbar strunzhacke. Aber hübsch.
Und der Schweiß perlt heute nacht stärker als das Bier, au-haue-ha. Ob das wohl noch vor dem Morgengrauen abkühlt hier? Am Nachmittag hatte ein Freund mir den Tip gegeben, die Badewanne mit einer Lage kalten Wassers zu füllen, das soll die Temperatur in der Wohnung merklich senken. Scheint mir logisch zu sein, aber ich spare diese Maßnahme für noch höhere Temperaturen auf. Wer weiß, was dieser Sommer, der so erfreulich sommerlich beginnt, noch alles bringt. Kaltes Wasser ist für vieles gut.
Dicki - am Sa, 25. Juni 2005, 0:26 - Rubrik: in eigener Sache
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- aber nicht nur dieses - ist Stürmer-Stil, sage ich zuspitzend, ohne für oder gegen Peter Handke, von dem ich nie ein Wort gelesen habe, Partei ergreifen zu wollen. SpOn redet der öffentlichen Hetze das Wort.
Weshalb ich zuspitze? Weil wir diesen Ton in Deutschland schon hatten. Das klang zum Beispiel so:
Gestrig klang auch das sogenannte Konzert jener sechs Comedian Harmonists. Die plärrende Jazztechnik, mit der sie einst große Erfolge hatten, bietet uns heute keine Reize mehr.- Diesem Sextett geht ein übertriebener Ruf voraus. Auf Schallplatten und im Rundfunk gefallen sie; treten sie aber persönlich auf, so ist die Enttäuschung nicht gering. Sie erlauben sich zu viele Mätzchen uns sind auch allzu selbstbewußt. Viel Krampf und wenig Leistung: So dürfen wir wohl die Ausbeute des Abends nennen. Für eine beträchtliche Weile haben wir genug von dieser Speise! [klingt harmlos? Im Ernst? Also noch ein paar Sätze] - Nur durch einmütige und unzweideutige Ablehnung kann gewissen Theater- und Konzertdirektionen, die jetzt in ihrem Schaufenster einen Arier stehen haben, sonst aber weiterhin nach ihren jüdischen Grundsätzen mit Kunst handeln, eindringlichst beigebracht werden, daß sie den Geist der neuen Zeit noch immer nicht begriffen haben und darum möglichst plötzlich - abzutreten haben! (Artikel im "Fridericus" auf dem Höhepunkt einer Kampagne, mit der die Comedian Harmonists 1933/34 von deutschen Bühnen vertrieben werden sollten und der Kunstbetrieb arisiert.)
Ich weiß, es geht gar nicht so sehr um Handke selbst, sondern um jeden Widerspruch gegen publizierte Dogmen, darauf zielt Claus Christian Malzahn, Verfasser der Schmähung und Verunglimpfung.
Was aber sind die Unterschiede? (Zutreffendes bitte ankreuzen)
1) Die alte neue Zeit ist nicht die neue neue Zeit
2) Peter Handke ist nicht die Comedian Harmonists
3) Die Comedian Harmonists sind nicht Peter Handke
4) Milosevic ist nicht Hitler
5) Den Haag ist nicht Nürnberg
6) Schön ist es auf der Welt zu sein
7) Sagt die Biene zu dem Stachelschwein
8) Wo Demokratie drauf steht, ist auch Demokratie drin
Weshalb ich zuspitze? Weil wir diesen Ton in Deutschland schon hatten. Das klang zum Beispiel so:
Gestrig klang auch das sogenannte Konzert jener sechs Comedian Harmonists. Die plärrende Jazztechnik, mit der sie einst große Erfolge hatten, bietet uns heute keine Reize mehr.- Diesem Sextett geht ein übertriebener Ruf voraus. Auf Schallplatten und im Rundfunk gefallen sie; treten sie aber persönlich auf, so ist die Enttäuschung nicht gering. Sie erlauben sich zu viele Mätzchen uns sind auch allzu selbstbewußt. Viel Krampf und wenig Leistung: So dürfen wir wohl die Ausbeute des Abends nennen. Für eine beträchtliche Weile haben wir genug von dieser Speise! [klingt harmlos? Im Ernst? Also noch ein paar Sätze] - Nur durch einmütige und unzweideutige Ablehnung kann gewissen Theater- und Konzertdirektionen, die jetzt in ihrem Schaufenster einen Arier stehen haben, sonst aber weiterhin nach ihren jüdischen Grundsätzen mit Kunst handeln, eindringlichst beigebracht werden, daß sie den Geist der neuen Zeit noch immer nicht begriffen haben und darum möglichst plötzlich - abzutreten haben! (Artikel im "Fridericus" auf dem Höhepunkt einer Kampagne, mit der die Comedian Harmonists 1933/34 von deutschen Bühnen vertrieben werden sollten und der Kunstbetrieb arisiert.)
Ich weiß, es geht gar nicht so sehr um Handke selbst, sondern um jeden Widerspruch gegen publizierte Dogmen, darauf zielt Claus Christian Malzahn, Verfasser der Schmähung und Verunglimpfung.
Was aber sind die Unterschiede? (Zutreffendes bitte ankreuzen)
1) Die alte neue Zeit ist nicht die neue neue Zeit
2) Peter Handke ist nicht die Comedian Harmonists
3) Die Comedian Harmonists sind nicht Peter Handke
4) Milosevic ist nicht Hitler
5) Den Haag ist nicht Nürnberg
6) Schön ist es auf der Welt zu sein
7) Sagt die Biene zu dem Stachelschwein
8) Wo Demokratie drauf steht, ist auch Demokratie drin
Dicki - am Fr, 24. Juni 2005, 22:42 - Rubrik: zickezacke
Juristen entscheiden darüber, was Kunst ist und was nicht, und was Kunst darf - und das darf nicht sein. Deshalb

klick und lies

klick und lies
Dicki - am Fr, 24. Juni 2005, 21:28 - Rubrik: deutsche kenneweiss
noch darauf hinweisen, daß Katja Bogdanski zwar Dicki war, aber nicht mehr ist, und das ist wahr. Unwahr sind hingegen Gerüchte, Loriot habe damals ganz Norddeutschland nach mir absuchen lassen.
Dicki - am Mi, 22. Juni 2005, 20:26 - Rubrik: in eigener Sache
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Och ist das schön! Jetzt versprechen uns die Perteien allesamt blühende Landschaften, jederzeit und überall. Und die Wirtschaft setzt noch eins drauf: eine Erleichterung bei den Lohnnebenkosten wird mittelfristig 2,1 Millionen Arbeitsplätze entstehen lassen. Dazu noch die 2 Millionen, die uns Hartz und Gerster vor 2 Jahren versprochen haben, das sind schon 4,1 Millionen neue Jobs. Und außerdem sollte es dafür den Friedenspreis der deutschen Buchhaltung geben.
So. Und nun laß uns mal Nägel mit Köpfen machen. Wenn wir alle (halt halt halt: nur alle Arbeitnehmer und Arbeitslosen) auf ein Monatseinkommen verzichten, Urlaub generell gestrichen wird und dem jeweiligen Unternehmen eine Entschädigung im Krankheitsfalle zu zahlen ist, dann werden wir in kürze die gesamte erwerbstätige Bevölkerung derOstblock Osterweiterung bei uns haben, soviele neue Stellen werden geschaffen. Wetten?
So. Und nun laß uns mal Nägel mit Köpfen machen. Wenn wir alle (halt halt halt: nur alle Arbeitnehmer und Arbeitslosen) auf ein Monatseinkommen verzichten, Urlaub generell gestrichen wird und dem jeweiligen Unternehmen eine Entschädigung im Krankheitsfalle zu zahlen ist, dann werden wir in kürze die gesamte erwerbstätige Bevölkerung der
Dicki - am Mi, 22. Juni 2005, 20:22 - Rubrik: zickezacke
wäre eine gute Überschrift für das dreiteilige Interview mit Joachim C. Fest gewesen, doch SpOn hat sich für das reißerische "Ist Reich-Ranicki noch bei Trost?" entschieden und eine geradezu inquisitorische Befragung durchgeführt, der Fest aber locker widerstanden hat ohne unhöflich zu werden; ein Charakter eben. Ein Beispiel für den Stil des - hmnja - Gesprächs:
SPIEGEL: Das klingt so, als wollten Sie Hitlers Diktatur moralisch nicht verurteilen?
Fest: Das "Dritte Reich" hat mir moralisch nichts zu sagen. Dass man Menschen nicht grundlos einsperren und schon gar nicht totschlagen darf, sind Selbstverständlichkeiten. Geht es Ihnen anders? Das "Dritte Reich" hat mir politisch etwas zu sagen. Und es hat mir zu sagen, dass das hochherzige Menschenbild der Aufklärung falsch war.
SPIEGEL: Das klingt so, als wollten Sie Hitlers Diktatur moralisch nicht verurteilen?
Fest: Das "Dritte Reich" hat mir moralisch nichts zu sagen. Dass man Menschen nicht grundlos einsperren und schon gar nicht totschlagen darf, sind Selbstverständlichkeiten. Geht es Ihnen anders? Das "Dritte Reich" hat mir politisch etwas zu sagen. Und es hat mir zu sagen, dass das hochherzige Menschenbild der Aufklärung falsch war.
Dicki - am Di, 21. Juni 2005, 22:54 - Rubrik: deutsche kenneweiss
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