und sogar den schwierigeren Kant, aber diese Philosophen konnten sich auch verständlich machen. Hingegen habe ich den Verdacht, daß jene Intellektuellen, bei denen Wortgeklingel im Vordergrund steht, dahinter ihren Mangel an Gedanken verbergen. Das philosophische Quartett eines gewissen Peter Sloterdijk hatte ich einmal in Dicki-Manier verspottet (ohne mich auf philosophisches Glatteis zu begeben; Schuster, bleib bei deinem Leisten). Daß aber der omnipräsente Sloterdijk einen geistigen Offenbarungseid leisten würde, hatte ich bestimmt nicht erwartet. Schon im Titel "Die Revolution der gebenden Hand" erscheint die ganze Dummheit, denn nach seinem eigenen Bekunden gibt die gebende Hand (die vermögende Elite) nicht, sondern wird zu geben gezwungen. Der Sozialstaat ist das Instrument der Neider und Verlierer, vom selbstverdienten Vermögen der Besitzenden zu zehren und ihnen Schuldgefühle zu machen: arme, beschämte Elite! Während die unproduktiven Arbeiter und Angestellten ein unbeschwertes Leben führen, von den arbeitslos Gemachten ganz zu schweigen. Gegen diese Ungerechtigkeit soll sich die Elite erheben und in den Steuerstreik treten.
Haha! Das tut sie doch seit Jahren, Herr Sloterdijk, mit wachsendem Erfolg; die Neider und Verlierer müssen sogar noch den Spieltrieb der Elite gegenfinanzieren. - Philosophie fußt auf der Wirklichkeit, gewinnt Erkenntnisse aus ihr und hat Gedanken über sie, die sich nicht nur mit dem Materiellem befassen. Für einen Aufsteiger, der einfach nichts abgeben will, hat diese Fakultät keine Säule frei. Lassen Sie sich auf einer Müllhalde feiern, Herr Sloterdijk, sich und Ihren Revoluzzer-Schnauzbart.
Haha! Das tut sie doch seit Jahren, Herr Sloterdijk, mit wachsendem Erfolg; die Neider und Verlierer müssen sogar noch den Spieltrieb der Elite gegenfinanzieren. - Philosophie fußt auf der Wirklichkeit, gewinnt Erkenntnisse aus ihr und hat Gedanken über sie, die sich nicht nur mit dem Materiellem befassen. Für einen Aufsteiger, der einfach nichts abgeben will, hat diese Fakultät keine Säule frei. Lassen Sie sich auf einer Müllhalde feiern, Herr Sloterdijk, sich und Ihren Revoluzzer-Schnauzbart.
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Unlängst erfuhr ich, daß Frau Schwarzer vor dreißig Jahren sagte, es sei besser, von Frau Thatcher als von Herrn Thatcher regiert zu werden, womit Frau Schwarzers Einstellung zu Angela Merkel für mich erklärlich wird. Doch verstehe ich wirklich nicht, weshalb es besser sein soll, von einer Frau, die Herrschaftspolitik betreibt, regiert zu werden als von einem Mann mit der selben Einstellung, es sei denn, die EMMA respektive Frau Schwarzer begleitete dies mit geharnischten Kommentaren über die Willfährigkeit und den Opportunismus vieler Frauen, insbesondere solcher, die es zur Macht drängt.
Leider ist das Gegenteil der Fall: da es besser ist, wenn Frauen an der Regierung sind, wird überhaupt nicht mehr nach dem Inhalt der Politik gefragt. Konsequent wird die Piratenpartei, deren Verdienst es im Wahlkampf war, sich gegen jede Zensur zu wenden, als "Pascha des Monats" ausgerufen, weil - ja, es wird wirklich dieser Grund genannt - weil die Mitglieder der Piratenpartei zu 97 Prozent Männer sind und sie von 13 Prozent der jungen Männer gewählt wurde. Ebenso konsequent, daß Frau Merkel den jungen Frauen als Identifikationsfigur hingestellt wird ("Liebe Mädchen, so werdet ihr Kanzlerin"), weil aber Frau Merkel die Liebedienerin finanzstarker Interessenten im Hintergrund ist und die ranghöchste Schönrednerin der planmäßigen Entsolidarisierung unserer Gesellschaft, wird auch die Blume Emanzipation verwelken. Frau Schwarzer ist intelligent genug, die Zusammenhänge erkennen zu können, aber sie ist auf diesem Auge blind; lieber indentifiziert sie sich mit der - scheinbar - starken Frau Merkel. War es das, ist das der Schlußpunkt der von den 68ern begonnenen neuen Frauenbewegung? Ist die EMMA zukünftig ein frauenbewegtes "Goldenes Blatt"? Alice, öffne deine Augen, du hast einen schlechten Traum!
Leider ist das Gegenteil der Fall: da es besser ist, wenn Frauen an der Regierung sind, wird überhaupt nicht mehr nach dem Inhalt der Politik gefragt. Konsequent wird die Piratenpartei, deren Verdienst es im Wahlkampf war, sich gegen jede Zensur zu wenden, als "Pascha des Monats" ausgerufen, weil - ja, es wird wirklich dieser Grund genannt - weil die Mitglieder der Piratenpartei zu 97 Prozent Männer sind und sie von 13 Prozent der jungen Männer gewählt wurde. Ebenso konsequent, daß Frau Merkel den jungen Frauen als Identifikationsfigur hingestellt wird ("Liebe Mädchen, so werdet ihr Kanzlerin"), weil aber Frau Merkel die Liebedienerin finanzstarker Interessenten im Hintergrund ist und die ranghöchste Schönrednerin der planmäßigen Entsolidarisierung unserer Gesellschaft, wird auch die Blume Emanzipation verwelken. Frau Schwarzer ist intelligent genug, die Zusammenhänge erkennen zu können, aber sie ist auf diesem Auge blind; lieber indentifiziert sie sich mit der - scheinbar - starken Frau Merkel. War es das, ist das der Schlußpunkt der von den 68ern begonnenen neuen Frauenbewegung? Ist die EMMA zukünftig ein frauenbewegtes "Goldenes Blatt"? Alice, öffne deine Augen, du hast einen schlechten Traum!
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heißt es in Hamburg (worauf als Antwort Morsmors! gerufen wird), und was mag man dort wohl von der schwarz-gelben Regierung halten? Insofern Hamburg eine der deutschen Städte mit der größten Millionärsdichte ist und insofern dies Neureiche sind, wird man es wohl zufrieden sein. Hamburg, traditionell die größte und reichste der drei überlebenden Schwestern des einst mächtigen Hansebundes, der die Küsten von Nord- und Ostsee umfasste, aber auch ins Binnenland reichte und beispielsweise Köln zu seinen Mitgliedern zählte. Wie mag man in Köln über die Biene Angela denken, und wie über EMMA, die dort im Medienturm thront und mit Angela schmust, als sei sie eine frauenbewegte Schwester und nicht bloß Stimme und Gesicht der neuen HERRschaftsverhältnisse in Deustchland; Kanzelerin eines Kabinetts, in dem sich Brüderle und Schwesterle zur harmonischen Familie der Menschenverächter vereint haben?
Ach, Hamburg, ich habe es dir nie verziehen, daß du Klaus Störtebekker und seine Likedeelers gehetzt, gefangen und geköpft hast; Störtebekker, der den Pfeffersäcken nahm, was sie - Reichtum kommt nicht von ungefähr - anderen genommen hatten. Wiewohl er auf seine Art auch Kaufmann gewesen ist, nur mit einem anderen Geschätsprinzip - seinen Mitstreitern hat er gegeben, die Bedürftigen hatten wenig davon. Doch gab es in den Hansestädten im Zuge der Aufklärung eine starke Strömung, die alle Bürger der Stadt am Reichtum teilhaben lassen wollte, und so wurden Armenhäuser, Waisenhäuser, Parks und vielerlei mehr gestiftet, und siehe, es blieb den Reichen genügend, um prunkvolle Landsitze zu errichten und im Luxus zu leben. Für manch alteingesessene Familie ist das ehrbare Tradition, den Neureichen ist es ein Dorn im Auge, denn Ideal und Business vertragen sich nicht; das wußte Rot-Grün, und das weiß auch Schwarz-Gelb. So leben wir denn in einer politisch korrekten Diktatur, die ihre Unmenschlichkeit mit einer Fassade von Freiheit und Demokratie zu kaschieren sucht. Aber wehe, du willst Freiheit und Demokratie in Anspruch nehmen, wenn dem ein Interesse des Business entgegensteht. Hummelhummel? Am Arsch!
Ach, Hamburg, ich habe es dir nie verziehen, daß du Klaus Störtebekker und seine Likedeelers gehetzt, gefangen und geköpft hast; Störtebekker, der den Pfeffersäcken nahm, was sie - Reichtum kommt nicht von ungefähr - anderen genommen hatten. Wiewohl er auf seine Art auch Kaufmann gewesen ist, nur mit einem anderen Geschätsprinzip - seinen Mitstreitern hat er gegeben, die Bedürftigen hatten wenig davon. Doch gab es in den Hansestädten im Zuge der Aufklärung eine starke Strömung, die alle Bürger der Stadt am Reichtum teilhaben lassen wollte, und so wurden Armenhäuser, Waisenhäuser, Parks und vielerlei mehr gestiftet, und siehe, es blieb den Reichen genügend, um prunkvolle Landsitze zu errichten und im Luxus zu leben. Für manch alteingesessene Familie ist das ehrbare Tradition, den Neureichen ist es ein Dorn im Auge, denn Ideal und Business vertragen sich nicht; das wußte Rot-Grün, und das weiß auch Schwarz-Gelb. So leben wir denn in einer politisch korrekten Diktatur, die ihre Unmenschlichkeit mit einer Fassade von Freiheit und Demokratie zu kaschieren sucht. Aber wehe, du willst Freiheit und Demokratie in Anspruch nehmen, wenn dem ein Interesse des Business entgegensteht. Hummelhummel? Am Arsch!
Dicki - am Sa, 31. Oktober 2009, 23:10 - Rubrik: Nachtgesaenge
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Radioreporter: Wir stehen hier am Rand der ersten bundesdeutschen Schornsteinfegerdemonstration, einer eindrucksvollen Prozession, möchte ich fast sagen, die Demonstranten alle in Schwarz gekleidet, einen Zylinderhut auf dem Kopf, die Gesichter rußverschmiert. Fragen wir doch einfach mal - äh, hallo Sie!
Demonstrant: Wer - ich?
Radioreporter: Ja, genau. Worum geht es denn eigentlich?
Demonstrant: Na, zunächst mal um Respekt im Allgemeinen. Wir finden das gar nicht so angenehm, wenn Wildfremde auf uns zustürzen, um uns die Hand zu schütteln oder über unsere Schulter zu spucken. Ich meine, da sind doch Glücksschweine noch besser dran!
Radioreporter: Ich kann durchaus ihre Gefühle verstehen, aber sollte da nicht ein sinnvoller Kompromiß - also, ich meine, die Menschen haben doch ein gewisses Anrecht darauf, daß Schornsteinfeger ihnen Glück bringen, wenn man nun das Gespucke sein ließe, meinen Sie nicht, daß ...
Demonstrant: Ja sicher. Aber so einfach ist die Situation eben nicht.
Radioreporter: Wie meinen Sie das?
Demonstrant: Na, die neue Regierung hatte doch nichts Besseres zu tun, als im Koalitionsvertrag die Schornsteinfeger als Glücksbringer zwangszuverpflichten, ich zitiere: "In dieser für uns Alle so schweren Zeit brauchen die Menschen vermehrt einen Glauben und eine Hoffnung. Die Schornsteinfeger sind in besonderem Maße" und so weiter und so weiter. Da können wir noch von Glück sagen, daß wir keine Erfolgsquoten zu erfüllen haben, wie dies Herr Reblaus, äh Raubzug, nee Sauburg äh nee äh nee, verflixt ...
Radioreporter: Sie meinen Herrn Minister Seefort?
Demonstrant: Ach genau. Wie das der Seefort gefordert hat.
Radioreporter: Gewiß, gewiß. Aber wenn Sie an die Unterprivilegierten denken, denen zwischen Hartz und Fernsehen keine Perspektive geblieben ist, ob Sie da nicht doch ein wenig - ein ganz klein wenig nur - Glück bringen sollten?
Demonstrant: Herr -
Radioreporter: Fragmich.
Demonstrant: Tu ich doch.
Radioreporter: Fragmich, das ist mein Name.
Demonstrant: Herr Fragnich, glauben Sie an den Weihnachtsmann?
Radioreporter: Nein, woher denn!
Demonstrant: Eben. Tschüssikowski.
Radioreporter: Hä? Wieso "eben"? - So ein Dreckschwein, den müßte man ...
Demonstrant: Wer - ich?
Radioreporter: Ja, genau. Worum geht es denn eigentlich?
Demonstrant: Na, zunächst mal um Respekt im Allgemeinen. Wir finden das gar nicht so angenehm, wenn Wildfremde auf uns zustürzen, um uns die Hand zu schütteln oder über unsere Schulter zu spucken. Ich meine, da sind doch Glücksschweine noch besser dran!
Radioreporter: Ich kann durchaus ihre Gefühle verstehen, aber sollte da nicht ein sinnvoller Kompromiß - also, ich meine, die Menschen haben doch ein gewisses Anrecht darauf, daß Schornsteinfeger ihnen Glück bringen, wenn man nun das Gespucke sein ließe, meinen Sie nicht, daß ...
Demonstrant: Ja sicher. Aber so einfach ist die Situation eben nicht.
Radioreporter: Wie meinen Sie das?
Demonstrant: Na, die neue Regierung hatte doch nichts Besseres zu tun, als im Koalitionsvertrag die Schornsteinfeger als Glücksbringer zwangszuverpflichten, ich zitiere: "In dieser für uns Alle so schweren Zeit brauchen die Menschen vermehrt einen Glauben und eine Hoffnung. Die Schornsteinfeger sind in besonderem Maße" und so weiter und so weiter. Da können wir noch von Glück sagen, daß wir keine Erfolgsquoten zu erfüllen haben, wie dies Herr Reblaus, äh Raubzug, nee Sauburg äh nee äh nee, verflixt ...
Radioreporter: Sie meinen Herrn Minister Seefort?
Demonstrant: Ach genau. Wie das der Seefort gefordert hat.
Radioreporter: Gewiß, gewiß. Aber wenn Sie an die Unterprivilegierten denken, denen zwischen Hartz und Fernsehen keine Perspektive geblieben ist, ob Sie da nicht doch ein wenig - ein ganz klein wenig nur - Glück bringen sollten?
Demonstrant: Herr -
Radioreporter: Fragmich.
Demonstrant: Tu ich doch.
Radioreporter: Fragmich, das ist mein Name.
Demonstrant: Herr Fragnich, glauben Sie an den Weihnachtsmann?
Radioreporter: Nein, woher denn!
Demonstrant: Eben. Tschüssikowski.
Radioreporter: Hä? Wieso "eben"? - So ein Dreckschwein, den müßte man ...
Dicki - am Do, 29. Oktober 2009, 17:16 - Rubrik: zickezacke
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Al-Qaidas Propagandaabteilung hat eine Rede von Osama Bin Laden zum Karikaturenstreit veröffentlicht. Propagandaabteilung? Dann ist Al-Qaida in Abteilungen gegliedert, wie ein, sagen wir mal, Geheimdienst?
Dieser Tage gehen zwei neue Betriebssysteme an den Start - Merkel 2.0 und Microsofts Windows 7. Der Vergleich zeigt: Wer Weinköniginnen am Geschmack erkennen kann, ist prädestiniert für das Weiter-so-Gewurschtel, Systemabstürze inklusive. Gute Beschreibung der Angela M. Wenn es doch nur endlich zum Systemabsturz käme, ich kann es gar nicht mehr erwarten. Oh, dann werde ich Peter Lichts "Lied vom Ende des Kapitalismus" in Endlosschleife spielen und auf der Straße tanzen!
Die EU schlägt Alarm: Die Brüsseler Kommission fürchtet die Folgen der Schweinegrippe. Das Virus sei unberechenbar - im schlimmsten Fall könnten sich bis zu 30 Prozent der Europäer anstecken. Der Wirtschaft drohten bei einer Massenerkrankung schwere Einbußen. Ja, so ein Virus ist unberechenbar, siehe die uns versprochenen Leichenberge: fallen aus wegen ist nicht. Worum es bei der Schweinegrippe geht, ist aber sehr wohl berechenbar und leicht auszurechnen. Und hier das Spiel zur Grippe.
Dieser Tage gehen zwei neue Betriebssysteme an den Start - Merkel 2.0 und Microsofts Windows 7. Der Vergleich zeigt: Wer Weinköniginnen am Geschmack erkennen kann, ist prädestiniert für das Weiter-so-Gewurschtel, Systemabstürze inklusive. Gute Beschreibung der Angela M. Wenn es doch nur endlich zum Systemabsturz käme, ich kann es gar nicht mehr erwarten. Oh, dann werde ich Peter Lichts "Lied vom Ende des Kapitalismus" in Endlosschleife spielen und auf der Straße tanzen!
Die EU schlägt Alarm: Die Brüsseler Kommission fürchtet die Folgen der Schweinegrippe. Das Virus sei unberechenbar - im schlimmsten Fall könnten sich bis zu 30 Prozent der Europäer anstecken. Der Wirtschaft drohten bei einer Massenerkrankung schwere Einbußen. Ja, so ein Virus ist unberechenbar, siehe die uns versprochenen Leichenberge: fallen aus wegen ist nicht. Worum es bei der Schweinegrippe geht, ist aber sehr wohl berechenbar und leicht auszurechnen. Und hier das Spiel zur Grippe.
Dicki - am Di, 27. Oktober 2009, 10:11 - Rubrik: aus aller Welt