Dicki verläßt das untergehende Abendland und wird Missionar auf dem Mars. Die dortigen Grünen wird man noch zu besseren Menschen machen können!
Selbstverständlich hat er sich vorher angemeldet.

Selbstverständlich hat er sich vorher angemeldet.

Dicki - am Do, 11. März 2004, 16:31 - Rubrik: in eigener Sache
(Protokoll der Sendung vom 8.3.2004 )
Dr. Schweldyk: In unserer heutigen Gesprächsrunde begrüße ich Dr.D.J.Rothglut vom Institut für angewandte Kalorimetrie in Darmstadt, guten Abend - ...
Dr. Rothglut: Ja.
Dr. Schweldyk: ... und Professor Hoogovens vom Gefrierbrand-Zentrum in Hoogeveen in den Niederlanden. Guten Abend.
Dr. Hoogovens: Chude Awend.
Dr. Schweldyk: Beginnen wir mit unserem Gast aus dem Nachbarland. Die Niederlande sind bei uns meist nur als das Land der Tulpen, des Käses und der Holland-Tomaten bekannt. Kaum einer weiß, daß in Ihrem Forschungszentrum in Hoogeveen wichtige Grundlagen der Wärme- äh, Verzeihung, der Kälte-Technik erarbeitet wurden und werden, ohne die beispielsweise zukünftige Mars-Missionen gar nicht möglich wären.
Dr. Hoogovens: Ssie ssagen het.

moderne Kältetechnik für den Marseinsatz
(Computersimulation)
Dr. Schweldyk: Aber Ihre Erkenntnisse kommen auch unmittelbar dem Leben auf der Erde zugute. Das von Ihnen geleitete Team führte die Konstante der Winter-Kaltenase in die Wärmegleichungen ein, ohne die es die im modernen Wohnungsbau übliche Thermo-Verblendung nicht gäbe.
Dr. Hoogovens: Sso is het.
Dr. Schweldyk: Ich danke für das Gespräch, Professor Hoogovens.
Dr. Hoogovens: Astüblieft.
Dr. Schweldyk: Herr Doktor Rothglut.
Dr. Rothglut: Ja.
Dr. Schweldyk: Wofür steht D.J. - sind sie auch als Discjockey tätig?
Dr. Rothglut: Hahaha, der ist gut. Neinnein, D wie Dieter und J wie Jens.
Dr. Schweldyk: Ach so. Äh - Sie widmen sich in Darmstadt eher den - wie soll ich sagen - menschlichen Aspekten der Thermodynamik.
Dr. Rothglut: Ja.
Dr. Schweldyk: Da heutzutage immer mehr Menschen zum schnell bereiteten, aber schwerverdaulichen Fastfood greifen, haben Sie es sich zur Aufgabe gesetzt, einen Speisezusatz zu entwickeln, der der Natur besser zu Ihrem Recht verhilft. Kann man das so ausdrücken?
Dr. Rothglut: Ja. Seit vielen Jahren wird ein Produkt angepriesen ...
Dr. Schweldyk: ... dessen Namen wir hier nicht nennen wollen ...
Dr. Rothglut: ... das angeblich den Magen aufräumt. Haben Sie das einmal eingenommen?
Dr. Schweldyk: Gottbewahre, nein.
Dr. Rothglut. Es geht eher um ein Ausräumen, denn um ein Aufräumen, hähähä.
veraltete Verdauungstechnik für den Mageneinsatz
Dr. Schweldyk: Wir wollen aber das Produkt nicht unnötig schlechtreden, es wirkt immerhin.
Dr. Rothglut: Oh, das tut es, das tut es. Nun, unser Speisezusatz wird im Zusammenspiel mit fastfoodüblichen Inhaltsstoffen die Mikroflora aktivieren und - Sie verstehen. Für Nahrungsprodukte mit unserem Zusatz streben wir eine Qualitätsgarantie an, wie sie beispielsweise für Tomaten gerade Standard wird, denken Sie nur an den Aufdruck "garantiert aromatisch".
geplant: der braune Umwelt-Engel
Dr. Schweldyk: Der von Ihnen geplante Aufdruck soll "garantiert biologisch abbaubar" lauten, soviel will ich unseren Zuschauern schon einmal verraten, da wir nun leider eine Unterbrechung machen müssen. In unserem heutigen Werbeblock sehen Sie interessante Produkt-Kurzfilme zu den Themen 'Gemütliches Beisammensein in der Imbißkette', 'Eiswürfel in Dinoform' und 'Schutzcreme gegen Gefrierbrand'. Gute Unterhaltung und bis gleich.
Dr. Schweldyk: In unserer heutigen Gesprächsrunde begrüße ich Dr.D.J.Rothglut vom Institut für angewandte Kalorimetrie in Darmstadt, guten Abend - ...
Dr. Rothglut: Ja.
Dr. Schweldyk: ... und Professor Hoogovens vom Gefrierbrand-Zentrum in Hoogeveen in den Niederlanden. Guten Abend.
Dr. Hoogovens: Chude Awend.
Dr. Schweldyk: Beginnen wir mit unserem Gast aus dem Nachbarland. Die Niederlande sind bei uns meist nur als das Land der Tulpen, des Käses und der Holland-Tomaten bekannt. Kaum einer weiß, daß in Ihrem Forschungszentrum in Hoogeveen wichtige Grundlagen der Wärme- äh, Verzeihung, der Kälte-Technik erarbeitet wurden und werden, ohne die beispielsweise zukünftige Mars-Missionen gar nicht möglich wären.
Dr. Hoogovens: Ssie ssagen het.

Dr. Schweldyk: Aber Ihre Erkenntnisse kommen auch unmittelbar dem Leben auf der Erde zugute. Das von Ihnen geleitete Team führte die Konstante der Winter-Kaltenase in die Wärmegleichungen ein, ohne die es die im modernen Wohnungsbau übliche Thermo-Verblendung nicht gäbe.
Dr. Hoogovens: Sso is het.
Dr. Schweldyk: Ich danke für das Gespräch, Professor Hoogovens.
Dr. Hoogovens: Astüblieft.
Dr. Schweldyk: Herr Doktor Rothglut.
Dr. Rothglut: Ja.
Dr. Schweldyk: Wofür steht D.J. - sind sie auch als Discjockey tätig?
Dr. Rothglut: Hahaha, der ist gut. Neinnein, D wie Dieter und J wie Jens.
Dr. Schweldyk: Ach so. Äh - Sie widmen sich in Darmstadt eher den - wie soll ich sagen - menschlichen Aspekten der Thermodynamik.
Dr. Rothglut: Ja.
Dr. Schweldyk: Da heutzutage immer mehr Menschen zum schnell bereiteten, aber schwerverdaulichen Fastfood greifen, haben Sie es sich zur Aufgabe gesetzt, einen Speisezusatz zu entwickeln, der der Natur besser zu Ihrem Recht verhilft. Kann man das so ausdrücken?
Dr. Rothglut: Ja. Seit vielen Jahren wird ein Produkt angepriesen ...
Dr. Schweldyk: ... dessen Namen wir hier nicht nennen wollen ...
Dr. Rothglut: ... das angeblich den Magen aufräumt. Haben Sie das einmal eingenommen?
Dr. Schweldyk: Gottbewahre, nein.
Dr. Rothglut. Es geht eher um ein Ausräumen, denn um ein Aufräumen, hähähä.

Dr. Schweldyk: Wir wollen aber das Produkt nicht unnötig schlechtreden, es wirkt immerhin.
Dr. Rothglut: Oh, das tut es, das tut es. Nun, unser Speisezusatz wird im Zusammenspiel mit fastfoodüblichen Inhaltsstoffen die Mikroflora aktivieren und - Sie verstehen. Für Nahrungsprodukte mit unserem Zusatz streben wir eine Qualitätsgarantie an, wie sie beispielsweise für Tomaten gerade Standard wird, denken Sie nur an den Aufdruck "garantiert aromatisch".

Dr. Schweldyk: Der von Ihnen geplante Aufdruck soll "garantiert biologisch abbaubar" lauten, soviel will ich unseren Zuschauern schon einmal verraten, da wir nun leider eine Unterbrechung machen müssen. In unserem heutigen Werbeblock sehen Sie interessante Produkt-Kurzfilme zu den Themen 'Gemütliches Beisammensein in der Imbißkette', 'Eiswürfel in Dinoform' und 'Schutzcreme gegen Gefrierbrand'. Gute Unterhaltung und bis gleich.
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Während ich mal wieder denke, daß einem der Euro beim Verdienen als doppelte D-Mark angedreht wird, beim Ausgeben aber nicht viel mehr wert ist als die einfache Mark, braut sich ganz anderes Unheil zusammen. Was muß ich da lesen: "Mün-zeinheit". Manche Leute werden die Grausamkeit falscher Trennung erst begreifen, wenn man sie vierteilt.
Und dann: Interviews. Der lange Henning wird zitiert: "Ich drängle mich nicht auf". Und Herr Köhler, unser demnächst-Bundespräsident, wird auch zitiert: "Deutschland steckt jetzt tief in einer Nabelschau". Der hat wohl zu tief in seinen Nabel geschaut.
Der Red Nose Day (Pappnasentag?) blieb mir dank eines defekten Fernsehers erspart, bis ich davon bei Semmelmann las. Gleich im Netz gesucht und auch noch dies gefunden: "Die größte Choreo der Welt". Choreo für Choreographie - was soll das? Als Abkürzung taugt es nicht, als Verniedlichung greift es nicht - wer denkt sich solchen Mist aus? Deutschland verblödet. Das Fernsehen erhebt jeden Schwachsinn zur Potenz, und dann wundert man sich, daß die Schulkinder nicht mehr richtig lernen - bei den Vorbildern. Die Zeit ist reif für Dicki TV.
Und dann: Interviews. Der lange Henning wird zitiert: "Ich drängle mich nicht auf". Und Herr Köhler, unser demnächst-Bundespräsident, wird auch zitiert: "Deutschland steckt jetzt tief in einer Nabelschau". Der hat wohl zu tief in seinen Nabel geschaut.
Der Red Nose Day (Pappnasentag?) blieb mir dank eines defekten Fernsehers erspart, bis ich davon bei Semmelmann las. Gleich im Netz gesucht und auch noch dies gefunden: "Die größte Choreo der Welt". Choreo für Choreographie - was soll das? Als Abkürzung taugt es nicht, als Verniedlichung greift es nicht - wer denkt sich solchen Mist aus? Deutschland verblödet. Das Fernsehen erhebt jeden Schwachsinn zur Potenz, und dann wundert man sich, daß die Schulkinder nicht mehr richtig lernen - bei den Vorbildern. Die Zeit ist reif für Dicki TV.
Dicki - am Mo, 08. März 2004, 15:44 - Rubrik: zickezacke
Wie jeder normal Veranlagte habe auch ich Läden, die ich regelmäßig aufsuche, um den darin arbeitenden Menschen durch meinen Konsum ein Auskommen zu sichern. Beim SPAR-Markt an der Ecke hat das zwar nicht funktioniert, aber es genügt eben auch nicht, daß ein einzelner Käufer oder nur einige wenige Konsumenten ein Geschäft regelmäßig frequentieren.
"Mein" Tabakladen floriert gottlob noch. Man kennt mich dort sozusagen in der zweiten Besitzergeneration. Eine der beiden Verkäuferinnen - die sympathischerweise selbst auch rauchen - greift schon unaufgefordert zu meinen Lieblingsartikeln, sobald ich den Laden betrete, auch wenn ich eigentlich nur eine Zeitung erwerben möchte. Aus Höflichkeit kaufe ich dann meistens doch mein übliches Selbstdrehensemble.
Seit einiger Zeit beschäftigen sie eine Aushilfe, die nicht nur angenehm unschlank ist (jedoch nicht dick und gleich gar nicht fett), sondern zudem noch schöne Augen hat. Die macht aber auch schöne Augen! Es ist eine Dame im besten Alter aus Polen, wie ich unschwer am Akzent erkennen konnte. Dieser Akzent unterscheidet sich deutlich von dem anderer slawischer Länder, etwa dem ehemaligen Jugoslawien oder der ehemaligen Tschechoslowakei (Osteuropa ist voll von ehemaligen Teilrepubliken ehemaliger Staaten), aber die Unterschiede zu beschreiben fiele mir schwer; ich muß also leider den Beweis schuldig bleiben, obwohl ich meiner Sache vollkommen sicher bin.
Gestern (also Freitag) verließ diese polnische Dame mit den schönen Augen gerade das Geschäft, als ich eintrat - aber wie sah sie aus! Raubkatzengefleckte Jacke mit Pelzkragen, in ihrer Frisur jedes Haar einzeln gelegt und mit Spray fixiert, rotglänzende Lippen und dick Kajalstift um die Augen - und vermutlich noch Einiges mehr, das in der Kürze der Zeit nicht aufzufallen vermochte. Oh je, dachte ich, da könnte sie mir noch so schöne Augen machen, auf diesen Geschlechterkitsch falle ich nicht herein. Nirgends in Europa scheint der ausgeprägter zu sein als in Polen; nicht in Frankreich, dem Land der Parfums, und auch nicht in Italien, das ähnlich wie Polen katholisch geprägt ist. Solchen Kitsch mag ich nicht.
Wohl aber mag ich den Advent und alles, was dazugehört. So war ich denn am Samstag, als - am 6. März! - der Schnee vom Himmel rieselte wie früher in der Vorweihnachtszeit, völlig zufrieden, daß ich mein Tannenzweiglein noch nicht von der Wand gerissen hatte. Erfreut ruhte mein Blick mal auf dem kleinen Pinguin, mal auf dem hölzernen Schneemann, dem goldüberhauchten Bömmel und den unverzichtbaren Fliegenpilzen, die alle im mittlerweile knochentrockenen Grün Platz genommen haben. Das ist Kitsch, wie ich ihn mag. Freundlich! Unschuldig!
Den allerschönsten Kitsch aber sah ich vor Jahren im Amsterdamer Kolonialmuseum. An der Wand einer nachgebildeten indischen Armenbehausung hing ein Shiva-Plakat, das mir den Atem nahm: solch freundliche Gottheit, solch fröhliche Kinder, solch harmonische Bonschenfarbigkeit hatte ich noch auf keiner Darstellung, gleich welcher Art, gesehen. Das war heile Welt ohne Falsch und Verlogenheit. - Höre ich da jemand murren? Nun freilich, um diesen Kitsch zu mögen, muß man eine Kinderseele sein.
"Mein" Tabakladen floriert gottlob noch. Man kennt mich dort sozusagen in der zweiten Besitzergeneration. Eine der beiden Verkäuferinnen - die sympathischerweise selbst auch rauchen - greift schon unaufgefordert zu meinen Lieblingsartikeln, sobald ich den Laden betrete, auch wenn ich eigentlich nur eine Zeitung erwerben möchte. Aus Höflichkeit kaufe ich dann meistens doch mein übliches Selbstdrehensemble.
Seit einiger Zeit beschäftigen sie eine Aushilfe, die nicht nur angenehm unschlank ist (jedoch nicht dick und gleich gar nicht fett), sondern zudem noch schöne Augen hat. Die macht aber auch schöne Augen! Es ist eine Dame im besten Alter aus Polen, wie ich unschwer am Akzent erkennen konnte. Dieser Akzent unterscheidet sich deutlich von dem anderer slawischer Länder, etwa dem ehemaligen Jugoslawien oder der ehemaligen Tschechoslowakei (Osteuropa ist voll von ehemaligen Teilrepubliken ehemaliger Staaten), aber die Unterschiede zu beschreiben fiele mir schwer; ich muß also leider den Beweis schuldig bleiben, obwohl ich meiner Sache vollkommen sicher bin.
Gestern (also Freitag) verließ diese polnische Dame mit den schönen Augen gerade das Geschäft, als ich eintrat - aber wie sah sie aus! Raubkatzengefleckte Jacke mit Pelzkragen, in ihrer Frisur jedes Haar einzeln gelegt und mit Spray fixiert, rotglänzende Lippen und dick Kajalstift um die Augen - und vermutlich noch Einiges mehr, das in der Kürze der Zeit nicht aufzufallen vermochte. Oh je, dachte ich, da könnte sie mir noch so schöne Augen machen, auf diesen Geschlechterkitsch falle ich nicht herein. Nirgends in Europa scheint der ausgeprägter zu sein als in Polen; nicht in Frankreich, dem Land der Parfums, und auch nicht in Italien, das ähnlich wie Polen katholisch geprägt ist. Solchen Kitsch mag ich nicht.
Wohl aber mag ich den Advent und alles, was dazugehört. So war ich denn am Samstag, als - am 6. März! - der Schnee vom Himmel rieselte wie früher in der Vorweihnachtszeit, völlig zufrieden, daß ich mein Tannenzweiglein noch nicht von der Wand gerissen hatte. Erfreut ruhte mein Blick mal auf dem kleinen Pinguin, mal auf dem hölzernen Schneemann, dem goldüberhauchten Bömmel und den unverzichtbaren Fliegenpilzen, die alle im mittlerweile knochentrockenen Grün Platz genommen haben. Das ist Kitsch, wie ich ihn mag. Freundlich! Unschuldig!
Den allerschönsten Kitsch aber sah ich vor Jahren im Amsterdamer Kolonialmuseum. An der Wand einer nachgebildeten indischen Armenbehausung hing ein Shiva-Plakat, das mir den Atem nahm: solch freundliche Gottheit, solch fröhliche Kinder, solch harmonische Bonschenfarbigkeit hatte ich noch auf keiner Darstellung, gleich welcher Art, gesehen. Das war heile Welt ohne Falsch und Verlogenheit. - Höre ich da jemand murren? Nun freilich, um diesen Kitsch zu mögen, muß man eine Kinderseele sein.
Dicki - am So, 07. März 2004, 2:31 - Rubrik: in eigener Sache
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Alle schreien: Horst Köhler, wie geschmacklos, so ein Wirtschaftsverbrecher soll Bundespräsident werden! Laut meiner Morgenzeitung hat er jetzt den Kandidatenpoker gewonnen, also ein Abzocker, auch das noch. Große Aufregung.
An Gesine Schwan traut sich keiner ran. Natürlich liegen die Journalisten längst auf der Lauer, um bei ihrem vorhersehbaren Scheitern das Wortspiel mit dem sterbenden Schwan bringen zu können. Doch gucken wir erstmal, wer sie ist und was sie kann. Aha, Politologin, aha, doziert in den USA. Vermutlich ist sie dort bekannter als bei uns? Aber irgendjemand bei der SPD müßte sie eigentlich kennen oder zumindest ignorieren. Sie sitzt nämlich in der SPD-Grundwertekommission. Nee, ist kein Witz, kommt so aus den Nachrichten. Man reibt sich die Augen: SPD und Grundwerte, ja, hat die denn noch welche?
Gesi
F. Gerster? Kam nach einem beschaulichen Aufstieg zum Landesminister 2002 auf der "Die Arbeitslosen sollen gefälligst selbst ihre Arbeitsplätze schaffen"-Welle an die Spitze der Bundesanstalt für Arbeit, stürzte dann wie ein Meteor auf die Erde zu und verglühte schließlich.
J. Rau? Der soll einen Vertrag bei den Hell's Angels unterschrieben haben, die ihr Image verändern wollen - "Rau aber herzlich" - und wurde als Grundwert nie so richtig ernstgenommen.
G. Schröder? Ist bereits halb abgewrackt und soll den Gerüchten zufolge schon immer heimlich das Parteibuch der CDU gehabt haben. Die CDU dementiert heftig.
Keine Grundwerte in Sicht, Frau Schwan, das ist nicht gerade eine Empfehlung. Und dann der Name: Schwan. Das klingt nach Öko-Fruste; und dann vor 15 Jahren der Mann gestorben, ja, hätten Sie da nicht in aller Stille einen neuen nehmen können usw.
Keine Chance für Frau Schwan, der Köhler Horst, der macht das Rennen. Und das ist gut so. Deutschland ist Wirtschaft, und Wirtschaft, das sind die Manager, und die wird Herr Köhler als Ex-Präsident des Internationalen Währungsfonds bestens repräsentieren. Außerdem kennen ihn bereits alle maßgeblichen Personen auf diesem Planeten, nämlich die internationalen Wirtschaftseliten.
Hotte
Frau Schwan dagegen kennen nur ein paar Studenten in den USA, die verrückt genug sind, sich mit Marxismus zu befassen. Marxismus! Wenn der olle Marx recht gehabt hätte, würden wir heute von einer Wirtschaftskrise in die nächste schlittern. Und was ist wirklich? Ein ganz normales etappenweises Gesundschrumpfen, das ist. Herr Köhler kennt sich damit passenderweise bestens aus.
Übrigens: der erste (gewiss deutsche) EU-Außenminister wird nicht Fischer, sondern Köhlsten heißen. Kohl, Köhler, am Köhlsten.
Korrektur: 'Schwan' klingt natürlich überhaupt nicht nach Öko-Fruste, sondern nach einem erhabenen weißen Wasservogel, nur sieht Frau Schwan weder so noch so aus. Vielleicht, weil der Name angeheiratet ist. Möglicherweise hieß sie ursprünglich 'See' und hätte sich nach der Doppelnamenverordnung 'Schwan-See' nennen können. Dann wollte ich sie unbedingt als Bundespräsidentin!
An Gesine Schwan traut sich keiner ran. Natürlich liegen die Journalisten längst auf der Lauer, um bei ihrem vorhersehbaren Scheitern das Wortspiel mit dem sterbenden Schwan bringen zu können. Doch gucken wir erstmal, wer sie ist und was sie kann. Aha, Politologin, aha, doziert in den USA. Vermutlich ist sie dort bekannter als bei uns? Aber irgendjemand bei der SPD müßte sie eigentlich kennen oder zumindest ignorieren. Sie sitzt nämlich in der SPD-Grundwertekommission. Nee, ist kein Witz, kommt so aus den Nachrichten. Man reibt sich die Augen: SPD und Grundwerte, ja, hat die denn noch welche?
GesiF. Gerster? Kam nach einem beschaulichen Aufstieg zum Landesminister 2002 auf der "Die Arbeitslosen sollen gefälligst selbst ihre Arbeitsplätze schaffen"-Welle an die Spitze der Bundesanstalt für Arbeit, stürzte dann wie ein Meteor auf die Erde zu und verglühte schließlich.
J. Rau? Der soll einen Vertrag bei den Hell's Angels unterschrieben haben, die ihr Image verändern wollen - "Rau aber herzlich" - und wurde als Grundwert nie so richtig ernstgenommen.
G. Schröder? Ist bereits halb abgewrackt und soll den Gerüchten zufolge schon immer heimlich das Parteibuch der CDU gehabt haben. Die CDU dementiert heftig.
Keine Grundwerte in Sicht, Frau Schwan, das ist nicht gerade eine Empfehlung. Und dann der Name: Schwan. Das klingt nach Öko-Fruste; und dann vor 15 Jahren der Mann gestorben, ja, hätten Sie da nicht in aller Stille einen neuen nehmen können usw.
Keine Chance für Frau Schwan, der Köhler Horst, der macht das Rennen. Und das ist gut so. Deutschland ist Wirtschaft, und Wirtschaft, das sind die Manager, und die wird Herr Köhler als Ex-Präsident des Internationalen Währungsfonds bestens repräsentieren. Außerdem kennen ihn bereits alle maßgeblichen Personen auf diesem Planeten, nämlich die internationalen Wirtschaftseliten.
HotteFrau Schwan dagegen kennen nur ein paar Studenten in den USA, die verrückt genug sind, sich mit Marxismus zu befassen. Marxismus! Wenn der olle Marx recht gehabt hätte, würden wir heute von einer Wirtschaftskrise in die nächste schlittern. Und was ist wirklich? Ein ganz normales etappenweises Gesundschrumpfen, das ist. Herr Köhler kennt sich damit passenderweise bestens aus.
Übrigens: der erste (gewiss deutsche) EU-Außenminister wird nicht Fischer, sondern Köhlsten heißen. Kohl, Köhler, am Köhlsten.
Korrektur: 'Schwan' klingt natürlich überhaupt nicht nach Öko-Fruste, sondern nach einem erhabenen weißen Wasservogel, nur sieht Frau Schwan weder so noch so aus. Vielleicht, weil der Name angeheiratet ist. Möglicherweise hieß sie ursprünglich 'See' und hätte sich nach der Doppelnamenverordnung 'Schwan-See' nennen können. Dann wollte ich sie unbedingt als Bundespräsidentin!
Dicki - am Fr, 05. März 2004, 21:34 - Rubrik: zickezacke
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Schützt die heimischen Haushaltsgeräte!
Schon im vergangenen Jahr nahmen die Anfragen besorgter Hausfrauen bei der Europäischen Verbraucherzentrale (EVERZENT) um 276% gegenüber dem Vorjahr zu, aber in diesem Jahr wird es neue Rekorde geben. Als Sony im Februar 2001 seinen SDR-3X der Öffentlichkeit präsentierte, wollten Hunderttausende wissen, ob bestimmte Module dieses Roboters auch in ihre eingewohnten und vertrauten Haushaltsgeräte eingebaut werden können, also beispielsweise ob ein handelsüblicher Toaster mit einer Gesichtserkenung nachgerüstet werden kann, damit die Röstzeiten automatisch auf den Benutzer abgestimmt werden. Und so weiter. Und nun gibt es den SDR-4X.
Der kann "singen, tanzen, Menschen wiedererkennen", seine Form "ähnelt einem Menschen", er kann "stolpern, ohne hinzufallen", ist mit einem "Wortschatz von 60000 Begriffen zu einfachen Gesprächen" in der Lage und ist für "verschiedenste Aufgaben im Haushalt" programmierbar. Welch ungeheurer
psychischer Stress aus diesem Über-Produkt für treue, familienfreundliche Normalgeräte
entsteht, belegt folgender Dialog in schonungsloser Deutlichkeit:
G: "Ich brauch mal den Staubsauger, den ich dir geliehen habe.
H: "Der ist übrigens schon wieder durchgeknallt."
G: "Ja, bei mir knallt der auch immer durch."
H: "Ob die Düse verstopft ist oder der Beutel voll?"
G: "Nee, nee, das liegt an dem Kontakt, der ist gestört."
Soll das die Zukunft sein? Durchgeknallte, kontaktgestörte Staubsauger? Cholerische Schnellkochtöpfe?
Verwahrloste Entsafter? Depressive Elektrozahnbürsten?
WIR SAGEN NEIN!

STOPPT DEN SDR-4X!
+ Boykott fernöstliche Produkte, bis alle Roboterpläne vom Tisch sind
+ Sofortige Verhängung eines Handelsembargos über Sony
+ Unentgeltliche therapeutische Betreuung für traumatisierte Haushaltshelfer
Schreiben Sie noch heute an die Bundesregierung zur Unterstützung unserer Forderungen. Helfen Sie, die heimische Gerätevielfalt vor monopolistischen Monokulturen zu schützen. Geben Sie dem Psychoterror keine Chance.
V.i.S.d.P.: Robert Manisz,Gesellschaft für ein würdiges Leben (GEWÜLE)
Schon im vergangenen Jahr nahmen die Anfragen besorgter Hausfrauen bei der Europäischen Verbraucherzentrale (EVERZENT) um 276% gegenüber dem Vorjahr zu, aber in diesem Jahr wird es neue Rekorde geben. Als Sony im Februar 2001 seinen SDR-3X der Öffentlichkeit präsentierte, wollten Hunderttausende wissen, ob bestimmte Module dieses Roboters auch in ihre eingewohnten und vertrauten Haushaltsgeräte eingebaut werden können, also beispielsweise ob ein handelsüblicher Toaster mit einer Gesichtserkenung nachgerüstet werden kann, damit die Röstzeiten automatisch auf den Benutzer abgestimmt werden. Und so weiter. Und nun gibt es den SDR-4X.
Der kann "singen, tanzen, Menschen wiedererkennen", seine Form "ähnelt einem Menschen", er kann "stolpern, ohne hinzufallen", ist mit einem "Wortschatz von 60000 Begriffen zu einfachen Gesprächen" in der Lage und ist für "verschiedenste Aufgaben im Haushalt" programmierbar. Welch ungeheurer
psychischer Stress aus diesem Über-Produkt für treue, familienfreundliche Normalgeräte
entsteht, belegt folgender Dialog in schonungsloser Deutlichkeit:
G: "Ich brauch mal den Staubsauger, den ich dir geliehen habe.
H: "Der ist übrigens schon wieder durchgeknallt."
G: "Ja, bei mir knallt der auch immer durch."
H: "Ob die Düse verstopft ist oder der Beutel voll?"
G: "Nee, nee, das liegt an dem Kontakt, der ist gestört."
Soll das die Zukunft sein? Durchgeknallte, kontaktgestörte Staubsauger? Cholerische Schnellkochtöpfe?
Verwahrloste Entsafter? Depressive Elektrozahnbürsten?
WIR SAGEN NEIN!

STOPPT DEN SDR-4X!
+ Boykott fernöstliche Produkte, bis alle Roboterpläne vom Tisch sind
+ Sofortige Verhängung eines Handelsembargos über Sony
+ Unentgeltliche therapeutische Betreuung für traumatisierte Haushaltshelfer
Schreiben Sie noch heute an die Bundesregierung zur Unterstützung unserer Forderungen. Helfen Sie, die heimische Gerätevielfalt vor monopolistischen Monokulturen zu schützen. Geben Sie dem Psychoterror keine Chance.
V.i.S.d.P.: Robert Manisz,Gesellschaft für ein würdiges Leben (GEWÜLE)
Dicki - am Fr, 05. März 2004, 17:04 - Rubrik: aus aller Welt
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Aber erstmal, ich stelle mir das so vor: im Internet gibt es eine Seite, wo die ihre artificial intelligence anpreisen. "Stellen Sie eine x-beliebige Frage, Sie bekommen immer die richtige Antwort." Ich reib mir dann schadenfroh die Hände und tippe in das Interface: "Wollen wir heiraten?". Und die Datenbank oder was dahinter steckt überlegt sich das eine Weile und schreibt dann auf meinen Bildschirm: "Dummerchen, wir sind doch längst verheiratet." - An der Stelle denke ich immer, das sind doch Klugscheißermaschinen.
Der Mensch unterstellt eben auch Geräten, sie seien seinesgleichen. Ja, künstliche Intelligenz; erstmal sind das nichts als Schaltungen, die auf dem entweder/oder-Prinzip basieren. Das klingt schon nicht übermäßig intelligent. Dann ist die Absicht auch gar nicht, wirkliche - das heißt teilnehmende und erkennende - Intelligenz zu erschaffen, sondern ein nutzbares Robötchen, das von seiner Umgebung gerade soviel mitbekommt, wie es für seine jeweilige Tätigkeit braucht. Und schließlich kann die künstliche Intelligenz nicht weiterreichen, als die Intelligenz ihrer Entwickler.
Die sind stolz darauf, daß ihre Roboter Hindernissen ausweichen und die Balance halten können, was sie mit tausenden Programmzeilen oder irgendwelchen Superchips erreicht haben. Die Natur hat das ohne Programmierung und mit größerer Eleganz gelöst, schon beim ersten Einzeller im Urmeer. Nee, künstliche Intelligenz wird immer Stümperei bleiben. Aus einem Haufen organisiertem Blech wird nie ein Mensch ein beseeltes Wesen erschaffen.
Ich werde jetzt endlich Charles Darwins "Die Entstehung der Arten" lesen. Darwin hatte noch, woran es so vielen unserer modernen Wissenschaftler mangelt: Ehrfurcht vor dem schöpferischen Genie der Natur.
Der Mensch unterstellt eben auch Geräten, sie seien seinesgleichen. Ja, künstliche Intelligenz; erstmal sind das nichts als Schaltungen, die auf dem entweder/oder-Prinzip basieren. Das klingt schon nicht übermäßig intelligent. Dann ist die Absicht auch gar nicht, wirkliche - das heißt teilnehmende und erkennende - Intelligenz zu erschaffen, sondern ein nutzbares Robötchen, das von seiner Umgebung gerade soviel mitbekommt, wie es für seine jeweilige Tätigkeit braucht. Und schließlich kann die künstliche Intelligenz nicht weiterreichen, als die Intelligenz ihrer Entwickler.
Die sind stolz darauf, daß ihre Roboter Hindernissen ausweichen und die Balance halten können, was sie mit tausenden Programmzeilen oder irgendwelchen Superchips erreicht haben. Die Natur hat das ohne Programmierung und mit größerer Eleganz gelöst, schon beim ersten Einzeller im Urmeer. Nee, künstliche Intelligenz wird immer Stümperei bleiben. Aus einem Haufen organisiertem Blech wird nie ein Mensch ein beseeltes Wesen erschaffen.
Ich werde jetzt endlich Charles Darwins "Die Entstehung der Arten" lesen. Darwin hatte noch, woran es so vielen unserer modernen Wissenschaftler mangelt: Ehrfurcht vor dem schöpferischen Genie der Natur.
Dicki - am Fr, 05. März 2004, 12:51
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Anfang Oktober begannen für mich die Tage der dunklen Mattscheibe, da half kein Schmeicheln und kein Drohen. Aus, finito, exitus, Elektroschrott. Ist aber kein Grund, schwarz zu sehen. Plötzlich habe ich viel mehr Zeit und Energie; lese, höre, schreibe, kritzel. Rundum erfreulich also.
Ob ich das Fernsehen nicht doch vermisse? Ja, sicher, manchmal. Dann erfinde ich neue Sendungen: Dicki TV. Das gefällt mir so gut, daß ich weiterhin Gebühren zahle.
Ob ich das Fernsehen nicht doch vermisse? Ja, sicher, manchmal. Dann erfinde ich neue Sendungen: Dicki TV. Das gefällt mir so gut, daß ich weiterhin Gebühren zahle.
Dicki - am Do, 04. März 2004, 19:08 - Rubrik: in eigener Sache