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hat mir das Jahr 2005 zwei tolle Sachen beschert: erstens bin ich Deutschland, zweitens bin ich - und das ist jetzt echt der Hammer! - Kanzlerin. Außerdem bin ich selbstverständlich der wahre Dicki, es liegt also eine - na, Ämterhäufung kann man schlecht sagen - Identitätshäufung vor. Wenn ich es recht bedenke, interessiert mich das Deutschland nach vorn bringen ganz und gar und überhaupt nicht, Deutschland zu sein ist auch nicht das Gelbe vom Ei. Alsdann: danke für die Blumen, auch für die Ernennung, in der ich schlußendlich leider keine Erhebung sehen kann; ich bleibe was ich bin, nämlich der wahre Dicki, und schwebe erhaben über ... ach, ihr wißt schon, was ich meine.

werderweihnacht

da komm ich her, ich bring euch viele neue Mär, zum Beispiel die von der sozialen Katastrophe. Darunter könnte ich mir allerdings auch vorstellen, was mir jeden Morgen von einem Haltestellenwartehäuschen entgegenprangt, nämlich eine relativ junge, freudestrahlende Frau neben deren Nase, farblich so hervorgehoben, daß es sich den Vorübereilenden aufdrängt, das Wort "Base" steht. Wer so tief im Elend steckt, daß er seine Base vermarktet, wird wohl bald seine eigene Haut zu Markte tragen. Dabei fällt mir jene Creation ein, auf die mich quirinus unlängst hinwies: Käufermarkt.

Es gibt aber noch eine ganze Menge anderer herrlich verrückter - äh - Begriffe, wie Beratungsberater, Beratungsmanager und Management Manager, Marktmarketing und Käuferkunden. Wohin aber mit alldem? Ich werde meinen Entsorgungsmanager beauftragen, auf dem Sondermüllentsorgungsmarkt zu eruieren, wo man dergleichen am nachhaltigsten - wie sagt man gleich - finalisieren kann.

Damit komme ich zum Ende und verkünde, wie es sich zu Weihnachten gehört, die frohe Botschaft: Friedensmanagement global, und dem Humanfaktor wellness im pleasure look&feel.

Jedes Kind (meiner Generation) weiß, daß das Fließband den Menschen zum Anhängsel einer Maschinerie gemacht hat. Aber ist das schon die ganze Wahrheit?
Hitchcock: Haben Sie schon einmal ein Fließband gesehen?
Truffaut: Nein, nie.
Hitchcock: Das ist phantastisch. Ich wollte eine lange Dialogszene machen zwischen Cary Grant und einem Vorarbeiter am Fließband. Sie gehen und reden dabei über einen Dritten, der vielleicht in irgendeiner Beziehung zum Werk steht. Hinter ihnen wird ein Auto Stück um Stück zusammengesetzt, es wird aufgetankt und geschmiert, und als sie ihre Unterhaltung beendet haben, ist das Auto, das anfangs ein Nichts war, abfahrbereit, und sie sagen: "Ist das nicht toll?" Und dann machen sie eine der Autotüren auf, und heraus fällt eine Leiche!
Truffaut: Das ist eine irre Idee!
Hitchcock: Woher kommt die Leiche? Aus dem Auto kaum, das war am Anfang nur eine Schraubenmutter. Die Leiche ist aus dem Nichts gefallen, verstehen Sie? Und wahrscheinlich ist es die Leiche des Mannes, über den die beiden sprachen.

Vollkommen klar, daß nur das Fließband den Mord verübt haben kann.

Stell auf den Tisch das Bild von Gerhard Schröder
den "Vorwärts" letzten Dienstags hol herbei
leg weiter aus Reformenköder
Nicht nur im Mai

Lies mir nochmal die alten Manifeste
Ach! war das eine Schwärmerei
heut geb'n wir's den Schmarotzern feste
Mai ist vorbei

Noch einmal singt die Internationale
dem Clement ist das einerlei
und Schily wollte nie Randale
Wie einst im Mai

Noch einmal sprecht die feierlichen Phrasen
(vergesst nicht "Effizienz"dabei)
seid Fuchs und jagt die Hasen
Nie wieder Mai

 

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