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sage ich: es ist Zeit für die Endlösung der Naturfrage.

In dieser Woche - während meiner Qualifizierungsmaßnahme - erinnert mich einiges an die ersten Arbeitstage bei einer "Agentur für digitale Kommunikation" (wer sich unter Kommunikation ein Gespräch vorstellt, ist ein sympathischer, aber kein moderner Mensch). Vormittags Java-Programmierung, nachmittags "installiere dies und das", klickerklacker, "richte die und die Verbindungen ein", Tabelle hier, Layout dort, Programmierung, klickerklacker. Damals in der Agentur neue Kollegen, neues Betriebssystem, neue Entwicklungsumgebung, Einweisung: klickerklacker klickerklacker.

Lernen bedeutet verstehen, lehren verständlich machen, klickerklacker ist gar nichts. Da braucht man sich erst gar nicht zuhause hinsetzen, um den Stoff nachzuvollziehen; das klickerklacker kann sich kein Mensch merken, und wer es dennoch geschafft hat, kann trotzdem nicht behaupten, es verstanden zu haben.

Auf beiden Seiten - Dozent und Schüler, Erfahrener und Neuling - ist und war jede Menge guter Wille vorhanden. Offenbar gibt es ein Kommunikationsproblem. Morgen werde ich dasGespräch suchen. Das hilft meistens.

diese vier Tommies: vor Tommy.

whoswho


"People try to put us d-down
just because we g-g-get around"

Oder, in den Worten von Rainy Day Bob:
"They'll stone you and say that it's the end
They'll stone you and then they'll come back again"

Vergangene Nacht eine Neigung zum erlebnisorientierten Fantasieren mit plötzlichem Erwachen (EOF), das ich durch einen heutigen Zeitungsartikel gerechtfertigt fand: dieser Tage gehen die ersten 2000 von geplanten 9000 Schreiben an Langzeitarbeitslose heraus, die "zu teuer" wohnen. Dieses "zu teuer" ist eigentlich eine Angelegenheit der Vermieter; es ist ja ein Unding, daß die Wohnungsmiete 40 - 50 % (bei mir 60%) des Nettoeinkommens verschlingt, aber egal, Schuld hat eben der Schwächste (im durch und durch mündigen und demokratischen Deutschland).

Unerwartet motiviert mich die Situation: ich möchte, ich will lange genug leben, um alle Verantwortlichen, Helfershelfer und Mitläufer des Wirtschaftswahns vor Gericht gestellt zu sehen. Das wäre ein Fest! All die kotzdummen, schnottenblöden Gewinnler auf dem Weg in den Abgrund (aber eigentlich nur ins Gefängnis oder zu lebenslanger Ächtung). Bin ich unbescheiden? Alles in allem, so finde ich, bin ich mit wenig zufrieden.

sollte der Chefredakteur des hiesigen Provinzblattes dafür, daß er in seinen (vermeintlich hilfreichen) Worten zum Jahreswechsel schreibt: "Die Geisel des Terrorismus", aber nicht etwa Frau Osthoff oder andere entführte und gefangengehaltene Menschen meint, sondern die Geißel des Terrorismus. Die Geißel der Ignoranz lastet schwer auf diesem Land.

Wir sind wieder wer: Papst, Deutschland, Kanzlerin. Man weiß gar nicht mehr, wo einem der Kopf steht. Wer könnte in diesem Durcheinander noch einen klaren Kopf bewahren? Also lasset uns trinken - das Glas halbvoll geschonken, um es gänzlich zu leeren. Prost Neujahr!

Es kommt zum Endsiegspiel Deutschland-Iran, das ist so sicher wie das Allahu akbar. Die Perser treten natürlich mit umgeschnallten Sprengstoffgürteln an, werden aber sogleich von der Wehrmacht Bundeswehr entwaffnet und sinken heulend und zähneknirschend auf den heiligen Rasen des Berliner Olympiastadions (heilig auch und gerade 70 Jahre später), vielleicht nicht gänzlich freiwillig; es soll Fußtritte gegeben haben, und Feuerzeuge, Bierdosen, Bratwürste, Klorollen und Ein-Cent-Münzen. Die Volksseele kocht und kocht über.

Wie dem auch sei, Ballack versenkt in der dritten Minute den Ball fünfmal im gegnerischen Gehäuse (und läßt sich fortan nur noch als "Erlöser" anreden), die Islamisten und Judenhasser werden gründlich in den Arsch gefickt, während zeitgleich chirurgische Bomben der transatlantischen Freunde - bei geringen und bedauerlicherweise unvermeidlichen und ganz gewiß nicht beabsichtigten Kollateralschäden - Teheran von der Schurkenherrschaft befreien und was wollte ich jetzt eigentlich sagen? Ach ja, wir sind Deutschland. Zugegeben, das ist nicht ganz neu, aber doch immer wieder toll, oder?

 

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