Als das meisterliche Gehupe anhub, nahm ich mein Rad und sauste um den Werdersee (natürlich, ohne 'Werder' geht heute gar nichts). Aus der Wildnis des ehemaligen Parzellengebietes, daß 1981 von der Schmelzwasser führnden Oberweser verwüstet worden war (das Weserwehr konnte damals wegen eines Defekts nicht zur Entlastung geöffnet werden), hörte ich deutlich und weithin vernehmbar: "Kuckuck! Kuckuck! Kuckuck!" Hatte ein Witzbold eine Kuckucksuhr in einen der Bäume gehängt? Sehr unwahrscheinlich, das mußte ein wirklicher, lebendiger Kuckuck sein. Darüber habe ich mich mehr gefreut als über den doch auch sehr erfreulichen Titelgewinn des SV Werder Bremen.
Welcher immer noch behupt und beschrien wird, auch wenn die Intensität allmählich nachläßt (jetzt ist gerade Mitternacht vorüber). Für 20 Uhr 45 wurde die aus München heimkehrende Mannschaft erwartet, und so bewegte sich die über Bremen hängende Hupglocke ab Acht in Richtung Flughafen, verebbte - und kehrte ab Zehn in die Innenstadt zurück, durch deren Straßen und über deren Brücken sie sich seitdem wälzt. Mittendrin immer wieder Polizeisirenen und Fangesänge von eigenwilliger Harmonik. Bis vor wenigen Minuten lagerte ganz in der Nähe eine Gruppe junger Männer und brüllte und gröhlte ihre - tja, kann man das so sagen? - Freude heraus. Eigentlich klang es mehr wie angestauter Frust, was ihren Kehlen entströmte. Nu sind se wech, und ich kann schreiben.
Als Bremen noch in gespannter Erwartung der Entscheidungsschlacht im Münchener Olympiastadion entgegenfieberte, wo die Heerscharen des Guten und des Bösen aufeinanderprallen sollten, heute vormittag nämlich, stand ich im Supermarkt mal wieder in der falschen Schlange; aber so was von falsch, wie es mir noch nie begegnet ist. Der Herr vor mir erkundigte sich bei der Kassiererin (beide um die 50), ob noch Johnny Walker vorrätig sei, er habe im Regal keinen finden können. Die hilfsbereite Frau erhob sich gleich, um hinter der Tür "Zutritt nur für Angestellte" Erkundigungen einzuholen. Mit einem bedauernden Nein kehrte sie zurück, rief aber sogleich eine Kollegin an, ob nicht doch noch irgendwo im Lager ...
Möglicherweise gäbe es den Whisky doch, sie wolle gleich einmal selbst nachschauen gehen. "Das wäre sehr freundlich von Ihnen", sagte der Herr leicht beunruhigt, da aus seiner bescheidenen Frage eine Staatsaktion zu werden drohte. Eine verneinende Äußerung hätte aber auch nichts geändert, da die Frau bereits geschäftig auf die bereits erwähnte Tür zueilte. Auf dem Rückweg sprach sie noch eine Kollegin an und huschte dann an den Wartenden vorüber: "Jetzt habe ich so ziemlich alle Schlüssel." Und schon verschwand sie zwischen den Regalen. Der Herr unterhielt sich, nun ein wenig ungeduldig, mit seinem Sohn in fremder Zunge. Unsere Blicke begegneten sich und ich lächelte ihm amüsiert zu. Hätte er diesen Aufstand vorausgeahnt, würde er wohl kaum gefragt haben.
Zu guter Letzt kam die Frau an die Kasse zurückgeeilt. Es gäbe doch keinen Johnny Walker mehr, es täte ihr leid. Der Herr bedankte sich höflich, bezahlte und ging, gefolgt von seinem Sohn. Die Kassiererin war glücklich und sah zunächst ihn, dann auch mich freudestrahlend an. Sie kam gar nicht auf die Idee, sich für die Wartezeit - immerhin mehr als fünf Minuten - zu entschuldigen. Sie hatte genau das Richtige getan, nämlich alles versucht, um für Papas Wohlbefinden zu sorgen, und dafür auch die erhoffte und verdiente Anerkennung gefunden, davon war sie offenbar überzeugt. Ich schwöre, sie war glücklich.
Welcher immer noch behupt und beschrien wird, auch wenn die Intensität allmählich nachläßt (jetzt ist gerade Mitternacht vorüber). Für 20 Uhr 45 wurde die aus München heimkehrende Mannschaft erwartet, und so bewegte sich die über Bremen hängende Hupglocke ab Acht in Richtung Flughafen, verebbte - und kehrte ab Zehn in die Innenstadt zurück, durch deren Straßen und über deren Brücken sie sich seitdem wälzt. Mittendrin immer wieder Polizeisirenen und Fangesänge von eigenwilliger Harmonik. Bis vor wenigen Minuten lagerte ganz in der Nähe eine Gruppe junger Männer und brüllte und gröhlte ihre - tja, kann man das so sagen? - Freude heraus. Eigentlich klang es mehr wie angestauter Frust, was ihren Kehlen entströmte. Nu sind se wech, und ich kann schreiben.
Als Bremen noch in gespannter Erwartung der Entscheidungsschlacht im Münchener Olympiastadion entgegenfieberte, wo die Heerscharen des Guten und des Bösen aufeinanderprallen sollten, heute vormittag nämlich, stand ich im Supermarkt mal wieder in der falschen Schlange; aber so was von falsch, wie es mir noch nie begegnet ist. Der Herr vor mir erkundigte sich bei der Kassiererin (beide um die 50), ob noch Johnny Walker vorrätig sei, er habe im Regal keinen finden können. Die hilfsbereite Frau erhob sich gleich, um hinter der Tür "Zutritt nur für Angestellte" Erkundigungen einzuholen. Mit einem bedauernden Nein kehrte sie zurück, rief aber sogleich eine Kollegin an, ob nicht doch noch irgendwo im Lager ...
Möglicherweise gäbe es den Whisky doch, sie wolle gleich einmal selbst nachschauen gehen. "Das wäre sehr freundlich von Ihnen", sagte der Herr leicht beunruhigt, da aus seiner bescheidenen Frage eine Staatsaktion zu werden drohte. Eine verneinende Äußerung hätte aber auch nichts geändert, da die Frau bereits geschäftig auf die bereits erwähnte Tür zueilte. Auf dem Rückweg sprach sie noch eine Kollegin an und huschte dann an den Wartenden vorüber: "Jetzt habe ich so ziemlich alle Schlüssel." Und schon verschwand sie zwischen den Regalen. Der Herr unterhielt sich, nun ein wenig ungeduldig, mit seinem Sohn in fremder Zunge. Unsere Blicke begegneten sich und ich lächelte ihm amüsiert zu. Hätte er diesen Aufstand vorausgeahnt, würde er wohl kaum gefragt haben.
Zu guter Letzt kam die Frau an die Kasse zurückgeeilt. Es gäbe doch keinen Johnny Walker mehr, es täte ihr leid. Der Herr bedankte sich höflich, bezahlte und ging, gefolgt von seinem Sohn. Die Kassiererin war glücklich und sah zunächst ihn, dann auch mich freudestrahlend an. Sie kam gar nicht auf die Idee, sich für die Wartezeit - immerhin mehr als fünf Minuten - zu entschuldigen. Sie hatte genau das Richtige getan, nämlich alles versucht, um für Papas Wohlbefinden zu sorgen, und dafür auch die erhoffte und verdiente Anerkennung gefunden, davon war sie offenbar überzeugt. Ich schwöre, sie war glücklich.
Dicki - am So, 09. Mai 2004, 0:35 - Rubrik: Beobachtungen in der Natur
seit einer Stunde, und es ist ein Ende nicht absehbar. Tut, da fährt ein Auto. Tut, tut, tut. Und noch eins. Dutzende. Und immer noch mehr. Fahnen, Rufe, Lärm. Anschwellender Bocksgesang?
Zelte, Posten, Werder-Rufer,
lust'ge Nacht am Weserufer ...
(Prinz Micoud, der edle Kicker)
Zelte, Posten, Werder-Rufer,
lust'ge Nacht am Weserufer ...
(Prinz Micoud, der edle Kicker)
Dicki - am Sa, 08. Mai 2004, 18:35 - Rubrik: ballaballa
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Ich, todmüde, lese in 'Unterwegs zur Familie Mann' und freue mich auf ein frühes Zubettgehen (vor 1 Uhr). Im Nachbarhaus Gepolter und Geschrei: über den Hof tönt Männerbrüll und Frauenkreisch; sein aggressiver Bass, ihr schluchzender Sopran.
Später dringt Polizeifunk von der Sraße herauf: "das hat sich hier schon erledigt". Trotz elf (von neunzehn) nachts geschlossener Polizeireviere ist ja gewährleistet, daß die 'Freunde und Helfer' binnen acht Minuten vor Ort sind. Acht Minuten, wenn ein Mensch gellend um Hilfe schreit???
Nun, ich lese also weiter in den Interviews Heinrich Breloers mit Elisabeth Mann-Borghese. - Wieder Geschrei und Tränen. Eine zankende Nachbarin. Liest sie ihm die Leviten? Wieder kehrt Ruhe ein; ich lese weiter.
"Deutscher Meister - wird der SVW, deutscher Meister - wird der SVW!" in einem interessanten Vokalsatz vorgetragen, die Stimmen halten konsequent einen Sextakkord durch. In solchen Momenten mögen sich Heteromänner sext-mäßig nahe sein, aber es ist eine Qual für die Zeugen solcher Harmonie(n).
Klaus, Michael, Erika - Golo, Monika und schließlich Elisabeth, die jüngste und gesündeste. Bleibt Frido. Dann wird der Fluch ausgelöscht sein. "The Mann Curse" in allusion to Dashiell Hammett. But much less spectacular. Besides the genius a 'normal life'. Verbeugung vor Elisabeth Mann-Borghese. Vorhang.
Später dringt Polizeifunk von der Sraße herauf: "das hat sich hier schon erledigt". Trotz elf (von neunzehn) nachts geschlossener Polizeireviere ist ja gewährleistet, daß die 'Freunde und Helfer' binnen acht Minuten vor Ort sind. Acht Minuten, wenn ein Mensch gellend um Hilfe schreit???
Nun, ich lese also weiter in den Interviews Heinrich Breloers mit Elisabeth Mann-Borghese. - Wieder Geschrei und Tränen. Eine zankende Nachbarin. Liest sie ihm die Leviten? Wieder kehrt Ruhe ein; ich lese weiter.
"Deutscher Meister - wird der SVW, deutscher Meister - wird der SVW!" in einem interessanten Vokalsatz vorgetragen, die Stimmen halten konsequent einen Sextakkord durch. In solchen Momenten mögen sich Heteromänner sext-mäßig nahe sein, aber es ist eine Qual für die Zeugen solcher Harmonie(n).
Klaus, Michael, Erika - Golo, Monika und schließlich Elisabeth, die jüngste und gesündeste. Bleibt Frido. Dann wird der Fluch ausgelöscht sein. "The Mann Curse" in allusion to Dashiell Hammett. But much less spectacular. Besides the genius a 'normal life'. Verbeugung vor Elisabeth Mann-Borghese. Vorhang.
Dicki - am Sa, 08. Mai 2004, 2:02 - Rubrik: Nachtgesaenge
Über die Straßenbahn AG wurde gestern im Parlament palavert ("Defizit", "sparen", "fitmachen" etc.), denn die Grünen wollen nun auch eine Unterteilung in mehrere Unternehmen und stellten einen entsprechenden Antrag. Doch die Mehrheit stimmte dagegen. Die Grünen wollten wohl ihre eigenen Leute auf die schönen neuen Vorstandsposten setzen. So geht das natürlich nicht. Noch regieren hier SPD und CDU; und wer regiert, protegiert!
Weiterhin im Gespräch ist die Bildungs GmbH (Gesellschaft mit bescheidenem Humor). Was das ist? Tja, mal sehn: das Bildungssenatorium (nee, wie heißtn das nochma) hat kein Geld; Schulgebäude, Einrichtung und Lehrmittel verrotten. Die Bildungs GmbH (Gesellschaft mit begrenzter Haltbarkeit) nimmt einen Kredit von 25 Millionen Euro auf, den sie dem Senator für Bildung zur Verfügung stellt (der freut sich dann ganz doll). Durch diverse Sparmaßnahmen, die die Bildungs GmbH (Gesellschaft mit blendnerischer Hoffnung) erst noch erfinden muß, kommt das Geld wieder herein und der Kredit wird Rucki Zucki! abbezahlt.
Wie um alles in der Welt mag Willi Anstands-Offensive Lemke, einst Kassenwart der SPD, dann Manager eines gewissen Bremer Sportvereins, nun also Bildungssenator, darauf verfallen sein? Eine dieser so kompetenten Gutachterfirmen hat ihm geraten, gegen gutes Geld, das besser für die Gebäudesanierung hätte ausgegeben werden sollen. Aber Bildungs GmbH (Gesellschaft mit breitbeiniger Haltung) klingt schon irgendwie eindrucksvoll ...
Was war noch? Ach genau, der Bohlen: "Bach und Beethoven würden heute dieselbe Musik machen wie ein Bohlen. Umgekehrt gilt das für mich natürlich auch." Über solche Anerkennung aus berufenem Munde werden sich die alten Herren sicher ein Ei abfreuen. Gut gemacht, Dieter! Und mach doch bald mal "Poor Elise", ja?
Weiterhin im Gespräch ist die Bildungs GmbH (Gesellschaft mit bescheidenem Humor). Was das ist? Tja, mal sehn: das Bildungssenatorium (nee, wie heißtn das nochma) hat kein Geld; Schulgebäude, Einrichtung und Lehrmittel verrotten. Die Bildungs GmbH (Gesellschaft mit begrenzter Haltbarkeit) nimmt einen Kredit von 25 Millionen Euro auf, den sie dem Senator für Bildung zur Verfügung stellt (der freut sich dann ganz doll). Durch diverse Sparmaßnahmen, die die Bildungs GmbH (Gesellschaft mit blendnerischer Hoffnung) erst noch erfinden muß, kommt das Geld wieder herein und der Kredit wird Rucki Zucki! abbezahlt.
Wie um alles in der Welt mag Willi Anstands-Offensive Lemke, einst Kassenwart der SPD, dann Manager eines gewissen Bremer Sportvereins, nun also Bildungssenator, darauf verfallen sein? Eine dieser so kompetenten Gutachterfirmen hat ihm geraten, gegen gutes Geld, das besser für die Gebäudesanierung hätte ausgegeben werden sollen. Aber Bildungs GmbH (Gesellschaft mit breitbeiniger Haltung) klingt schon irgendwie eindrucksvoll ...
Was war noch? Ach genau, der Bohlen: "Bach und Beethoven würden heute dieselbe Musik machen wie ein Bohlen. Umgekehrt gilt das für mich natürlich auch." Über solche Anerkennung aus berufenem Munde werden sich die alten Herren sicher ein Ei abfreuen. Gut gemacht, Dieter! Und mach doch bald mal "Poor Elise", ja?
Dicki - am Mi, 05. Mai 2004, 22:38 - Rubrik: zickezacke
(aus aktuellem Anlaß allen linken Heuchlern gewidmet)
Ja, was will er eigentlich. Offenbar, daß alle Frauen Kopftücher tragen, und zwar nicht nur im Privatleben, sondern auch öffentlich. Beispielsweise als Pädagoginnen, oder Parlamentarierinnen, aber auch als Priesterinnen und Sportlerinnen (sogar bei Weltmeisterschaften, etwa im Gewichheben, im Hip-Hop-Tanz oder im Kurzbahn-Schwimmen). Und Männern müssen sich einen Walle-Walle-Bart wachsen lassen. Ja, das will der Islam. Bart = Mann und Tuch = Frau.

Kopftuchzwang für Kleinkinder
Vergessen wir nicht, daß noch bis in die 70er Jahre es auch im christlichen Kulturkreis für Frauen üblich war, ein Kopftuch zu tragen (oder furchterregende Hüte). Bis Drei-Wetter-Taft in den letzten Haushalt gedrungen war und die Frauen ihre Frisuren selbstbewußt und unverwüstlich den Naturgewalten entgegenstemmen konnten. Und da liegt der Hund begraben: weil die Muslim-Brüder ihr längst überfälliges Drei-Düfte-Tüft noch immer nicht hinbekommen haben und sie kein Haarspray von Ungläubigen im Haar ihrer Frauen dulden, muss die Muslim-Frau Kopftuch tragen.

Kopftuchzwang für Transsexuelle
Eine kleine Entschuldigung gibt es wohl: die USA betrachten Werke zur Produktion von Haarspray als Chemiewaffenfabriken und schicken da schnell mal ein paar cruisende Missiles hin. Nicht ganz zu Unrecht, wie gesagt werden muß. Wenn ich an Begegnungen in der Straßenbahn denke: eine frisch gesprayte Frau geht den Gang entlang zu einem freien Sitzplatz. Kaum passiert sie mich, kriege ich heftigen Brechbreiz, ein typisches Symptom für die Wirkung von Nervengas. Allerdings auch typisch, daß der Westen seine eigenen Haarspray- und Deodorantverbreiter unbehelligt läßt.
Unter solchen Bedingungen ist eine Entwicklung der muslimischen Staaten im Sinne des Fortschritts selbstverständlich schwer - aber keineswegs unmöglich, wie man am Beispiel Japans (Hiroshima! Nagasaki!) sehen kann.

Kopftuchzwang für Gemäde
Die Muslim-Frau ist jedoch nicht dumm und weiß natürlich auch, daß es Drei-Wetter-Taft gibt. Sie fragt mit Recht: muß ich ein Kopftuch tragen, um zu verbergen, daß ich mir keine schicke Frisur habe machen lassen, weil es kein Gläubigen-Spray gibt? Die Muslim-Brüder darauf schlagfertig: nein, ein Kopftuch mußt du tragen, um deine Reize zu bedecken, denn Frauen sind unrein. Rein oder unrein, darum geht es im Islam. Das Schwein ist unrein, die Frau ist unrein, die Ungläubigen sind unrein.
Was bei uns Christ und Antichrist, das ist im Islam Schwein und Antischwein, wobei das Gute vom Antischwein verkörpert wird. Das sagt ja wohl alles und ich brauche hier gar nicht mehr den Nazarener zitieren, der da sagt: nicht an ihren Worten, an ihren Schweinen sollt ihr sie erkennen.
Ja, was will er eigentlich. Offenbar, daß alle Frauen Kopftücher tragen, und zwar nicht nur im Privatleben, sondern auch öffentlich. Beispielsweise als Pädagoginnen, oder Parlamentarierinnen, aber auch als Priesterinnen und Sportlerinnen (sogar bei Weltmeisterschaften, etwa im Gewichheben, im Hip-Hop-Tanz oder im Kurzbahn-Schwimmen). Und Männern müssen sich einen Walle-Walle-Bart wachsen lassen. Ja, das will der Islam. Bart = Mann und Tuch = Frau.

Vergessen wir nicht, daß noch bis in die 70er Jahre es auch im christlichen Kulturkreis für Frauen üblich war, ein Kopftuch zu tragen (oder furchterregende Hüte). Bis Drei-Wetter-Taft in den letzten Haushalt gedrungen war und die Frauen ihre Frisuren selbstbewußt und unverwüstlich den Naturgewalten entgegenstemmen konnten. Und da liegt der Hund begraben: weil die Muslim-Brüder ihr längst überfälliges Drei-Düfte-Tüft noch immer nicht hinbekommen haben und sie kein Haarspray von Ungläubigen im Haar ihrer Frauen dulden, muss die Muslim-Frau Kopftuch tragen.

Eine kleine Entschuldigung gibt es wohl: die USA betrachten Werke zur Produktion von Haarspray als Chemiewaffenfabriken und schicken da schnell mal ein paar cruisende Missiles hin. Nicht ganz zu Unrecht, wie gesagt werden muß. Wenn ich an Begegnungen in der Straßenbahn denke: eine frisch gesprayte Frau geht den Gang entlang zu einem freien Sitzplatz. Kaum passiert sie mich, kriege ich heftigen Brechbreiz, ein typisches Symptom für die Wirkung von Nervengas. Allerdings auch typisch, daß der Westen seine eigenen Haarspray- und Deodorantverbreiter unbehelligt läßt.
Unter solchen Bedingungen ist eine Entwicklung der muslimischen Staaten im Sinne des Fortschritts selbstverständlich schwer - aber keineswegs unmöglich, wie man am Beispiel Japans (Hiroshima! Nagasaki!) sehen kann.

Die Muslim-Frau ist jedoch nicht dumm und weiß natürlich auch, daß es Drei-Wetter-Taft gibt. Sie fragt mit Recht: muß ich ein Kopftuch tragen, um zu verbergen, daß ich mir keine schicke Frisur habe machen lassen, weil es kein Gläubigen-Spray gibt? Die Muslim-Brüder darauf schlagfertig: nein, ein Kopftuch mußt du tragen, um deine Reize zu bedecken, denn Frauen sind unrein. Rein oder unrein, darum geht es im Islam. Das Schwein ist unrein, die Frau ist unrein, die Ungläubigen sind unrein.
Was bei uns Christ und Antichrist, das ist im Islam Schwein und Antischwein, wobei das Gute vom Antischwein verkörpert wird. Das sagt ja wohl alles und ich brauche hier gar nicht mehr den Nazarener zitieren, der da sagt: nicht an ihren Worten, an ihren Schweinen sollt ihr sie erkennen.
Bedecke deine Reize
sprach der Herr zum Weibe
doch nicht vor mir, beileibe
nein! mit deinen Reizen geize
"Das" Kopftuch symbolisiert den Besitzanspruch des Mannes auf die Frau. Da mag die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Frau Marieluise Beck, sich zu noch so abenteuerlichen Argumentationen versteigen, etwa indem sie das Kopftuch als möglichen Teil eines "emanzipatorischen Weges" muslimischer Frauen verstanden wissen will. "Es gilt, muslimische Frauen auf ihrem Berufsweg zu stärken und es ihnen damit möglich zu machen, einen selbstbewussten, frei gewählten Lebensentwurf zu verfolgen." Multikulti-Phrasen.
Weshalb glauben grüne und alternative Kreise eigentlich nicht jenen muslimischen Frauen, die immer wieder besorgt darauf hinweisen, daß das Kopftuch das Symbol des islamischen Fundamentalismus ist? Unverdrossen schreiben jene Kreise Toleranz auf ihre Fahnen, um, blind für die Wirklichkeit, ganz multikulti-tolerant der Intoleranz den Weg zu ebnen.
Mit der schönen, gernbeschworenen Toleranz ist es aber vorbei, sobald sie das Wort "Zigeuner" hören, und sei es nur auf einer Hör-CD mit Texten von Walter Benjamin aus dem Jahre 1929. Auf der verlinkten Seite findet man (rechts, MP3-Datei für den real-player) den sehr hörenswerten Kommentar eines Deutschlandfunk-Redakteurs zu diesem Fall von Zensur. Jawohl, Zensur; betrieben von der Integrationsbeauftragten der Bundesregierung, Frau Marieluise Beck.
Ich bleibe dabei: Unterdrückung ist Unterdrückung, Heuchler sind Heuchler, und ein Zigeunerjunge ist ein Zigeunerjunge.
sprach der Herr zum Weibe
doch nicht vor mir, beileibe
nein! mit deinen Reizen geize
"Das" Kopftuch symbolisiert den Besitzanspruch des Mannes auf die Frau. Da mag die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Frau Marieluise Beck, sich zu noch so abenteuerlichen Argumentationen versteigen, etwa indem sie das Kopftuch als möglichen Teil eines "emanzipatorischen Weges" muslimischer Frauen verstanden wissen will. "Es gilt, muslimische Frauen auf ihrem Berufsweg zu stärken und es ihnen damit möglich zu machen, einen selbstbewussten, frei gewählten Lebensentwurf zu verfolgen." Multikulti-Phrasen.
Weshalb glauben grüne und alternative Kreise eigentlich nicht jenen muslimischen Frauen, die immer wieder besorgt darauf hinweisen, daß das Kopftuch das Symbol des islamischen Fundamentalismus ist? Unverdrossen schreiben jene Kreise Toleranz auf ihre Fahnen, um, blind für die Wirklichkeit, ganz multikulti-tolerant der Intoleranz den Weg zu ebnen.
Mit der schönen, gernbeschworenen Toleranz ist es aber vorbei, sobald sie das Wort "Zigeuner" hören, und sei es nur auf einer Hör-CD mit Texten von Walter Benjamin aus dem Jahre 1929. Auf der verlinkten Seite findet man (rechts, MP3-Datei für den real-player) den sehr hörenswerten Kommentar eines Deutschlandfunk-Redakteurs zu diesem Fall von Zensur. Jawohl, Zensur; betrieben von der Integrationsbeauftragten der Bundesregierung, Frau Marieluise Beck.
Ich bleibe dabei: Unterdrückung ist Unterdrückung, Heuchler sind Heuchler, und ein Zigeunerjunge ist ein Zigeunerjunge.
Dicki - am Mi, 28. April 2004, 0:13 - Rubrik: zickezacke
EMMA-Leser kennen das Dilemma ihrer Zeitschrift: die Mißstände haben sich kaum geändert (allenfalls die verbale Verbrämung), aber man möchte nicht andauernd - trotz aller Berechtigung - über dieselben Themen lesen. Islamistische Gotteskrieger, christliche Fundamentalisten, Sex-Tourismus, Frauenhandel und Zwangsprostitution. Dazu groteske Irrtümer als die "gute Nachricht"; beispielsweise ein lobender Artikel über Norbert "Büttenredner" Blüm, oder die Erklärung Lara Crofts zum - positiven! - Identifikationsmodell für Mädchen in der Computerspielewelt (Magersucht, ick hör dir trapsen). Oder in der neuesten EMMA ein wohlwollendes Interview mit Anke "Oberflächlich" Engelke.
Nun ja, so ist EMMA, doch es ist richtig und wichtig, daß es sie in einer glattgebügelten Medienwelt kon- und uniformer Meinungen gibt. Und Alice Schwarzer, eine Seele von Mensch, ist über jeden Zweifel erhaben. Sie hat nicht immer recht? Nee, wer hat das schon.
In Heft 2/2004 brachte die Redaktion einen bissig-satirischen Artikel einer freien Autorin über "Kampfmütter", der von den Leserinnen sehr kontrovers aufgenommen wurde. Ich freue mich, daß unter den Befürworterinnen viele Mütter sind, die offenbar ihre fünf Sinne noch beisammen haben. Denn ich habe eigene Erlebnisse mit dem karikierten Personenkreis. Besonders zwei Begegnungen sind mir lebhaft im Gedächtnis.
Bei einer meiner sommerlichen Fahrradtouren stieß ich auf eine Menschenansammlung, die den Wümmedeich versperrte. In den Wiesen tollten Kinder umher, auf der Deichkuppe (dem befahrbaren Weg also) verbreitete sich ein Knäuel aus Rädern und schwatzenden Eltern. Bei solchen Gelegenheiten zögere ich nicht: aggressiv, ohne zu bremsen, sauste ich klingelnd auf die Gruppe zu, die widerwillig eine Gasse freigab (selbstverständlich war ich darauf eingestellt, rechtzeitig bremsen zu können; ich will niemanden verletzen, schon gar nicht mich selbst). Und so passierte ich den Haufen, mein Tempo zur Sicherheit verlangsamend. Aus der Schar, die mir den Weg versperrt hatte, riefen mir Stimmen hinterher, daß ich gefälligst auf die Kinder achtzugeben hätte, und was ich mir denn einbilde.
Vorfall Nummer Zwei: wo Straßen frei sind, überquere ich sie bedenkenlos bei roter Ampel, so auch bei jener Gelegenheit. An der nächsten Ampel mußte ich wegen dem dichten Verkehr stoppen. Neben mir hielt eine Frau von etwa dreißig mit einem Kindersitz auf dem Gepäckträger. Weshalb ich bei Rot gefahren sei, maulte sie, ich gäbe dem Kind ein schlechtes Beispiel. Ich sah kurz auf das Wesen hinter ihr: kaum zwei Jahre alt und schlafend hing es in dem Rücksitz. Wie ich diesem Kind ein schlechtes Vorbild sein konnte, bleibt mir rätselhaft. Im Übrigen sollen Kinder wissen, daß Menschen lernen müssen, eigene Entscheidungen zu treffen: mit Vernunft, auch wenn man dabei Regeln übertritt.
Ich verstand also die Empörung der Autorin, die mit bissigem Humor genau solche Mütter aufspießte. Und damit EMMA eine Flut von Leserbriefen bescherte; teils "Pro", teils "Contra". Ein echter Hit und und eine willkommmene Abwechslung, direkt aus dem Alltag. Ungesagt bleibt aus meiner Sicht, daß jene Mütter (und Väter) ihre Kinder benutzen, um andere Menschen zu maßregeln; sie benutzen, um Macht auszuüben. Vor solchen Eltern spucke ich aus, denn im Grunde wollen sie - unreife Menschen die sie sind - für sich selbst die angemahnte Rücksichtnahme.
Eine Äußerung kam meiner Auffassung recht nahe: "Diese Identifizierung mit dem Nachwuchs, so wie hier beschrieben, hat etwas Zwanghaft-Aggressives, bzw. Egoismus und Aggressivität werden über die Schiene Nachwuchs unter dem Deckmäntelchen Selbstlosigkeit fröhlich ausgelebt."
Interessant fand ich dieses "Contra": "Ich bin Geisteswissenschaftlerin, spreche fünf Sprachen fliessend, musste aber immer wieder feststellen, dass meine Arbeitsplätze im Grunde darauf hinausliefen, präpotenten Männern den Hintern abzuputzen. Ehrlich gesagt, ist mir da die Kacke meines Sohnes doch noch lieber." Und wie lange will sie noch Männerhintern abwischen?
Nun ja, so ist EMMA, doch es ist richtig und wichtig, daß es sie in einer glattgebügelten Medienwelt kon- und uniformer Meinungen gibt. Und Alice Schwarzer, eine Seele von Mensch, ist über jeden Zweifel erhaben. Sie hat nicht immer recht? Nee, wer hat das schon.
In Heft 2/2004 brachte die Redaktion einen bissig-satirischen Artikel einer freien Autorin über "Kampfmütter", der von den Leserinnen sehr kontrovers aufgenommen wurde. Ich freue mich, daß unter den Befürworterinnen viele Mütter sind, die offenbar ihre fünf Sinne noch beisammen haben. Denn ich habe eigene Erlebnisse mit dem karikierten Personenkreis. Besonders zwei Begegnungen sind mir lebhaft im Gedächtnis.
Bei einer meiner sommerlichen Fahrradtouren stieß ich auf eine Menschenansammlung, die den Wümmedeich versperrte. In den Wiesen tollten Kinder umher, auf der Deichkuppe (dem befahrbaren Weg also) verbreitete sich ein Knäuel aus Rädern und schwatzenden Eltern. Bei solchen Gelegenheiten zögere ich nicht: aggressiv, ohne zu bremsen, sauste ich klingelnd auf die Gruppe zu, die widerwillig eine Gasse freigab (selbstverständlich war ich darauf eingestellt, rechtzeitig bremsen zu können; ich will niemanden verletzen, schon gar nicht mich selbst). Und so passierte ich den Haufen, mein Tempo zur Sicherheit verlangsamend. Aus der Schar, die mir den Weg versperrt hatte, riefen mir Stimmen hinterher, daß ich gefälligst auf die Kinder achtzugeben hätte, und was ich mir denn einbilde.
Vorfall Nummer Zwei: wo Straßen frei sind, überquere ich sie bedenkenlos bei roter Ampel, so auch bei jener Gelegenheit. An der nächsten Ampel mußte ich wegen dem dichten Verkehr stoppen. Neben mir hielt eine Frau von etwa dreißig mit einem Kindersitz auf dem Gepäckträger. Weshalb ich bei Rot gefahren sei, maulte sie, ich gäbe dem Kind ein schlechtes Beispiel. Ich sah kurz auf das Wesen hinter ihr: kaum zwei Jahre alt und schlafend hing es in dem Rücksitz. Wie ich diesem Kind ein schlechtes Vorbild sein konnte, bleibt mir rätselhaft. Im Übrigen sollen Kinder wissen, daß Menschen lernen müssen, eigene Entscheidungen zu treffen: mit Vernunft, auch wenn man dabei Regeln übertritt.
Ich verstand also die Empörung der Autorin, die mit bissigem Humor genau solche Mütter aufspießte. Und damit EMMA eine Flut von Leserbriefen bescherte; teils "Pro", teils "Contra". Ein echter Hit und und eine willkommmene Abwechslung, direkt aus dem Alltag. Ungesagt bleibt aus meiner Sicht, daß jene Mütter (und Väter) ihre Kinder benutzen, um andere Menschen zu maßregeln; sie benutzen, um Macht auszuüben. Vor solchen Eltern spucke ich aus, denn im Grunde wollen sie - unreife Menschen die sie sind - für sich selbst die angemahnte Rücksichtnahme.
Eine Äußerung kam meiner Auffassung recht nahe: "Diese Identifizierung mit dem Nachwuchs, so wie hier beschrieben, hat etwas Zwanghaft-Aggressives, bzw. Egoismus und Aggressivität werden über die Schiene Nachwuchs unter dem Deckmäntelchen Selbstlosigkeit fröhlich ausgelebt."
Interessant fand ich dieses "Contra": "Ich bin Geisteswissenschaftlerin, spreche fünf Sprachen fliessend, musste aber immer wieder feststellen, dass meine Arbeitsplätze im Grunde darauf hinausliefen, präpotenten Männern den Hintern abzuputzen. Ehrlich gesagt, ist mir da die Kacke meines Sohnes doch noch lieber." Und wie lange will sie noch Männerhintern abwischen?
Dicki - am Di, 27. April 2004, 2:15 - Rubrik: Nachtgesaenge
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