Nach dem vielen Pfingsten die letzten Tage bin ich heute erstmal in meine Sparkasse gestürmt und habe mit gezücktem Scheck die Herausgabe von Bargeld verlangt, weshalb, ich brauchte Geld, um die leeren Fächer im Kühlschrank vollzustopfen. Nee, nicht mit Geld; das Geld ist für einzukaufen.
Also Einkauf hier und Einkauf da, alles angenehm bei Sonnenschein und Wärme. Und dann sehe ich plötzlich das Wahlplakat der Grünen. Großportrait von Helga Trüpel. Oben steht: "Europa ist eine Frau". Unten steht: "Helga Trüpel".
Also Einkauf hier und Einkauf da, alles angenehm bei Sonnenschein und Wärme. Und dann sehe ich plötzlich das Wahlplakat der Grünen. Großportrait von Helga Trüpel. Oben steht: "Europa ist eine Frau". Unten steht: "Helga Trüpel".
Dicki - am Di, 01. Juni 2004, 21:45 - Rubrik: aus aller Welt
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Erwin, Doris' Pitbull (vgl. Dicki trinkt energetisiertes Wasser), ist an und für sich ganz in Ordnung. Aber er mag Damen nicht, keine Ahnung weshalb. Begegnet ihm ein Gentleman, hängt er gleich schnüffelnd und schwanzwedelnd an dessen Achtersteven, aber bei Damen tut er immer so, als sähe er sie gar nicht. Manchmal ist er richtig albern und tut so, als sei er eine Katze, mit Gefauch und Gebuckel. Dann tun die Damen so, als sähen sie ihn nicht.
Doris rief mich an, sie müsse rasch Bauholz für ihren Orgonkasten besorgen, da sei eine günstige Gelegenenheit, und den Erwin könne sie in kein Geschäft mitnehmen, weil er da immer so territorial agiere. Ich verstand, was sie meinte, und stimmte zu, für eine Stunde Erwin Gesellschaft zu leisten. Wir würden wie gewöhnlich spazierengehen.
Doris ist ein feiner Kerl, wenn sie mir nicht gerade von telepathisierenden Delphinen erzählt oder meine geliebte populäre Musik madig zu machen versucht. Sie ist da, wenn man sie braucht, und so tu ich ihr gern mal den einen oder anderen Gefallen. Mit Erwin bin ich häufig unterwegs und kenne alle seine Geheimnisse.
Doris übergab mir also Erwin und brauste mit ihrem 'Smart' in einer Wolke verbrannten Pflanzenöls davon. Ich band Erwin eine rotgepunktete blaue Fliege um den Hals und wir flanierten den Osterdeich entlang.
Hunde sind gegenüber Schwulen viel toleranter als Menschen. Sie rufen nicht gleich "Schwanzlutscher!" oder "Arschficker!" oder "schwule Sau!", bloß weil einer vom anderen Ufer ist. Manch junger Rüde verfällt Erwins galanten Schmeicheleien und probiert es einfach mal aus. Der Erwin hat es aber auch drauf. Er ist ja ein wenig pädophil veranlagt, das muß man schon sagen. Und die unerfahrenen Jungen lassen sich von seiner Erscheinung blenden; noch mehr, seit ich ihm die Fliege aufgeschwatzt habe.
Wir schlenderten also den Weg entlang, er mit Fliege und Mittelscheitel, ich mit James-Dean-Jacke. Uns kam ein junges Heteropaar entgegen, ein wenig klischeehaft hetero. Der Kläffer von denen sprang mir gleich ans Bein, als ich nach der Uhrzeit fragte (erst eine halbe Stunde rum). Ehe die was merkten, stupste Erwin den pubertierenden Terrier mit der Schnauze von mir fort, als wolle er sagen: wenn du nicht weißt, wohin damit, lade es doch bei mir ab. Und husch! waren die Beiden im Gestrüpp beim Bürgerhaus verschwunden.
Routiniert tischte ich dem Paar die Lüge auf, daß Erwin immer spielen wolle und jeden anderen Hund herumkriege, jeden! - Wie alt er denn sei, fragte sie. Ich machte Erwin ein bißchen jünger, damit der angbliche Spieltrieb glaubwürdig wirkte. "Irgendwann wird auch Erwin mal ruhiger," sponn ich meine Rolle fort. Wie ihrer denn hieße?
"Wir" - Seitenblick auf ihn - "haben uns für Detlev entschieden, weil wir den Namen so komisch finden, also, für einen Hund." - "Ja, haha, das ist komisch," bestätigte ich. Und wie, ihr Ahnungslosen!
Schon hopste der junge Spund sichtlich erleichtert um seine Besitzer herum, während Erwin mal wieder besonders melancholisch dreinschaute. Ja, das Alter, da ist man nicht mehr so spritzig wie die Jugend. Wir verabschiedeten uns von dem Paar bzw. von Detlev, und ich rückte Erwin die verrutschte Fliege zurecht und redete ihm zum x-ten Mal ins Gewissen, er solle sich vor Doris nicht länger verstellen. Wovor er denn Angst hätte, daß sie ihm keine Tofu-Plätzchen mehr bäckt? Na also. "Denk dran, Erwin, irgendwann kommt sie doch dahinter." Er sah mich so leidend an, daß ich das Thema wechselte.
Doris bedankte sich herzlich und erzählte von ihrem Orgonkasten. Wie würde sie Erwins Outing wohl aufnehmen? Einerseits ist sie eine tolerante Natur, andererseits glaubt sie allen Ernstes, daß sich in der Rockmusik finstere Mächte artikulieren. Man muß das "Finstere" in sich akzeptieren und sich damit auseinandersetzen, das ist man sich selbst schuldig, meiner Meinung nach. - Ich glaube nicht, daß sie Erwin für seine Homosexualität verdammen wird (hoffentlich nicht!), aber die Heimlichtuerei wird sie ihm ganz sicher übelnehmen. Da soll er mal gründlich drüber nachdenken, der Schwerenöter.
Doris rief mich an, sie müsse rasch Bauholz für ihren Orgonkasten besorgen, da sei eine günstige Gelegenenheit, und den Erwin könne sie in kein Geschäft mitnehmen, weil er da immer so territorial agiere. Ich verstand, was sie meinte, und stimmte zu, für eine Stunde Erwin Gesellschaft zu leisten. Wir würden wie gewöhnlich spazierengehen.
Doris ist ein feiner Kerl, wenn sie mir nicht gerade von telepathisierenden Delphinen erzählt oder meine geliebte populäre Musik madig zu machen versucht. Sie ist da, wenn man sie braucht, und so tu ich ihr gern mal den einen oder anderen Gefallen. Mit Erwin bin ich häufig unterwegs und kenne alle seine Geheimnisse.
Doris übergab mir also Erwin und brauste mit ihrem 'Smart' in einer Wolke verbrannten Pflanzenöls davon. Ich band Erwin eine rotgepunktete blaue Fliege um den Hals und wir flanierten den Osterdeich entlang.
Hunde sind gegenüber Schwulen viel toleranter als Menschen. Sie rufen nicht gleich "Schwanzlutscher!" oder "Arschficker!" oder "schwule Sau!", bloß weil einer vom anderen Ufer ist. Manch junger Rüde verfällt Erwins galanten Schmeicheleien und probiert es einfach mal aus. Der Erwin hat es aber auch drauf. Er ist ja ein wenig pädophil veranlagt, das muß man schon sagen. Und die unerfahrenen Jungen lassen sich von seiner Erscheinung blenden; noch mehr, seit ich ihm die Fliege aufgeschwatzt habe.
Wir schlenderten also den Weg entlang, er mit Fliege und Mittelscheitel, ich mit James-Dean-Jacke. Uns kam ein junges Heteropaar entgegen, ein wenig klischeehaft hetero. Der Kläffer von denen sprang mir gleich ans Bein, als ich nach der Uhrzeit fragte (erst eine halbe Stunde rum). Ehe die was merkten, stupste Erwin den pubertierenden Terrier mit der Schnauze von mir fort, als wolle er sagen: wenn du nicht weißt, wohin damit, lade es doch bei mir ab. Und husch! waren die Beiden im Gestrüpp beim Bürgerhaus verschwunden.
Routiniert tischte ich dem Paar die Lüge auf, daß Erwin immer spielen wolle und jeden anderen Hund herumkriege, jeden! - Wie alt er denn sei, fragte sie. Ich machte Erwin ein bißchen jünger, damit der angbliche Spieltrieb glaubwürdig wirkte. "Irgendwann wird auch Erwin mal ruhiger," sponn ich meine Rolle fort. Wie ihrer denn hieße?
"Wir" - Seitenblick auf ihn - "haben uns für Detlev entschieden, weil wir den Namen so komisch finden, also, für einen Hund." - "Ja, haha, das ist komisch," bestätigte ich. Und wie, ihr Ahnungslosen!
Schon hopste der junge Spund sichtlich erleichtert um seine Besitzer herum, während Erwin mal wieder besonders melancholisch dreinschaute. Ja, das Alter, da ist man nicht mehr so spritzig wie die Jugend. Wir verabschiedeten uns von dem Paar bzw. von Detlev, und ich rückte Erwin die verrutschte Fliege zurecht und redete ihm zum x-ten Mal ins Gewissen, er solle sich vor Doris nicht länger verstellen. Wovor er denn Angst hätte, daß sie ihm keine Tofu-Plätzchen mehr bäckt? Na also. "Denk dran, Erwin, irgendwann kommt sie doch dahinter." Er sah mich so leidend an, daß ich das Thema wechselte.
Doris bedankte sich herzlich und erzählte von ihrem Orgonkasten. Wie würde sie Erwins Outing wohl aufnehmen? Einerseits ist sie eine tolerante Natur, andererseits glaubt sie allen Ernstes, daß sich in der Rockmusik finstere Mächte artikulieren. Man muß das "Finstere" in sich akzeptieren und sich damit auseinandersetzen, das ist man sich selbst schuldig, meiner Meinung nach. - Ich glaube nicht, daß sie Erwin für seine Homosexualität verdammen wird (hoffentlich nicht!), aber die Heimlichtuerei wird sie ihm ganz sicher übelnehmen. Da soll er mal gründlich drüber nachdenken, der Schwerenöter.
Dicki - am So, 30. Mai 2004, 21:57 - Rubrik: Erwins Welt
In unserer allwöchentlichen prä-meditativen Stunde saßen wir vorgestern im Versammlungsraum miteinander: die Voll-Adeptin Malaysia, ihre Schülerin Doris, Erwin, der ungläubige Thomas und ich. Erwin ist der zu Tiefsinn neigende, melancholische Pitbull von Doris, eine Reinkarnation Arno Schmidts.
Malaysia, die uns spirituell durch die messerscharfen Klippen zerstörerischen Zweifels lenkt, hatte 'energetisiertes Wasser' zum Thema bestimmt bzw. eine Stimme - war es Christian Morgenstern, war es General Sternwood? - hatte ihr dies ans Herz gelegt. Als Anschauungsmaterial diente uns ein reich bebildertes Buch von Masaru Emotio, dem es durch seine Forschungsarbeit gelungen ist, gute und schlechte Einflüsse auf Wasser sichtbar zu machen.
Wasser, so begriff ich, ist das Chamäleon unter den vier Elementen. In einem Apparat, der einer stinknormalen modernen Laborwaage zum Verwechseln ähnlich sieht, hatte er eine homöopathische Menge Kamillenauszug neben eine Probe gewöhnlichen Wassers gestellt. Seine Methode ist es, behandeltes und unbehandeltes Wasser zu gefrieren und Fotos von der Kristallisation aufzunehmen. Die Ergebnisse sind überwältigend; so auch in diesem Fall: neben ein Bild einer blühenden Kamille hatte er das Foto der Kristallisation gestellt, und die Kristalle ähnelten in ihrer Form stark der Kamillenblüte.
"Das ist der Beweis!" rief Malaysia bewegt, und wir klatschten spontan. Ein versöhnlicher Abschluß unseres Treffens, das beinahe mit einem Eklat begonnen hätte. Denn der ungläubige Thomas hatte die Stirn gehabt zu fragen, wieviel Kilowatt man dem Wasser denn an Energie verpassen könne, was aus zweierlei Gründen dumm ist, denn zum Einen äußert sich hier ein unangebrachter Unglaube, zum Anderen sprach er es so aus, als würde man Schlamm ("Kilo Watt") ins Wasser kippen.
Malaysia bedachte ihn mit einem ihrer strengsten Blicke, Doris rümpfte die Nase, ich kristallisierte vor Schreck und Erwin knurrte mißmutig. Nur weil sich der ungläubige Thomas alsbald entschuldigte, glätteten sich die Wogen und Spiritualität flutete wohltuend in unser Bewußtsein, während wir reihum den Bildband betrachteten.
Die fotografischen Beweise Emotios sind wirklich eindrucksvoll: Wasser aus Lourdes (Wallfahrtsort, die heiligen Quellen von Lourdes!) kristallisiert in Form eines Rosenkranzes, Wasser unter dem Einfluß von Hardrock kristallisiert gar nicht(!), sondern bildet eine gestörte (!) Struktur aus kreisförmigen Wellen, wodurch sich für mich die Triebhaftigkeit (!) der Rockmusik herauskristallisiert.
Als wir also nun den Segen energetisierten Wassers erfasst hatten, bot uns Malaysia - eine besondere Gelegenheit! rief sie - einen Keramikuntersatz mit eingelegten Magneten zum Vorzugspreis von 69 Euro an. Erwin guckte trübsinnig aus dem Fenster, weil er kein Geld dabeihatte, der ungläubige Thomas wollte mich anpumpen und ich versuchte vergeblich, den Preis herunterzuhandeln; Doris hatte natürlich längst solch ein Teil.
Während ich voller Vorfreude auf beglückendes Wasser meinen energetisierenden Untersatz einpackte, sagte Malaysia, daß wir uns nächste Woche mit dem Thema 'Lichtarbeit' befassen sollten. Dem Licht, sagte sie, bevor ich fragen konnte, ob sie auch dazu erhebende Kristallisationsfotos mitbringen werde, wohnen besondere Energien in Form von Biophotonen inne, die man sich aber erarbeiten muß. Wir nickten, jaja, ohne Fleiß kein Preis, und sie versprach, auch zu diesem Themenkreis nützliche Hilfsgeräte vorzustellen, die sie uns wie üblich günstig überlassen könne.
Erwin versuchte noch, das Portemonnaie aus meiner Jacke zu ziehen und es gab ein kleines Handgemenge, aber als Doris ihrem Schützling eine Schale durchgeistigten Wassers vorsetzte, ließ er endlich ab. Der ungläubige Thomas begleitete mich ein Stück meines Heimweges. "Ob es außer Erwin jemand merken würde, wenn man in das Wasser hineinpißt?" wollte er wissen. "Natürlich," sagte ich, "auf den Kristallisationsfotos wäre das ganz genau zu erkennen."
Malaysia, die uns spirituell durch die messerscharfen Klippen zerstörerischen Zweifels lenkt, hatte 'energetisiertes Wasser' zum Thema bestimmt bzw. eine Stimme - war es Christian Morgenstern, war es General Sternwood? - hatte ihr dies ans Herz gelegt. Als Anschauungsmaterial diente uns ein reich bebildertes Buch von Masaru Emotio, dem es durch seine Forschungsarbeit gelungen ist, gute und schlechte Einflüsse auf Wasser sichtbar zu machen.
Wasser, so begriff ich, ist das Chamäleon unter den vier Elementen. In einem Apparat, der einer stinknormalen modernen Laborwaage zum Verwechseln ähnlich sieht, hatte er eine homöopathische Menge Kamillenauszug neben eine Probe gewöhnlichen Wassers gestellt. Seine Methode ist es, behandeltes und unbehandeltes Wasser zu gefrieren und Fotos von der Kristallisation aufzunehmen. Die Ergebnisse sind überwältigend; so auch in diesem Fall: neben ein Bild einer blühenden Kamille hatte er das Foto der Kristallisation gestellt, und die Kristalle ähnelten in ihrer Form stark der Kamillenblüte.
"Das ist der Beweis!" rief Malaysia bewegt, und wir klatschten spontan. Ein versöhnlicher Abschluß unseres Treffens, das beinahe mit einem Eklat begonnen hätte. Denn der ungläubige Thomas hatte die Stirn gehabt zu fragen, wieviel Kilowatt man dem Wasser denn an Energie verpassen könne, was aus zweierlei Gründen dumm ist, denn zum Einen äußert sich hier ein unangebrachter Unglaube, zum Anderen sprach er es so aus, als würde man Schlamm ("Kilo Watt") ins Wasser kippen.
Malaysia bedachte ihn mit einem ihrer strengsten Blicke, Doris rümpfte die Nase, ich kristallisierte vor Schreck und Erwin knurrte mißmutig. Nur weil sich der ungläubige Thomas alsbald entschuldigte, glätteten sich die Wogen und Spiritualität flutete wohltuend in unser Bewußtsein, während wir reihum den Bildband betrachteten.
Die fotografischen Beweise Emotios sind wirklich eindrucksvoll: Wasser aus Lourdes (Wallfahrtsort, die heiligen Quellen von Lourdes!) kristallisiert in Form eines Rosenkranzes, Wasser unter dem Einfluß von Hardrock kristallisiert gar nicht(!), sondern bildet eine gestörte (!) Struktur aus kreisförmigen Wellen, wodurch sich für mich die Triebhaftigkeit (!) der Rockmusik herauskristallisiert.
Als wir also nun den Segen energetisierten Wassers erfasst hatten, bot uns Malaysia - eine besondere Gelegenheit! rief sie - einen Keramikuntersatz mit eingelegten Magneten zum Vorzugspreis von 69 Euro an. Erwin guckte trübsinnig aus dem Fenster, weil er kein Geld dabeihatte, der ungläubige Thomas wollte mich anpumpen und ich versuchte vergeblich, den Preis herunterzuhandeln; Doris hatte natürlich längst solch ein Teil.
Während ich voller Vorfreude auf beglückendes Wasser meinen energetisierenden Untersatz einpackte, sagte Malaysia, daß wir uns nächste Woche mit dem Thema 'Lichtarbeit' befassen sollten. Dem Licht, sagte sie, bevor ich fragen konnte, ob sie auch dazu erhebende Kristallisationsfotos mitbringen werde, wohnen besondere Energien in Form von Biophotonen inne, die man sich aber erarbeiten muß. Wir nickten, jaja, ohne Fleiß kein Preis, und sie versprach, auch zu diesem Themenkreis nützliche Hilfsgeräte vorzustellen, die sie uns wie üblich günstig überlassen könne.
Erwin versuchte noch, das Portemonnaie aus meiner Jacke zu ziehen und es gab ein kleines Handgemenge, aber als Doris ihrem Schützling eine Schale durchgeistigten Wassers vorsetzte, ließ er endlich ab. Der ungläubige Thomas begleitete mich ein Stück meines Heimweges. "Ob es außer Erwin jemand merken würde, wenn man in das Wasser hineinpißt?" wollte er wissen. "Natürlich," sagte ich, "auf den Kristallisationsfotos wäre das ganz genau zu erkennen."
Dicki - am Sa, 29. Mai 2004, 3:58 - Rubrik: Erwins Welt
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Och , dachte ich gestern abend, nachdem ich meine Lieblingslieder von Lou Reed's 'New York' gehört hatte, eigentlich könnte ich jetzt, soll ich? aber ja, ist doch (grübel) schon über zwanzig Jahre her, also bitte, auf den Plattenteller damit, damn it: 'Inflammable Material' von Stiff Little Fingers (1979). Komplett durchgehört und das genügt für die nächsten zwanzig Jahre. Vielleicht freut sich die Verwandtschaft über so 'nen Fetzer in meinem Nachlass. Aber ich hab' mich gelangweilt.
Dabei hätte ich genaugenommen aggressiv werden müssen, denn ich hatte zuvor ein Bild von George W. Bush gesehen, und die Wissenschaft hat festgestellt festgestellt festgestellt, daß Bush im Bild Aggressivmacher enthält. Wirkt aber eventuell nur bei ausgewählten US-Testpersonen, ich weiß es nicht.
Jedenfalls war ich weder aggressiv, noch euphorisch, noch irgendwie sonstwas. Weil SLF so ultraernst rüberkommen? Wegen der teilweise sehr plakativen Politparolen-Texte? Weil der immergleiche knirschdröhnbratzgitarrenhammerdrumsundschreigesang-Sound sich rasch abnutzt? 'Alternative Ulster' ist trotzdem ein Highlight, gut auch 'Suspect Device', 'Rough Trade' und 'State of Emergency'. Die vier, dann reicht's. Die LP darf jetzt wieder Staub ansetzen.
Auch Shanghai kann meinetwegen verstauben. Im ersten Moment gefiel mir das Foto von der Skyline,
aber bald erinnerte es mich an Architektenträume aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Das soll das moderne China sein? Wenn die nichts Besseres zu bieten haben, kann ich den Weltuntergang getrost innerhalb der westlichen Wertegemeinschaft miterleben, statt bei diesen Nachmachern. Ist doch wahr!
Dabei hätte ich genaugenommen aggressiv werden müssen, denn ich hatte zuvor ein Bild von George W. Bush gesehen, und die Wissenschaft hat festgestellt festgestellt festgestellt, daß Bush im Bild Aggressivmacher enthält. Wirkt aber eventuell nur bei ausgewählten US-Testpersonen, ich weiß es nicht.
Jedenfalls war ich weder aggressiv, noch euphorisch, noch irgendwie sonstwas. Weil SLF so ultraernst rüberkommen? Wegen der teilweise sehr plakativen Politparolen-Texte? Weil der immergleiche knirschdröhnbratzgitarrenhammerdrumsundschreigesang-Sound sich rasch abnutzt? 'Alternative Ulster' ist trotzdem ein Highlight, gut auch 'Suspect Device', 'Rough Trade' und 'State of Emergency'. Die vier, dann reicht's. Die LP darf jetzt wieder Staub ansetzen.
Auch Shanghai kann meinetwegen verstauben. Im ersten Moment gefiel mir das Foto von der Skyline,
aber bald erinnerte es mich an Architektenträume aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Das soll das moderne China sein? Wenn die nichts Besseres zu bieten haben, kann ich den Weltuntergang getrost innerhalb der westlichen Wertegemeinschaft miterleben, statt bei diesen Nachmachern. Ist doch wahr!
Dicki - am Do, 27. Mai 2004, 22:13 - Rubrik: zickezacke
Vorgestern meinte ich, einen unmittelbar bevorstehenden Anschlag, der die israelische Armee zur Rückkehr nach Rafah "zwingen" würde, vorauszuahnen. Ein Irrtum. Gut so.
Der israelische Justizminister Josef Lapid empört sich über das Vorgehen in Rafah. Auch das erfreulich. Aber seine Tage im Kabinett sind damit vermutlich gezählt.
Beim Durchforsten alter Zeitungen fand ich die Leserzuschrift wieder, die ich vor zwei Wochen kommentieren wollte. Aber wozu kommentieren, was für sich selbst spricht:
Da hierzulande Präsident Bush ständig in ein schlechtes Licht gestellt wird, möchte ich meine Dankbarkeit darüber zum Ausdruck bringen, dass es im Irak keinen Saddam Hussein mehr gibt! Diejenigen, die Herrn Bush deswegen angreifen, vergessen, dass die Unterschiede zwischen dem irakischen Diktator und Hitler nicht groß waren, und dass man vor der RAF und den Baader-Meinhof-Terroristen ebenfalls nicht kapitulierte. Möglicherweise gibt es Hunderttausende durch islamische Propaganda fanatisierte potentielle Mörder in arabischen Ländern.
Was berechtigt uns dann, Amerika als einzige konsequent eingreifende Ordnungsmacht zu beschuldigen? Was unternehmen wir denn gegen die gewaltsame Islamisierung und Anti-Juden-Propaganda in islamischen Staaten? Das ist ein alarmierendes Zeichen und verrät allerhand über die Dekadenz in unserer vielleicht allzu linkslastigen Medienlandschaft.
Hier wird offenbar eine einseitig linke Meinungsmache betrieben, da Präsident Bush dem konservativen Lager angehört und als einer der wenigen endlich damit angefangen hat, auch etwas gegen den Völkermord in Form von Tötungen ungeborener Kinder zu unternehmen.
Das Einzige, was in islamischen Ländern eine sinnvolle Lösung herbeiführen würde, wäre die Unterstützung christlicher Missionare und demokratischer Aufbauarbeit, denn der Islam kennt keine Demokratie und Menschenrechte so wie das Christentum.
Statt eines Kommentares erlaube ich mir lediglich, auf meinen aufklärerischen, nicht-linkslastigen Landschaftspflegebeitrag Was will der Islam hinzuweisen.
Der israelische Justizminister Josef Lapid empört sich über das Vorgehen in Rafah. Auch das erfreulich. Aber seine Tage im Kabinett sind damit vermutlich gezählt.
Beim Durchforsten alter Zeitungen fand ich die Leserzuschrift wieder, die ich vor zwei Wochen kommentieren wollte. Aber wozu kommentieren, was für sich selbst spricht:
Da hierzulande Präsident Bush ständig in ein schlechtes Licht gestellt wird, möchte ich meine Dankbarkeit darüber zum Ausdruck bringen, dass es im Irak keinen Saddam Hussein mehr gibt! Diejenigen, die Herrn Bush deswegen angreifen, vergessen, dass die Unterschiede zwischen dem irakischen Diktator und Hitler nicht groß waren, und dass man vor der RAF und den Baader-Meinhof-Terroristen ebenfalls nicht kapitulierte. Möglicherweise gibt es Hunderttausende durch islamische Propaganda fanatisierte potentielle Mörder in arabischen Ländern.
Was berechtigt uns dann, Amerika als einzige konsequent eingreifende Ordnungsmacht zu beschuldigen? Was unternehmen wir denn gegen die gewaltsame Islamisierung und Anti-Juden-Propaganda in islamischen Staaten? Das ist ein alarmierendes Zeichen und verrät allerhand über die Dekadenz in unserer vielleicht allzu linkslastigen Medienlandschaft.
Hier wird offenbar eine einseitig linke Meinungsmache betrieben, da Präsident Bush dem konservativen Lager angehört und als einer der wenigen endlich damit angefangen hat, auch etwas gegen den Völkermord in Form von Tötungen ungeborener Kinder zu unternehmen.
Das Einzige, was in islamischen Ländern eine sinnvolle Lösung herbeiführen würde, wäre die Unterstützung christlicher Missionare und demokratischer Aufbauarbeit, denn der Islam kennt keine Demokratie und Menschenrechte so wie das Christentum.
Statt eines Kommentares erlaube ich mir lediglich, auf meinen aufklärerischen, nicht-linkslastigen Landschaftspflegebeitrag Was will der Islam hinzuweisen.
Dicki - am So, 23. Mai 2004, 23:30 - Rubrik: aus aller Welt