Rauchen kann die Spermatozoen schädigen und schränkt die Fruchtbarkeit ein. Jetzt haben sie mich an den Eiern gepackt.
Dicki - am Do, 21. Oktober 2004, 23:20 - Rubrik: in eigener Sache
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Man muß die Leute an ihren Einfluß glauben lassen; Hauptsache ist, daß sie keinen haben.
(Ludwig Thoma)
(Ludwig Thoma)
Dicki - am Do, 21. Oktober 2004, 20:40 - Rubrik: Tips und Tricks
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Heute schlug die Wirklichkeit wie ein Blitz in meinen Linux-Kurs ein. Mal eben ein anderes Linux-System installieren (dachte sich der Dozent, der in kurzer Zeit viel Wissen weitergeben soll), und daran dies und das lernen. Leider erwies sich die gewählte Linux-Variante an entscheidender Stelle als fehlerhaft, und der Dozent scheiterte bis vor kurz vor Schluß mit seinen Bemühungen, den Fehler zu beheben.
Weshalb erzähle ich das? Weil uns in der Praxis ein Kunde von den vorgesehen 4 auf 3 bezahlte Stunden herunterhandeln wird, und es ihm egal ist, ob wir dann 30 Stunden - unverschuldet - aufwenden müssen, um einen lauffähigen Rechner abzuliefern. Wegen Terminüberschreitung wird er uns sogar noch einen Teil der vereinbarten Bezahlung vorenthalten, da hülfe kein Erklären und Bitten um Verständnis.
Verhielte sich mir gegenüber ein Freund ähnlich - raunzte dieser mich also an, weil ich - unverschuldet - mehrere Tage an dessen Rechner säße und Zeit, die ich gern anders verbrächte, aus Pflichtgefühl auf ein fehlerhaftes System verwendete - , ich würde seine Freundschaft in Zweifel ziehen. Weshalb aber soll in der Geschäftswelt nicht gelten, was unter Freunden selbstverständlich ist; wir sind doch allesamt nur Menschen?
Entmenschlichung und Abwesenheit von Vertrauen und Verständnis sind in der Geschäftswelt längst selbstverständlich und schwappen immer mehr in die privaten Beziehungen hinüber. Alles sind nur noch Machtverhältnisse, und der Stärkere ist im Recht. - Wehe den Besiegten!
Weshalb erzähle ich das? Weil uns in der Praxis ein Kunde von den vorgesehen 4 auf 3 bezahlte Stunden herunterhandeln wird, und es ihm egal ist, ob wir dann 30 Stunden - unverschuldet - aufwenden müssen, um einen lauffähigen Rechner abzuliefern. Wegen Terminüberschreitung wird er uns sogar noch einen Teil der vereinbarten Bezahlung vorenthalten, da hülfe kein Erklären und Bitten um Verständnis.
Verhielte sich mir gegenüber ein Freund ähnlich - raunzte dieser mich also an, weil ich - unverschuldet - mehrere Tage an dessen Rechner säße und Zeit, die ich gern anders verbrächte, aus Pflichtgefühl auf ein fehlerhaftes System verwendete - , ich würde seine Freundschaft in Zweifel ziehen. Weshalb aber soll in der Geschäftswelt nicht gelten, was unter Freunden selbstverständlich ist; wir sind doch allesamt nur Menschen?
Entmenschlichung und Abwesenheit von Vertrauen und Verständnis sind in der Geschäftswelt längst selbstverständlich und schwappen immer mehr in die privaten Beziehungen hinüber. Alles sind nur noch Machtverhältnisse, und der Stärkere ist im Recht. - Wehe den Besiegten!
Dicki - am Mi, 20. Oktober 2004, 23:07 - Rubrik: in eigener Sache
Musik: dissonante Fanfarenstöße, synkopische Paukenschläge.
Sprecher: Diese hart arbeitenden Familienväter wurden von Sozialneid und Besitzstandswahrungsdenken um ihr Lebensglück gebracht.
Bild: ältere Männer in erkennbar teurer Kleidung sitzen in einer Einkaufsstraße auf Luxusbürostühlen, vor sich einen umgedrehten Hut, in der Hand Schilder wie "Ohne Arbeit" - "Opel war mein Ruin" - "Vernichtet durch herzlose Arbeitnehmer", Passanten eilen achtlos vorüber, Nieselregen, wehendes Herbstlaub.
Sprecher: So könnten die Folgen des verantwortungslosen Streiks in den Opel-Werken aussehen. Dazu darf es nicht kommen. Deutsche, wehrt euch!
Musik: eine Militärkapelle spielt das Deutschlandlied.
Bild: Lange Schlangen von Arbeitswilligen drängen in ein Opel-Werk. Beim Pförtner gibt jeder seine Geldbörse ab.
Sprecher: Bildet Freiwilligenverbände gegen die Ewiggestrigen. Unterstützt unsere fortschrittliche Wirtschaft. Damit auch unsere Kinder noch eine Zukunft haben.
Bild: Horst Köhler schreitet die Ehrenformation des Deutschen Industrie- und Handelstages ab.
Sprecher: Deutschland ist ein großartiger Standort mit großartigen Vorständen. Das lassen wir uns nicht zerneiden. (stimmt in die Musik ein) ... ü-ber a-hal-les, ü-hü-ber a-ha-le-hes in de-her Welt.
(Abblende)
Dieser Informationsfilm wurde finanziert aus Mitteln der Bundesagentur für Arbeit, der Kranken- und der Rentenversicherung.
Sprecher: Diese hart arbeitenden Familienväter wurden von Sozialneid und Besitzstandswahrungsdenken um ihr Lebensglück gebracht.
Bild: ältere Männer in erkennbar teurer Kleidung sitzen in einer Einkaufsstraße auf Luxusbürostühlen, vor sich einen umgedrehten Hut, in der Hand Schilder wie "Ohne Arbeit" - "Opel war mein Ruin" - "Vernichtet durch herzlose Arbeitnehmer", Passanten eilen achtlos vorüber, Nieselregen, wehendes Herbstlaub.
Sprecher: So könnten die Folgen des verantwortungslosen Streiks in den Opel-Werken aussehen. Dazu darf es nicht kommen. Deutsche, wehrt euch!
Musik: eine Militärkapelle spielt das Deutschlandlied.
Bild: Lange Schlangen von Arbeitswilligen drängen in ein Opel-Werk. Beim Pförtner gibt jeder seine Geldbörse ab.
Sprecher: Bildet Freiwilligenverbände gegen die Ewiggestrigen. Unterstützt unsere fortschrittliche Wirtschaft. Damit auch unsere Kinder noch eine Zukunft haben.
Bild: Horst Köhler schreitet die Ehrenformation des Deutschen Industrie- und Handelstages ab.
Sprecher: Deutschland ist ein großartiger Standort mit großartigen Vorständen. Das lassen wir uns nicht zerneiden. (stimmt in die Musik ein) ... ü-ber a-hal-les, ü-hü-ber a-ha-le-hes in de-her Welt.
(Abblende)
Dieser Informationsfilm wurde finanziert aus Mitteln der Bundesagentur für Arbeit, der Kranken- und der Rentenversicherung.
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Manche haben es schon mal gehört, dieses alte Lied der Arbeiterbewegung aus den USA. Mir ist es wieder eingefallen, als ich heute von der neuen Kampftaktik der IG Metall hörte. Bekanntlich streiken die Opel-Werker, um erstens dem Vertragsbruch (Arbeitsplatzgarantie bis 2005) und zweitens den Lohnraub-Plänen des Managements entgegenzutreten. Sogleich wurde ihnen der Abbau des gesamten Werks in Bochum angedroht. Löhne und Gehälter werden für die Dauer des Streiks natürlich nicht gezahlt. Streiken die Opel-Leute nicht, wird ihnen nach und nach das Fell über die Ohren gezogen.
In dieser Situation tritt die IG Metall (richtiger: die Führung der IG Metall) total kämpferisch auf und will mit der Opel-Führung verhandeln. Sie sagt den Streikenden: geht zurück an eure Arbeit, ihr belastet sonst die Verhandlungen, das geht nicht. Und sie sagt weiter: das ist kein regulärer Streik, unsere Streikkassen bleiben für euch geschlossen. Und da fiel mir das Lied ein, hab gleich den Text nachgeschlagen, und hier kommt eine passende Strophe:
Don't scab* for the bosses
don't listen to their lies
us poor folks haven't got a chance
unless we organize
which side are you on
which side are you on
(*Ein Streikbrecher wird als "scab" bezeichnet, seine Tätigkeit ist "to scab".)
Nachtrag: Heute ist so ein Tag, da stehe ich auf der Leitung. Bis sich dann endlich alles zusammenfügt. Also nachträglich DAS Lied zur Meldung (1926, Kurt Tucholsky und Hanns Eisler)
Der schlimmste Feind
Der schlimmste Feind, den der Arbeiter hat
das sind nicht die Soldaten
es ist auch nicht der Rat der Stadt
nicht Bergherrn, nicht Prälaten
Sein schlimmster Feind steht schlau und klein
in seinen eigenen Reihn
(...)
Klopft dem noch ein Regierungsrat
auf die Schulter: "Na, mein Lieber ..."
dann vergißt er das ganze Proletariat
das ist das schlimmset Kaliber
Kein Gutsbesitzer ist so gemein
wie der aus den eigenen Reihn
(...)
In dieser Situation tritt die IG Metall (richtiger: die Führung der IG Metall) total kämpferisch auf und will mit der Opel-Führung verhandeln. Sie sagt den Streikenden: geht zurück an eure Arbeit, ihr belastet sonst die Verhandlungen, das geht nicht. Und sie sagt weiter: das ist kein regulärer Streik, unsere Streikkassen bleiben für euch geschlossen. Und da fiel mir das Lied ein, hab gleich den Text nachgeschlagen, und hier kommt eine passende Strophe:
Don't scab* for the bosses
don't listen to their lies
us poor folks haven't got a chance
unless we organize
which side are you on
which side are you on
(*Ein Streikbrecher wird als "scab" bezeichnet, seine Tätigkeit ist "to scab".)
Nachtrag: Heute ist so ein Tag, da stehe ich auf der Leitung. Bis sich dann endlich alles zusammenfügt. Also nachträglich DAS Lied zur Meldung (1926, Kurt Tucholsky und Hanns Eisler)
Der schlimmste Feind
Der schlimmste Feind, den der Arbeiter hat
das sind nicht die Soldaten
es ist auch nicht der Rat der Stadt
nicht Bergherrn, nicht Prälaten
Sein schlimmster Feind steht schlau und klein
in seinen eigenen Reihn
(...)
Klopft dem noch ein Regierungsrat
auf die Schulter: "Na, mein Lieber ..."
dann vergißt er das ganze Proletariat
das ist das schlimmset Kaliber
Kein Gutsbesitzer ist so gemein
wie der aus den eigenen Reihn
(...)
Dicki - am Mo, 18. Oktober 2004, 22:48 - Rubrik: Nachtgesaenge
Mein tägliches Provinzblatt tut alles, mir die heutige Welt zu erklären. Der Amerika-Korrespondent schreibt, die Leute auf der anderen Seite des großen Teichs hätten kein Verständnis für unser Ladenschlußgesetz. Dort seien die Märkte 24 Stunden am Tag und 7 Tage in der Woche geöffnet. Ein paar Seiten weiter erfahre ich, daß bei uns immer mehr und besonders kleinere Geschäfte 24 Stunden am Tag und 7 Tage in der Woche geschlossen sind. Offenbar ein gravierendes Mißverständnis.
Der Wirtschaftsteil enthüllt die wirklichen Probleme des Opelwerks in Bochum: Bochumer Produktion lahm gelegt. Wenn da bereits beim Bau der Fertigungsstraßen geschlurt worden ist, muß einen jetzt nichts wundern.
Der Wirtschaftsteil enthüllt die wirklichen Probleme des Opelwerks in Bochum: Bochumer Produktion lahm gelegt. Wenn da bereits beim Bau der Fertigungsstraßen geschlurt worden ist, muß einen jetzt nichts wundern.
Dicki - am So, 17. Oktober 2004, 20:34 - Rubrik: zickezacke
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