Zurück daheim dachte ich wehmütig zurück an sonnendurchflutete Nadelwäldchen; an nächtliches Igelgescharre im Efeu; an kreidefelsartig in ein Bachbett hingegossene Gänsescharen; an ein einsames Schaf auf einer verdorrten Weide; an über Gestein rein und klar plitschende Bäche; an hufescharrend Staubwolken aufwirbelnde Pferde; an Wiesen, Felder, Kornblumen an jedem Wegesrand; an im Sonnenglast taumelnd tanzende Schmetterlinge.
Dies umso mehr, da meine Balkonpflanzen von der Hitze verheert waren, nur der Gewitterregen am Donnerstag hatte sie am Leben erhalten. Wie auch im vorigen Jahr hat die Engelstrompete beinahe alle Blätter abgeworfen, um die kurz vor der Blüte stehenden Knospen zu retten. Hurtig vollführte ich Regentänze mit der Gießkanne.
Voriges Jahr - . Die Engelstrompete blühte sechs- oder siebenarmig, und ohne Blätter sah sie aus wie eine Stehlampe mit Tütenschirmen, wie weiland in den 50ern. Diesem Anblick verdanke ich die Erkenntnis, daß selbst Pflanzen Humor haben.
Dies umso mehr, da meine Balkonpflanzen von der Hitze verheert waren, nur der Gewitterregen am Donnerstag hatte sie am Leben erhalten. Wie auch im vorigen Jahr hat die Engelstrompete beinahe alle Blätter abgeworfen, um die kurz vor der Blüte stehenden Knospen zu retten. Hurtig vollführte ich Regentänze mit der Gießkanne.
Voriges Jahr - . Die Engelstrompete blühte sechs- oder siebenarmig, und ohne Blätter sah sie aus wie eine Stehlampe mit Tütenschirmen, wie weiland in den 50ern. Diesem Anblick verdanke ich die Erkenntnis, daß selbst Pflanzen Humor haben.
Dicki - am Mo, 31. Juli 2006, 22:13 - Rubrik: Dickis Reisen
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Da im ersten Teil Klassifizierung und Mentalität der Einheimischen erledigt werden konnten, soll das Augenmerk nun der Landschaft gelten. Schon der Name läßt vermuten, daß wir ein stetiges Auf und Ab vor uns haben: Talsohlen bei 190, Gipfel bis zu 520 Meter über Normalnull.
Der Berg.Lander als von bequemem Naturell wohnt traditionell im Tal, der Zugezogene nimmt die Hänge in Anspruch und baut dort vorzugsweise Eigenheime. Das galt zumindest bis vor 20 Jahren, doch führt eine allmähliche Vermischung dazu, daß auch der Berg.Lander am Hang baut und wie der Zugezogene mittels Automobil die Enge der Hänge zu überwinden trachtet.
Was zur Konsequenz hat, daß man von einem x-beliebigen Punkt aus in keiner Richtung weiter als einen Kilometer gehen muss, um irgendeine Straße zu erreichen, und keine zwei Kilometer, um auf eine im Lauf der letzten zwei Jahrzehnte neu angelegte oder generalüberholte Straße zu treffen. Die Landschaftsform wäre also ein mittelgebirgiges Straßennetz.
Der Berg.Lander als von bequemem Naturell wohnt traditionell im Tal, der Zugezogene nimmt die Hänge in Anspruch und baut dort vorzugsweise Eigenheime. Das galt zumindest bis vor 20 Jahren, doch führt eine allmähliche Vermischung dazu, daß auch der Berg.Lander am Hang baut und wie der Zugezogene mittels Automobil die Enge der Hänge zu überwinden trachtet.
Was zur Konsequenz hat, daß man von einem x-beliebigen Punkt aus in keiner Richtung weiter als einen Kilometer gehen muss, um irgendeine Straße zu erreichen, und keine zwei Kilometer, um auf eine im Lauf der letzten zwei Jahrzehnte neu angelegte oder generalüberholte Straße zu treffen. Die Landschaftsform wäre also ein mittelgebirgiges Straßennetz.
Dicki - am Sa, 29. Juli 2006, 22:14 - Rubrik: Dickis Reisen
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Wie bezeichnet man den typischen Bewohner dieser Region korrekt? Ist es ein Bergisch-Ländler, ein Berg-Ländischer oder ein Land-Bergischer? Seltsamerweise ist das nicht bekannt. Ich habe mich zu der Schreibweise Berg.Lander durchgerungen, da geistige Höhenflüge dort unweigerlich am nächsten Berg enden.
Ein Beispiel mag stellvertretend für die allgemein verbreitete Mentalität des Berg.Landers stehen: An einem überaus heißen Vormittag wuchte ich das geliehene Mountainbike Umdrehung für Umdrehung einen scharfen Anstieg hinauf, keuchend und schwitzend. Von oben kommt mir ein Geländewagen entgegen. Bevor ich mich noch richtig über das Auto auf dem Radweg ärgern kann, streckt der Fahrer schon seinen Kopf aus dem Fenster: "Entschuldigung, haben Sie hier Schafe herumlaufen sehen?" Mit der letzten Atemreserve blöke ich: "Nöö!" und höre ihn ein Dankeschön hinter mir her sagen.
So springt man dort mit Touristen um; jedes fortgelaufene Schaf bedeutet dem Berg.Lander mehr. Und wenn ich ihn, läge er dereinst in Bremen schraubend und fluchend unter seinem Geländewagen, fragte, ob er zufällig meinen Lieblingszehner gesehen habe, der mir am Morgen auf unerklärliche Weise abhanden gekommen sei - was wäre dann, hm? Hm? HM?
Natürlich würde ich das nicht tun, weil es sich ganz einfach nicht gehört. Genausowenig gehört es sich, verschwitzte Extremtouristen nach ausgebüxten Weidetieren zu fragen, Herr Berg.Lander. Man könnte zumindest ein kühles Bier anbieten. Pro forma natürlich, rein pro forma.
Ein Beispiel mag stellvertretend für die allgemein verbreitete Mentalität des Berg.Landers stehen: An einem überaus heißen Vormittag wuchte ich das geliehene Mountainbike Umdrehung für Umdrehung einen scharfen Anstieg hinauf, keuchend und schwitzend. Von oben kommt mir ein Geländewagen entgegen. Bevor ich mich noch richtig über das Auto auf dem Radweg ärgern kann, streckt der Fahrer schon seinen Kopf aus dem Fenster: "Entschuldigung, haben Sie hier Schafe herumlaufen sehen?" Mit der letzten Atemreserve blöke ich: "Nöö!" und höre ihn ein Dankeschön hinter mir her sagen.
So springt man dort mit Touristen um; jedes fortgelaufene Schaf bedeutet dem Berg.Lander mehr. Und wenn ich ihn, läge er dereinst in Bremen schraubend und fluchend unter seinem Geländewagen, fragte, ob er zufällig meinen Lieblingszehner gesehen habe, der mir am Morgen auf unerklärliche Weise abhanden gekommen sei - was wäre dann, hm? Hm? HM?
Natürlich würde ich das nicht tun, weil es sich ganz einfach nicht gehört. Genausowenig gehört es sich, verschwitzte Extremtouristen nach ausgebüxten Weidetieren zu fragen, Herr Berg.Lander. Man könnte zumindest ein kühles Bier anbieten. Pro forma natürlich, rein pro forma.
Dicki - am Fr, 28. Juli 2006, 20:59 - Rubrik: Dickis Reisen
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sagt Dicki dreist,
bis Ende Julei,
Heidideldidei!
bis Ende Julei,
Heidideldidei!
Dicki - am Mi, 19. Juli 2006, 22:04 - Rubrik: in eigener Sache

It's exactly what Iran wants. And Iran is behind the terror attacks on Israeli forces. The whole thing is part of World War III, ladies and gentlemen. Islamic fascism against the West. That global conflict, unfortunately, is here for the foreseeable future. [mehr]
Dicki - am Di, 18. Juli 2006, 20:45 - Rubrik: deutsche kenneweiss
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Die Menschen hören nicht gut, sie sehen nicht gut, und sie riechen auch nicht besonders gut.