Das ist wirklich der Hammer, oder? Al Quaida bildet nicht nur Agenten, sondern sogar Doppel-Agenten aus. Was sage ich: Dreifach-Agenten! Oder ist Jener bei der CIA ausgebildet worden und dann von der weltumspannenden, allmächtigen und überall Krieg gegen die Kraft der Freiheit führenden Al Quaida abgeworben? Undursichtiges Dunkel der Dunkelmänner, undurchdringlicher Dschungel der Geheim-Jungs, finsteres Vorgehen fieser Visagen.
Merkwürdig, daß dieselben Geheimdienste, die anscheinend so gar nichts Konkretes über Al Quaida wissen (oder immer erst im Nachhinein), sehr konkret über alles informiert werden wollen, was wir tun und lassen. - Hoppla, begehe ich da eben ein Gedankenverbrechen?
Merkwürdig, daß dieselben Geheimdienste, die anscheinend so gar nichts Konkretes über Al Quaida wissen (oder immer erst im Nachhinein), sehr konkret über alles informiert werden wollen, was wir tun und lassen. - Hoppla, begehe ich da eben ein Gedankenverbrechen?
Dicki - am Do, 07. Januar 2010, 11:46 - Rubrik: zickezacke
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"Die Filme unterhalten sich miteinander". Das stammt leider nicht von mir, sondern von Umberto Eco, der das aber nicht über Filme, sondern über Bücher gesagt hat. Hier geht's jedoch um Filme, also: Offensichtlich wäre "Goodbye Lenin" ein anderer Film geworden (oder gar nicht entstanden!), hätte es nicht ein Jahr zuvor "Die fabelhafte Welt der Amelie" gegeben. Musik, Bilder, Geschichte werden zitiert oder tauchen als Anspielung auf; dennoch ist ersterer ein eigenständiger Film, der sich zum eigenen besten hat inspirieren lassen, ohne eine Kopie zu sein - er hat gelernt und imitiert nicht. Woher aber kommt "Amelie"?
Beim ersten Sehen dachte ich an "Zazie" (dans le Metro), obwohl die beiden Filme erst einmal nichts miteinander zu tun haben. "Amelie" erzählt die melancholische, aber mit viel Lebenslust und Komik durchtränkte Geschichte einer jungen Frau, "Zazie" berichtet von den absurden Erlebnissen eines Mädchens an einem Wochenende in Paris und ist eine Literaturverfilmung (eineFreundin Ex-Freundin Bekannte Ex-Bekannte bekannte, ihr habe der Film im Gegensatz zum Buch nicht gefallen, sehr zu meiner Enttäuschung, denn ich hatte bei dem Film immer auch an sie gedacht, aber so ist das, du idealisierst die Menschen, und dann schütten sie Banalität über dich aus), welche die Atmosphäre des Buches in Bilder fasst; Filme, Filmmusiken und Parisklischees zitierend; teils surrealistisch, klamaukhaft, schlicht komisch und auch magisch. "Zazie" (der Film) hat sich viele Freiheiten genommen und mindestens das verbindet ihn (sie!) mit "Amelie". Lassen wir es dabei.
"Na Zazie, wie war dein Wochenende, bist du mit der Metro gefahren?"
"Nein."
"Was hast du dann gemacht?"
"Ich bin älter geworden!"
Das trifft, ein wenig anders, auch auf Amelie zu. Und erkennen wir uns nicht alle darin wieder? Nein? Wie schade. Na denn: Goodbye.
Beim ersten Sehen dachte ich an "Zazie" (dans le Metro), obwohl die beiden Filme erst einmal nichts miteinander zu tun haben. "Amelie" erzählt die melancholische, aber mit viel Lebenslust und Komik durchtränkte Geschichte einer jungen Frau, "Zazie" berichtet von den absurden Erlebnissen eines Mädchens an einem Wochenende in Paris und ist eine Literaturverfilmung (eine
"Na Zazie, wie war dein Wochenende, bist du mit der Metro gefahren?"
"Nein."
"Was hast du dann gemacht?"
"Ich bin älter geworden!"
Das trifft, ein wenig anders, auch auf Amelie zu. Und erkennen wir uns nicht alle darin wieder? Nein? Wie schade. Na denn: Goodbye.
Dicki - am So, 03. Januar 2010, 0:55 - Rubrik: Musik und so weiter
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Noch bevor ich lesen konnte, schenkte mir eine Verwandte ein bebildertes Kinderbuch, und das hieß "De Want in de Sneeuw" (was ich vor einiger Zeit Eugen unterjubelte) und war, wie man schon ahnt, auf holländisch geschrieben. Wozu hat man Eltern? Muddi mußte mir das immer wieder vorlesen. Die Geschichte stammte aber nicht aus den Niederlanden, sondern aus Rußland bzw. der Sowjetunion. Das war typisch für jene Verwandte, die, nachdem sie die Bombardierung Rotterdams miterlebt hatte, mit fliegenden Fahnen von der Heilsarmee zu den Kommunisten übergelaufen war, die sich selbst ja auch als eine Art Heilsarmee verstanden, so verstehe ich das wenigstens. Die Geschichte war aber sehr schön, und gelegentlich erinnere ich mich ihrer, so auch heute, und da wollte ich herausfinden, ob sie den Weg ins Internet beschritten hat.
Hat sie nicht. Aber Google (Deutschland) fragte mich: "Meinten Sie: we want in de sneeuw". Nein, das meinte ich ganz bestimmt nicht, obwohl ich gerne in den Schnee will.
Hat sie nicht. Aber Google (Deutschland) fragte mich: "Meinten Sie: we want in de sneeuw". Nein, das meinte ich ganz bestimmt nicht, obwohl ich gerne in den Schnee will.
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Seit einer Woche ist mein Bruder erkältet, begleitet von einer Mattigkeit an den ersten Tagen der Krankheit, die er nie zuvor gespürt hatte. Schweinegrippe? Die Erkältung fiel mit dem Tauwetterbeginn am ersten Weihnachtstag zusammen und hat auch bei mir nicht erkranktem eine nie zuvor gespürte Mattigkeit ausgelöst. Schweinegrippe? Er habe sich genau im Spiegel betrachtet, sagte er mir, und dabei verengte Augen festgestellt, "aber keine Schweinsäuglein". Und Schweinegrippe, das legt die Bezeichnung nahe, läßt einen doch wie ein Schweinchen aussehen, nicht wahr? Wäre die geschürte Pandemiehysterie begründet und alle Menschen liefen als Schweinchen umher, so fände ich das viel süßer als die Realität, wenngleich die hohe Sterblichkeitsrate solche Betrachtungsweise eigentlich verbieten sollte. Aber da bin ich halt Schwein und sage die Wahrheit.
Dicki - am Sa, 02. Januar 2010, 1:09 - Rubrik: zickezacke
Gegen Ende des Jahres, kurz vor Weinachten, kommt meist Langeweile in "Der wahre Dicki"-Redaktion auf - der Adventskranz brennt, Grüße sind versandt, der Flieger nach Malle ist bestellt - und wir stöbern in Schubladen und Schränken auf der Suche nach einem Sinn. Diesmal fielen uns einige Preise entgegen, die wir wohl auszuschreiben vergessen hatten. Was tun? (Lenin): unter's Volk bringen!
Den ersten Preis gewinnt Lokalmatador Günther Birnaut, der sein Heim heuer mit 45.000 Glühbirnen festlich äußerlich erleuchtet hat, für den Ausspruch: "Wer das als Energieverschwendung bezeichnet, ist doch nur neidisch." - Einen guten zweiten Preis heimst Jens-Graham Knäckebrot ein, und zwar für den Klassiker: "Wie die Tempora, so der Mors." Den Trostpreis haben wir einstimmig der Vertriebsassistentin Bella Tristik für ihren Stoßseufzer zuerkannt: "Wer nie den Stuß mit Tränen las."
Da nun die Preise verteilt, die Schreibtische aufgeräumt und die Regale geleert sind, können wir uns in den wohlverdienten Winterschlaf begeben. Als dann, auf ein fröhliches Erwachen!
Den ersten Preis gewinnt Lokalmatador Günther Birnaut, der sein Heim heuer mit 45.000 Glühbirnen festlich äußerlich erleuchtet hat, für den Ausspruch: "Wer das als Energieverschwendung bezeichnet, ist doch nur neidisch." - Einen guten zweiten Preis heimst Jens-Graham Knäckebrot ein, und zwar für den Klassiker: "Wie die Tempora, so der Mors." Den Trostpreis haben wir einstimmig der Vertriebsassistentin Bella Tristik für ihren Stoßseufzer zuerkannt: "Wer nie den Stuß mit Tränen las."
Da nun die Preise verteilt, die Schreibtische aufgeräumt und die Regale geleert sind, können wir uns in den wohlverdienten Winterschlaf begeben. Als dann, auf ein fröhliches Erwachen!
wandelt sich, auch die Rechtschreibung ist im Umbruch. Die hiesige Zeitung titelt heute sachgerecht: "Gradwanderung in Kopenhagen".
Dicki - am Sa, 19. Dezember 2009, 13:16 - Rubrik: aus aller Welt